Paris Fashion Week: Maison Martin Margiela FW11
Für die Show von Maison Martin Margiela waren im Palais de Tokyo steile Stadionränge errichtet worden, von denen man selbst aus der vierten Reihe noch einen wunderbaren Blick haben sollte. Die Models liefen zu wechselnder Musik im gleichen, sehr langsamen Tempo, wobei sie manuell von Spotlights begleitet wurden und nicht nur das sollte Margiela von anderen Laufsteg-Erfahrungen unterscheiden: Die Musik wechselte in unregelmäßigen Abständen ohne hübsche Übergänge, sondern wurde immer wieder abrupt unterbrochen. Bei den ersten zwei Musikwechseln war ich noch von einem Fehler überzeugt, bis mir ein Licht aufging. Etwas irritiert versuchte ich mich wieder auf die Mode und nicht die Musik (im Kopf ging das Musikraten los) zu konzentrieren.
Das Gesehene war wie eine Fortzsetzung der Kollaboration Margielas mit Opening Ceremony - viele, auch teils rund verlaufende Reißverschlüsse machten gewöhnliche Schnitte besonders und die Verschlüsse der Jacken waren am Rücken, nicht wie gewohnt in der Front. Viele lange Silhouetten, dazu simple Lederboots mit Absatz und einer doppelten Sohle, manchmal jedoch verdeckt, da die Strumpfhosen darüber getragen wurden. Es begann mit rigiden, gelayerten Looks und ging dann zu mädchenhafteren, weicheren Silhouetten über - das Ende bestand aus leicht fallenden, bodenlange Tuniken, dezenten Blumenprints und Drapierungen. Eine durch Tragbarkeit überzeugende Kollektion, vor allem wenn wir uns an die letzte Kollektion erinnern.















