Thema journalismus

Eine Frage der Zeit

Der erste Eindruck zählt: generell im Leben und speziell in der Mode. Es passiert des öfteren, dass die Impressionen einer Kollektion tiefe Wurzeln in unserem Kopf schlagen, ohne dass wir jedoch fähig wären, eine Antwort auf die Frage "Warum?" zu geben. Ich denke nicht, dass es allzu übertrieben wäre zu behaupten, dass eine ästhetische Erfahrung das Potential hat fast schon irritierend komplex oder gar verstörend zu sein. Man denke dabei nur an all jene Momente, in denen man nicht mal fähig gewesen wäre zu sagen, ob man das, was man soeben gesehen hat, wirklich gemocht hat oder nicht.

Dies macht es verständlich, warum einige Moderedakteure vorsichtig sind wenn es darum geht, auf Kommunikationsplattformen wie Twitter zurückzugreifen, um die Kollektion gleich nach oder sogar schon während ihrer Präsentation zu kommentieren oder zu kritisieren. Der Grund für eine solche Zurückhaltung sollte nicht sofort als Angst vor Veränderung ausgelegt werden, die mit dem relativ neuen Medium Internet einhergeht.

Ein viel wahrscheinlicher Grund für diese Zurückhaltung könnte der folgende sein: Es braucht Zeit, um eine ästhetische Erfahrung zu verarbeiten. Zeit jedoch ist ein seltenes Gut in den heutigen Kommunikationsgewohnheiten.

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4Kommentare Gastbeitrag | | Kategorie: Designer

Invasion der Markenmagazine

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H&M, COS, Rika, Weekday, und Monki haben es schon. Ebenso die britischen Onlineshops Asos und Net-a-Porter. Und immer mehr Modemarken nehmen es in ihr Angebot auf. Die Rede ist von einem markeneigenen Magazin, das in den Filialen ausliegt oder online zu bekommen ist.

Diese Gratismagazine sind weit mehr als Werbekataloge für ihre jeweiligen Labels - sie enthalten Artikel über neue Trends, Musik und Popkultur, Reisetipps, Interviews, oder Leserbeiträge. Kurz gesagt: Sie bieten redaktionelle Inhalte, die teilweise mit gängigen Mode- und Lifestyle-Magazinen vergleichbar sind. Manche von ihnen entstehen sogar in den selben Redaktionen, die auch unabhängige Magazine produzieren.

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23Kommentare Gastbeitrag | | Kategorie: Mode

Welt Kompakt: "Wir drucken das Internet"

welt_kompakt.jpg Heute am Kiosk eures Vertrauens: Die "Scroll-Edition" der Welt Kompakt, ein "Medien-Experiment", bei dem Menschen, die normalerweise ausschließlich Texte im Internet veröffentlichen, eine Sonderausgabe der Tageszeitung produzieren. Mode, Kunst und Kultur dürfen natürlich nicht fehlen; mit dabei sind u.a. Julia Stelzner, Mahret Kupka und unsere Jessie. Ein kleines Video zu der Aktion gibt es hier.

6Kommentare Lisa |

Derek Blasberg kassiert 2.500 Dollar für Party-Bericht?

fno_alexa.jpg Wenn Journalist und Buchautor Derek Blasberg von der Party eines Magazins oder einer Marke berichtet, klingt das immer, als hätte man die Sause des Jahres verpasst. Mit A-Prominenz vollgestopfte Gästelisten, freier Champus, großartiger Live-Act und eine Prise Gossip, den Blasberg durch seine Freundschaften zu bekannten Models oder Designern streuen kann. Was wir uns laut Jezebel fortan merken können: So toll ist das vermutlich alles gar nicht, denn Mr Blasberg kassiert angeblich bis zu 2.500 Dollar für einen Party-Bericht - nur nicht von dem Medium, bei dem er schreibt, sondern den Ausrichtern der Party. Bei der YSL-Opium-Feier in New York war er "beratend" tätig und hat ein wenig auf dem Feld der "social media" ausgeholfen.

Teuer bezahltes Consulting für Firmen ist in der Branche üblich (wie auch sonst soll man sich die Luxusfummel leisten können), fraglich bleibt die Methode der direkten Bezahlung im Austausch gegen einen Artikel bzw. garantierte Berichterstattung. Ein ähnliches Thema im Bezug auf Blogs hatten wir schon mal angesprochen, worauf eine spannende Diskussion folgte, aus der hervorging, dass objektive Meinungen besonders im Modejournalismus schlichtweg nicht möglich seien. Gilt dasselbe für Blasberg und in dem Fall style.com, die den Artikel veröffentlicht haben? Was ist mit dem Thema Transparenz? Spannend finde ich hier, egal ob Recht oder Unrecht, eigentlich nur die Meinung von Außenstehenden (also von euch Lesern) - schliesslich kann man sich ja als Konsument aussuchen, ob man Texte von bestimmten Personen am Ende liest oder nicht. Mehr dazu übrigens auch bei The Cut.

13Kommentare Jessie | | Kategorie: Lifestyle

Zitat des Tages: Christopher Kane

ckane_designer.jpg Ob sich Designer (siehe auch Alber Elbaz) künftig Selbsthilfegruppen anschliessen sollten, um die omnipräsente Angst vor uns bösen, bösen Bloggern in den Griff zu bekommen? Auch Christopher Kane empfindet den Einfluss merkwürdig und glaubt, Blogs seien auf dem absteigenden Ast.

"It's a bit mad, isn't it? It feels like it's happened all of a sudden and at some shows this season the front row was just all bloggers. I think it will die down though, and people know what they are doing. No one who wants to read a serious review of a show is going to look at what a 14-year-old thinks. But it has become more critical; people can say what they want about anyone on a blog without consequences and that's quite scary. There are real repercussions for a designer if a photo of something is leaked by a blog; it can be copied in a fortnight and that can really harm a business. You have to be much more careful now."

Zumindest wissen wir jetzt, warum wir in London partout keine Einladung für Kanes Show bekommen haben... (Quelle)

22Kommentare Jessie | | Kategorie: Designer

Wu, Jacobs und Wang posieren im CFDA-Journal

Im diesjährigen Journal des CFDA-Awards werden die Entwürfe der Nominierten auf besondere Art und Weise dargestellt. Fotograf Craig McDean schnappte sich dafür die Designer und steckte sie in ihre eigenen Kreationen. So kommt es, dass Jason Wu (Kategorie: Swarovski Womenswear designer) eine grüne Robe über seinem Anzug trägt, Marc Jacobs (Ehrenpreisträger für seine Designs bei Louis Vuitton) die famosen Häschenohren aufsetzt oder Alexander Wang (ebenso der Swarovski Award for Womenswear) überaus maskulin und halbnackt posiert. Dank wwwd's Preview können wir nun kaum erwarten, wie wohl Proenza Schoulers Jack McCollough und Lazaro Hernandez (Accessory Designer of the Year) ihre Handtaschen als Boxhandschuhe tragen werden...

3Kommentare Jessie | | Kategorie: Fotografie

Spotted: Yu Masui

Wer erkennt diesen jungen Herren? Erst kürzlich erklärte The Moment "Boys in Birkins" zum heissesten Trend und stellte Bryan Boy, Jean-Paul Paula und Yu Masui vor. Letzterer saß, so glauben wir zumindest, gestern eine Reihe vor uns und hackte während der Show japanische Worte in sein Macbook. Zwar trug er neben Skinny Jeans und einem perfekt geschneiderten Cape nicht wirklich Frauenkleider, konnte aber bestens mit uns Damen mithalten. Abends dann auf der Party von Chloé Sevigny sichtete ihn Katja erneut mit seinem Laptop und in Prada-Spitze gehüllt. Der stets arbeitende Fashionisto Yu ist übrigens 29, wohnt in London und ist Journalist. Zu dem Interview mit ihm geht es hier.

1Kommentar Jessie | | Kategorie: Outfits

Praktikant/-in gesucht: Glam-Redaktion in Berlin

GlamPraktikantin.jpg Kurz was in eigener Sache am Rande: Glam sucht Verstärkung! Du liebst deinen Laptop mehr als dein Haustier? Du tippst schnell und am liebsten über Mode? Du magst Berlin und lebst im Idealfall auch dort?

Die Redaktion von Glam Deutschland sucht ab Mitte September eine(n) Praktikant/-in, der/die Erfahrungen im Onlinejournalismus mit Schwerpunkt Mode sammeln möchte. Kenntnisse in Photoshop und Excel sind von Vorteil, weitere Talente sind aber auch willkommen. Bei Interesse bitte eine Email mit kurzer Selbstbeschreibung an info (at) lesmads.de. Wir freuen uns auf euer Feedback!

Update: Vielen Dank für das rege Interesse! Wir haben die Stelle jetzt besetzen können.

2Kommentare Julia |
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Burda Style ChuhChuh Elle InStyle OK COOL