NY-Times-Debatte: Ruiniert die Globalisierung Streetstyle?
Was im Netz passiert, ist nicht die Realität. Selbstdarstellung, Modeblogkosmos, wenige Trends, viele Personen, die sie umsetzen - wer kann durch die (häufig gestellten oder durch Modewochen verfälschten) Looks schon noch erkennen, in welcher Stadt die Person lebt?
Die australischen Bloggerinnen könnten auch an der Westküste Amerikas wohnen, in ganz Skandinavien scheinen die Landesgrenzen verschwommen, Berlin ähnelt New York oder London und in Wien könnte man auch an Paris denken. Zumindest anhand der Bilder, die so im Netz kursieren. Reist man dann selber mal herum, muss man feststellen, dass nicht jede Schwedin automatisch Stilikone ist. In der Herbstausgabe des New York Times Style Magazine gibt es einen Artikel über junge Menschen und ihren Stil in London, Kairo und Tokio.
"The fashion displays are both surprising -- Barbour jackets are cool in London! -- and not unexpected -- Egyptian flags everywhere in Cairo. As we scan the photos in fashion magazines and click on to blogs that chronicle the latest trends, we can't help but wonder: How has globalization affected street style? While some cities have a unique fashion sense, others seem oddly familiar. Is the Internet to blame?"
Ein spannender Gedankengang, der leider nicht viel weiter über das hinausgeht, was wir schon einmal so ähnlich im März besprochen haben - da ging es um die Authentitzität der sogenannten Stilblogger und inwiefern sie sich für die eigenen Outfit-Bilder herausputzen.
Im "Room for Debate" haben sich dann gerade mal 8 Leser an dem Austausch beteiligt - was mich letzten Endes eigentlich zu der Frage führt, die ich mir selber oft stelle: Inwiefern inspirieren euch Streetstyle-Fotos eigentlich noch? Kann Globalisierung wirklich den Streetstyle ruinieren, wie dieser vor etwa 5 Jahren populär wurde?






































