Rückblick: Sex & the City 2
Wer mit besonders niedrigen Erwartungen an eine Sache herangeht, kann im Grunde kaum enttäuscht werden - diese Erfahrung machte ich gestern bei der Kinopremiere von Sex & the City 2, zu der Mykita in das wunderbar nostalgische Kino International auf der Karl-Marx-Allee einlud. Gewappnet mit Sekt und Cosmopolitans begann das Ereignis recht berauscht, was das Publikum dazu veranlasste, bei der Anfangsmelodie "New York" von Jay-Z und Alicia Keys regelrecht auszuflippen. Getoppt wurde der Beifall durch die erste Szene, in der Carrie aus ihrem Apartmentkomplex tritt und sich wenige Sekunden später in die junge Carrie aus den 80ern verwandelt. Auch ihre vier Freundinnen Samantha, Charlote und Miranda werden (viel zu kurz!) in Flashbacks gezeigt, wie sie vor rund 20 Jahren den Big Apple unsicher machten. Die Stimmung: auf dem Siedepunkt. Gleich darauf bahnt sich der nächste Höhepunkt an: Auf der Schwulenhochzeit von Stanford und Anthony, die an Kitsch nicht zu überbieten ist, singt Liza Minnelli in no pants "Single Ladies" und sorgt damit umgehend für Staunen und gute Laune.
Anschließend geht es in das "normale Leben" der vier Protagonistinnen - und der Versuch, Identifikationsfläche zu bieten: Carrie hat in ihrer Ehe mit Big Angst vor Langeweile "without the sparkle", Samantha kämpft gegen ihre Menopause, Charlotte braucht eine Auszeit vom Mutterdasein und Miranda wird im Job untergebuttert. Mit der Reise nach Abu Dhabi nimmt das Übel dann aber seinen Lauf...















