
Bei Opening Ceremony stand ich diese Woche ganz berührt vor einem Kleiderständer und tätschelte Roben von Rodarte aus der aktuellen Winterkollektion, die gleich neben den gigantischen Heels von Nicholas Kirkwood hingen. Jedes Kleid war aufwändig bestickt, der Materialmix auf wenigen Zentimetern beeindruckend und das Preisschild (2.700 Dollar) brachte mich ins Wanken. Ich fragte Schnati, wer denn in den Laden kommt, das Cocktailkleid anprobiert und sich dann überlegt, es doch "mal" zu kaufen - sicher gibt es dafür Abnehmer, dennoch sind die Kollektionen der Mulleavy-Schwestern so wenig kommerziell, dass es auf Dauer doch sicher schwierig sein könnte, auf dem Markt zu bestehen.
Nun wird seit einigen Wochen gemunkelt, dass LVMH Interesse an dem Label hat. Gestern zeigten Rodarte dann in kleinem Kreise ihre Sommerentwürfe und hätte mir die Bildagentur nicht deutlich angezeigt, dass es sich tatsächlich um Rodarte handelte, hätte ich die Entwürfe in eine ganz andere Ecke gesteckt. Will heissen: So kommerziell hat man sie noch nie gesehen!
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