New York verändert bei jeder meiner Reisen sein Gesicht. Shops kommen und gehen, In-Bars wechseln ihre Standorte und Gebäude wachsen aus dem Boden. Auf engstem Raum leben hier über acht Millionen Menschen neben- und vor allem übereinander, die das kulturelle Angebot aufregend gestalten und einen regen Austausch stattfinden lassen.
Inmitten dieser faszinierenden Melange aus Stadt, Natur und Mensch, der teils in Gruppierungen oder der Anonymität der Großstadt versinkt, wird viel zu selten gefragt, was Komfort für den Einzelnen bedeutet. Das Stadtleben hat neben zahlreichen Vorteilen auch klare Nachteile, wir büßen Platz ein, zahlen viel Geld für den Unterhalt, müssen uns stärker als anderswo anpassen und begeben uns in zahlreiche Abhängigkeiten.
Unter dem Gesichtspunkt "Confronting Comfort" haben die traditionelle Automobilmarke BMW und die Museumstiftung für zeitgenössische Kunst, das Guggenheim, sich nun zusammengetan und ein "Lab" entworfen, welches künftig um die Welt reisen wird. In diesem modernen Laboratorium geht es um Stadtplanung, um Komfort im urbanen Leben und besonders den Austausch mit den Menschen, die in den Städten leben, beziehungsweise den direkten Nachbarn. In dem ersten Projektstandord, New York, sind die Nachbarn die Bewohner der Lower East Side, denn dort hat sich das bewegliche Lab vom 3. August bis zum 16. Oktober in einer Häuserlücke niedergelassen.
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