
Anderthab Jahre ist meine letzte Reise zur London Fashion Week her. Die Stadt, die so viel kreatives Potenzial, außerordentliche Designtalente und eine vibrierende Stimmung bietet, wird neben New York, Mailand und Paris trotzdem nur stiefmütterlich behandelt. Die bekannten Modelgesichter nutzen die sechs Tage, um sich für den weiteren Marathon auszuruhen und Fotograf Sonny erzählte mir kürzlich, dass in London "kein Geld sei". Und wenn die Branche ihn nicht bezahlen kann, reist er eben erst gar nicht hin. Die wirklichen Höhepunkte könne man in London doch ohnehin nicht finden. Denken auch viele Chefredakteure und lassen sich erst wieder in der Frontrow bei Prada blicken.
Trotzdem ist London magisch, denn an Kreativität und Ausprobierfreudigkeit mangelt es hier sicher nicht. Da muss man sich nur den "New Gen"-Award anschauen. Oder aber "Fashion East". Und die "Unique"-Linie von Topshop spürt Trends im Handumdrehen auf. Neben den großen Namen wie Burberry, Mulberry oder Pringle of Scotland sind es eher die jungen Designer, die mit viel Hingabe unterstützt werden. Christopher Kane durfte mehrere Saisons kostenfrei seine Schauen im Topshop-Space zeigen. Peter Pilotto, Richard Nicoll oder Meadham Kirchhoff werden ebenso kräftig unterstützt.
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