Tagesoutfit: Hochgeschlossen
Heute mal ganz züchtig: eine Bluse von American Apparel, der Blazer ist von COS, mein Gürtel ist vintage und der Rock darunter von Monki.
Heute mal ganz züchtig: eine Bluse von American Apparel, der Blazer ist von COS, mein Gürtel ist vintage und der Rock darunter von Monki.
Nieselregen, Nebel, 11 Grad - als ich heute Morgen das Haus verließ, meinen Trenchcoat fest zuschnürte und den Schal um den Hals schlang, hätte ich gern ignoriert, dass morgen der Sommermonat Juni beginnt. Da haben wir schon einen unschlagbar harten Winter hinter uns und bekommen nicht einmal ein paar warme Sonnenstrahlen im Juni? Meine Sandalen habe ich noch nicht ausgepackt, mit Sommeroutfits habe ich mich ebenso wenig beschäftigt und die Winterklamotten kann ich kaum mehr sehen.
Um den Sommer herauszufordern und ein wenig Vorfreude aufkommen zu lassen, starten wir heute eine weitere Aktion unter dem Motto "Show me your..." und würden uns sehr freuen, wenn ihr uns euer liebstes Sommer-Outfit vorstellt! Welche Kleidungsstücke und Kombinationen dürfen bei euch nicht fehlen?
Das nennt man dann wohl Kontrastprogramm: Während Schnati gestern Abend bei Kitsuné in Paris zu elektronischer Musik tanzte, ging es für mich ins Grüne auf ein Indie-Festival: Anderthalb Stunden von Berlin entfernt und an der idyllischen Mecklenburgischen Seenplatte gelegen tanzte ich beim immergut herum. Der Abend begann mit einem Regenschauer, wie es sich für eine ordentliche Festival-Schlammschlacht gehört und endete bei einem kühlen Sonnenaufgang:
In der Zwischenzeit ging es musikalisch endlich mal wieder rund. Aufgewärmt wurde sich bei Chikinki, die nach neun Monaten ohne Shows ihre Rückkehr auf die Bühne zelebrierten und mit ihren alten Hits überzeugen konnten. Anschließend staunte ich über den Auftritt der Berliner Band Bonaparte, die eine wahnsinnige und auch sehr irritierende Show mit ihren drei, sagen wir mal "extrovertierten" Tänzern, an die Grenzen des guten Geschmacks stiessen. Ein paar harmlose Szenen habe ich in das zusammenfassende Video gepackt. Nichtsdestotrotz eine beeindruckende Live-Band!
Heute Abend geht es in die Vorpremiere von Sex & the City Teil 2 und weil auf der Leinwand ein modisches Spektakel veranstaltet wird, gibt es für mich ebenso einen Anlaß, mein gerade zugeschicktes Minna-Kleid anzuziehen. Mit dem altmodischen Spitzenkragen und dem altrosafarbenen Ton könnte es auch ein wunderbarer Vintage-Fund sein und ich bin insbesondere mit der Länge und dem angenehmen Tragegefühl (mein erstes Kleid aus organischer Seide!) glücklich.
In Cremefarben gibt es das Kleid noch... und ab dem 1. Juni gibt es mit dem Code MINNA1 einen Monat lang satte 30% auf die Kleider im Onlineshop! Da würde ich dann gleich das schwarze Exemplar ordern... Meine Tasche ist secondhand, die Schuhe sind von Buffalo.
Das bunte Treiben an der Croisette in Cannes, wo derzeit das Film Festival stattfindet, ist hier bislang ein wenig untergegangen. Schnati hat das Glück, morgen vor Ort zu sein und ich bin gespannt, was sie zu berichten hat. Bis dahin wende ich mich einer potenziellen neuen deutschsprachigen Lieblingsschauspielerin zu, die nicht nur über Schauspieltalent verfügt, sondern auch eine gute Figur auf dem roten Teppich macht: Nora von Waldstaetten. Die 28-jährige Österreicherin ist eine geborene Baronesse (ihr ganzer Name: Nora Marie Theres Beatrice Elisabeth von Waldstätten) und absolvierte ihr Schauspielstudium an der Universität der Künste Berlin.
Lisa und ich schaffen es jeden Tag, ähnliche Elemente in unseren Outfits zu tragen. Wenn wir schon mal zu Farbe greifen, dann auch gemeinsam; wenn der Pony im Gesicht nervt, wird er am selben Tag nach hinten gesteckt und sollte die Strumpfhose zu löchrig sein, kramen wir mit auffällig hoher Treffsicherheit die gleiche Hose aus. Als wir uns heute bei Konk trafen, musste ich wieder schmunzeln: Wir erschienen beide in rosa gesprenkelte Kombinationen. Immerhin hörte es da auch schon mit den Gemeinsamkeiten auf... Lisa trägt ein Shirt von Boessert/Schorn, Shorts von Zara, eine auffällig schöne Tasche von A.D.Deertz und Vintageschuhe .
Ich konnte nicht abwarten, mein frisch eingetrudeltes Kleid von Stine Goya anzuziehen, obwohl die Farben sicherlich schöner zu gebräunter Haut und nackten Beinen passen. Dazu einen Vintagegürtel, Tuch von Zara und Tasche von H&M sowie meinen Trenchcoat von Henrik Vibskov.
Jeglicher Mut, meinen Trödelmarktfund zu kombinieren, entschwand heute Morgen, als mein Freund mir erklärte, dass Männer nun mal nicht auf "Oma Capes" stehen. Auch hochgeschlossene Blusen seien nun nicht gerade das, was Frauen attraktiv mache. Weil ich seiner Wunschvorstellung in knappen hot pants und engem Top jedoch nur sehr ungern entgegen kommen wollte, blieb ich standhaft bei meiner Kombination:
Würde ich noch zuhause wohnen, hätte mich meine Mama heute Morgen sicher nicht mit diesem knittrigen Leinenblazer vor die Tür gelassen. Sie hätte ein grosses Jauchzen von sich gegeben, das Bügeleisen ausgepackt und das Fundstück vom Trödel mit wenigen Handgriffen glatt gemacht. Weil ich aber unheimlich faul bin und Leinen nun mal Falten werfen, habe ich mich in diesem Aufzug auf die Straße getraut - ich gelobe aber Besserung, Mama!
Besonders gut passt die Pfirsichfarbe in meinen Augen zu Grau, also habe ich zu dem geknoteten Monki-Shirt gegriffen. Darunter die Levis-Jeans und ein wenig Silberschmuck, fertig ist das komfortable Büro-Outfit.
In Paris reiht sich ein Event an das nächste und Schnati berichtet heute auf ihrem Blog vom Duftlaunch von Thierry Mugler mit traumhafter Aussicht auf den Eiffelturm. Ausserdem zeigt sie, was sie getragen hat und da kommt wohl wieder durch, dass wir Schwestern sind: Das Kleid besitze ich nämlich auch. Dazu bitte hier entlang.
Anfang der Woche erreichte uns ein kleines, feines Paket vom Hamburger H&M-Team, worin wir Pressesamples der ab 20. Mai in den Läden hängenden "Fashion against Aids - Festival Collection" fanden. Lisa und ich benötigten keine zwei Minuten, um unsere Favoriten auszusuchen und gleich zu testen:
Sie griff zielstrebig zu der kurzen Lederjacke und dem Hut, ich schnappte mir das kunstvoll verzierte und gefühlte fünf Kilo wiegende Jäckchen.
Aus dem Kapitel der Luxusprobleme: Ich bin auf einer Pool-Party eingeladen und weiss nicht, was ich anziehen soll. Gott sei dank hat Chrissie Miller mit ihrem Label Sophomore und in Zusammenarbeit mit dem Wodkahersteller Kanon vor Kurzem zu einem ähnlichen Fest eingeladen. Dass die Dame, die jetzt übrigens auch bloggt, sich mit lockeren Styling bestens auskennt, müssen wir nicht in Frage stellen. Und selbstverständlich tummelten sich bei ihrer Party allerhand vorbildlich gekleidete Trendsetter, von denen wir uns vielleicht das ein oder andere abgucken können.
Wir haben euch einen kleinen Merkzettel zusammengestellt:
Letzten Sommer war mir diese Jeansweste (ursprünglich mal eine Jacke, gekauft bei Ebay für zwei Euro) ein treuer Gefährte, verschwand im Winter allerdings in den Untiefen meines Kleiderschranks. Als ich heute Morgen mal wieder etwas transparenter vor die Tür gehen wollte (das Mesh Dress ist von Weekday), fehlte noch ein Überwurf - und da fiel mir nach einem öden Blazer die Weste willkommen in die Arme. Der Schal ist von Zara, Armreif UO, der Rest darunter vintage.
Während meiner Schulzeit fand ich Schuluniformen, wie sie in anderen Ländern gang und gäbe sind, schlichtweg blöd. Die durch die Uniformierung eingeschränkte Individualität ist wenig entwicklungsfördernd und lindert nicht den Konkurrenzkampf, der dadurch eigentlich vermieden werden soll. Heute zelebriere ich den Schulmädchen-Look aber plötzlich freiwillig mit Faltenpünktchenrock (in nur 2 Tagen eingetrudelt), weisser Bluse von Monki sowie einem Blazer von COS. Der Vorteil: Morgen darf ich wieder etwas anderes tragen...
Eine geschlagene halbe Stunde kostete es mich heute Morgen, meine unzähligen Strumpfhosen auf Löcher zu untersuchen. Das Resultat war bitter: Jedes in Frage kommende Modell wies grosse Laufmaschen auf, sogar die Pünktchenstrumpfhose von gestern riss bei einem Fahrradausflug. Mir blieb also keine andere Wahl, als die vor zwei Jahren bei Zara gekaufte Pumphose überzuwerfen, da meine weissen Beine noch etwas öffentlichkeitsscheu sind. Dafür durften meine Füße erstmals in diesem Jahr an die frische Luft und in neue Korksandalen von H&M schlüpfen. Das Shirt ist von Monki, der Blazer auch aus dem letzten Jahr von Zara.
Ich habe schon auf dem Fahrrad auf dem Weg ins Büro bemerkt, dass ich offensichtlich die Einzige zu sein scheine, die das mit den sommerlichen Temperaturen nicht verstanden und das langärmlige Vintage-Kleid ausgepackt hat. Ab morgen schmeiss ich mich also nur noch in Jeans-Shorts und Tanktop, präsentiere aber noch kurz das mädchenhafte "Meine kleine Farm"-Exemplar - Achtung, es sind nämlich keine Punkte - mit aufgedrucktem Herz, Kreuz, Pik und Karo.
Endlich geht es weiter mit unserer Stilinterview-Reihe, für die ich ein recht neues Juwel der Modeblogosphäre hinausgepickt habe: Audrey von Frassy, 21 Jahre jung und aus Durham/London. Ihre Seite fand ich nach unzähligen Klicks kreuz und quer durchs Netz und bin seit Aufnahme in den Reader ganz entzückt von ihrer Probierfreudigkeit, weil sie ihren Stil noch nicht zu hundert Prozent festlegen will. Heraus kommen dabei trashige, glamouröse oder auch einfach mal erwachsene Outfits, die mich gern auf ihre Seite zurückkehren lassen.
Im Interview fragen wir sie dazu ein wenig genauer aus - et voilà!
Nachdem uns Michaela gestern mit ihrem ersten Streetstyle-Bild aus Hamburg Lust auf Strand und Sonnenschein gemacht hat, geht es heute weiter mit einem entspannten Elbstrand-Look.
Diese Woche wehen wir euch täglich ein wenig hanseatische Luft in Form von Streetstyle-Bildern um den Kopf: Für unser Netzwerk hat sich Medienmanagerin Michaela aus Hamburg beworben, die uns als Vorgeschmack den Stil ihrer Stadt präsentiert. Auf ihrem Blog "Boheme sur le Kiez" gibt es alles Wissenswerte rund um ihre Wahlheimat genau wie Outfits von Passanten.
Fürs Erste stellt sie uns heute Johanna vor, die sie am Elbstrand getroffen hat.
Schon oft mussten wir in der Vergangenheit feststellen, dass die deutsche Prominenz auf dem roten Teppich nicht zwingend mit atemberaubendem Stil glänzt. Verübeln wollen wir das niemandem, eine dem Anlaß angepasste Garderobe kann man aber doch erwarten. Beim new faces award im Café Moskau konnten wir gestern zumindest einen wirklich schönen Look erspähen: Schauspielerin Julia Malik, die viel zu schnell an den Fotografen vorbei zischte, kam in einer verdächtig nach Kaviar Gauche aussehenden Robe. Ebenso gern gesehene Motive waren Shermine Sharivar, Verena Kerth (ja, tatsächlich!), Bettina Zimmermann, Emilia Schüle und Palina von MTV, die wie eine Discokugel glitzerte.
Die restlichen Looks des Abends wollen wir möglichst unkommentiert lassen, nicht zuletzt weil ich selten so auf dem Schlauch stand, um wen es sich denn eigentlich vor unserer Kamera handelte. Die Gäste: Till Schweiger oder Matthias Schweighöfer liessen auf sich warten, dafür kamen Brigitte Nielsen, Ulmen, die halbe GZSZ-Belegschaft, Simon Verhoeven, Anna-Maria Mühe oder Eva Padberg.
Wieso ich niemals über den roten Teppich laufen und für die Fotografen posieren wollen würde? Weil es schlichtweg unmöglich ist, auf allen geschossenen Bildern halbwegs in Ordnung auszusehen. Zwar kam Ari, Lisa und mir erst nach der Veranstaltung und ein paar Drinks später in den Sinn, die abendlichen Outfits einzufangen, nichtsdestotrotz wäre das Resultat vorher wahrscheinlich ebenso wenig veröffentlichungswürdig gewesen. Das Licht war furchtbar undankbar, jede kleinste Bewegung wird unvorteilhaft eingefangen und wer Posing nicht jeden Tag vor dem Spiegel geübt hat, ist schlichtweg aufgeschmissen. Da wir aber nun mal heute nicht in der Klatschpresse auftauchen, sei uns das laienhafte Resultat verziehen.
Fürs Erste habe ich wieder jede Menge Respekt vor Promis, die auf dem Teppich nicht nur eine gute Figur machen, sondern auch ihre Gesichtszüge im Griff haben.