Zugegeben, ich war ein wenig erstaunt, dass Hussein Chalayan dieses Mal keine aufwendigen, sich transformierenden Kunstwewerke auf dem Laufsteg präsentierte, sondern auf ein ganz gewöhnliches Défilé setzte. Noch dazu waren seine Entwürfe wesentlich sportlicher und tragbarer als zuvor - am Ende zählt wohl doch nur der Verkauf. So kamen mir neben funkelnden eleganten Abendkleidern primär moderne Indinia-Jones-Interpretationen entgegen. Capes, Fernrohre und wippende Hüte wurden zu einem merkwürdigen Musikmix über den Catwalk gesendet. Carmen Kass, Tanja Dziahilevia oder auch unsere Laura Blokhina schlurften in ihren offenen Clogs daher und es erstaunte mich, dass trotz unterschiedlichster Entwürfe eine gewisse Stringenz der Kollektion zu erkennen war.
Die Brillen einiger Models formten das Wort Mirage: das Trugbild. Also nicht das, was es scheint? Ohne Frage hat es Hussein Chalayan mit seiner Kollektion geschafft, zu überraschen.
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