Nein, Goodie-Bags wurden leider nicht verteilt. Auch wenn ein Großteil der Anwesenden im Publikum wahrscheinlich darüber begeistert gewesen wäre. Zur re:publica 2010 organisierte Mary Scherpe (Stil in Berlin) ein Panel zu dem Thema "Wenn Prada Pakete verschickt" und lud Mahret Kupka (F&Art), Tillman Prüfer (ZEIT Magazin) und mich zum offiziellen Austausch ein.
In der Diskussion klapperten wir dann die üblichen Themen ab, allen voran die journalistische Bestechlichkeit in Form von Geschenken und die Korrelation von Anzeigenschaltung und Inhalt. Wir diskutieren, inwiefern eine Art Regelwerk der "Federal Trade Comission" (FTC) wie zuletzt in New York bei der Bloggerinnen-Konferenz "Evolving Influence" vorgestellt, auch hierzulande Sinn machen könnte oder wie Samsung scheitert, wenn Modeblogs häßliche Handys imageschädigend in ihrer heiligen Content-Spalte unterbringen.
Wir fassen zusammen: Prada wird wohl in absehbarer Zeit keine Post an selbstgemachte Online-Redaktionen schicken, die wirtschaftliche Relevanz von Modeblogs wird aber mit Sicherheit in Zukunft eine Herausforderung sein, die es gilt, vom Autor vertrauensvoll zu behandeln.