
Für den Rückflug mangelte es mir an Lektüre und so stand ich in einem Münchner Supermarkt vor einem eher schlecht als recht bestückten Zeitschriftenregal. Die Schlagzeilen der Klatschblätter kannte ich bereits, die anderen Titel habe ich im Abo - blieb nur noch die aktuelle Madame, die ich kaum mehr auf dem Radar habe. Erst bei der Titelgeschichte mit den Editorials in 3-D fiel mir wieder ein, dass ich dazu mal eine Nachricht im Briefkasten hatte. Verwunderlich ist meine nicht-zur-Kenntnisnahme anhand der ersten durchblätterten Seiten nicht:
Ein Schuh-Special, Reissverschlüsse als neuester Trend, die besten Schlankmacher und letztlich die Stylingtipps für 30-50-jährige Frauen beweisen, dass die Mittzwanziger schlichtweg nicht zur Zielgruppe gehören. Umso innovativer ist dafür die Idee, alle Editorials in 3-D zu gestalten - gleichzeitig die logische Fortsetzung von dreidimensional präsentierten Modenschauen (in diesem Fall von Burberry) .
Im Taxi setzte ich also meine Brille auf und blätterte mich durch die Seiten. Besonders die Hintergründe wie Wüstenlandschaften, futuristische Graphiken oder eine Tierwelt profitieren von der Inszenierung. Die Kleider kommen dadurch aber auch nicht besser zur Geltung als ohnehin schon. Eine nette Idee also, die sich vermutlich nicht durchsetzen wird - oder wie seht ihr das?