Die Show von Proenza Schouler ist jedes Mal ein Highlight der New York Fashion Week, denn die Designer Jack McCollough und Lazaro Hernandez überzeugen immer wieder aufs Neue mit innovativen und raffinierten Entwürfen. Ich erinnere mich noch bestens an Schnatis Bilder im Februar, die das Beste an der gesamten Modewoche waren.
Zu ihren Inspirationen gehörten für diese Saison zum Beispiel die Werke des Architekten Morris Lapidus (wie das Fontainebleau Hotel in Miami), der futuristische Baustil der 40er und 60er Jahre und die Innenverkleidung von Oldtimern aus den 50ern.
Die Designer haben bewusst Inspirationsquellen mit einem eher fragwürdigen Stilideal gewählt und auf eine ironische Weise ihr eigenes Statement dazu abgegeben. Ihr Ziel war es, sich an als geschmacklos verschriene Elemente, wie Leoprint, Hawaii-Hemden und die triste Farbpalette der 70er zu wagen und daraus eine moderne Sommerkollektion zu kreieren. Auf den ersten Blick erscheint die Kollektion eher nostalgisch und man könnte sich fragen, warum ausgerechnet die unvorteilhafte Variante der 70er-Jahre ein Comeback haben muss - bei genauerem Hinsehen aber wird deutlich, dass vor allem die raffinierten Details jedes einzelne Kleidungsstück modern wirken lassen. So werden zum Beispiel Blusen mit Hilfe von bunten Kordeln in der Taille gerafft und mit neuen Kragenformen versehen.
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