
Schon beim ersten Durchblättern überkamen mich Verlustängste. Und auch beim intensiven Durchlesen bestätigte sich meine Vorahnung, dass einer einst geliebten Publikation zuviel interne Unruhe einfach nicht gut tut. Eins muß man der aktuellen Ausgabe des Qvest Magazins jedoch lassen: Bis auf rar gesähte Höhepunkte versagt sie für 6,50 Euro konsequent auf voller Linie.
Nach der Lektüre bin ich weder großartig schlauer noch irgendwie inspiriert, das Überangebot an eingearbeiteten Pressemitteilungen macht mich müde und selbst das Vorwort des neuen Chefredakteurs hat mich wegen fehlendem Herzblut fast einschlafen lassen.
Gut, ich kann verstehen, daß die Aufrechterhaltung eines Independentmagazins heutzutage schwierig und nicht ohne Kompromisse möglich ist. Aber mit zwei halbwegs interessanten Interviews (Rebekka Bay, Kreativdirektorin von COS, und Helen Levitt, Fotografin) sowie anderthalb guten Editorials (The Curator, Berlin Blaze) kann ich die unschön aneinander geklebten Produktempfehlungen nicht einfach so verzeihen. Please do better next time and don't die, my former favorite magazine!