Thema istancool

Q&A mit Haider Ackermann

Mein persönliches Highlight bei Istancool sollte der Workshop von Haider Ackermann sein - der in Kolumbien geborene und in den Niederlanden aufgewachsene Designer ist im Augenblick everybody's darling in der Modebranche: Seitdem Karl Lagerfeld ihn als einzigen möglichen möglichen Nachfolger für seinen Posten bei Chanel vorgeschlagen hatte, wuchs das Interesse schlagartig. Mehr dazu lest ihr in "Der Mann, den alle wollen" bei Zeit Online.

Leider stellte sich heraus, dass er nur vor Designstudenten sprechen wollte, um diesen Tipps zu geben. Wir mussten also draussen bleiben, obwohl das Festival damit geworben hatte, alle Panels für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Anschluß schnappte ich mir Ackermann aber und bat ihn um eine Zusammenfassung. Leider waren seine Antworten nicht so recht zufriedenstellend. Hauptsache, man glaubt an seine Träume...? Hier das kurze Gespräch.

zum Artikel

7Kommentare Jessie | | Kategorie: Designer

Ausstellung von Stephen Jones & The Accent of Fashion

IMG_0486.JPG

In Istanbul sahen wir uns im Schnelldurchlauf die Ausstellung "The Accent of Fashion" gleich neben dem Vakko Fashion Center an, die kostenlos angeboten wurde. Stephen Jones, einer der bekanntesten und exzentrischsten Hutdesigner der Welt stellt dort momentan seine herausragendsten Hutkreationen vor, die nach verschiedenen Themen strukturiert und kunstvoll platziert wurden.

zum Artikel

1Kommentar Jessie | | Kategorie: Mode

Istancool: "Culture of the young" - Panel mit Ryan McGinley und Dan Colen

ryanmcginleyjeffersonhack.jpg

"Street Arts and It's Effect on Counter Culture" lautete der Titel des Panels mit Fotograf Ryan McGinley und seinem Freund und Künstler Dan Colen, das Jefferson Hack moderierte. Darin ging es um ihr Aufwachsen in New York, die damalige Jugendkultur und ihren Weg in die Kunstszene, so dass wir unseren Aufenthaltsort Istanbul für eine Stunde völlig vergaßen. Kaum zu glauben, dass die beiden seit ihrem 15. Lebensjahr engste Freunde sind und 10 Jahre in einer gemeinsamen WG hinter sich haben: Die Freundschaft wirkt ungleich, nicht auf Augenhöhe. Kirsten Dunst ruft aus dem Publikum "Jerseeeey!", als die beiden ihre Jugend in New Jersey beschreiben.

Ryan und Dan fahren zu dieser Zeit vornehmlich in die Stadt zum Skateboarden, später dann, bereits mit Wohnung in der Bleecker Street und dann in der Lower East Side, um von einem Rausch in den nächsten zu stürzen, die ganze Zeit high zu sein und Fensterscheiben zu zerbrechen. Ihr Zuhause ist die Straße, sie tummeln sich mit ihrem wachsenden Freundeskreis, zu dem auch Leo Fitzpatrick und Dash Snow gehörten, in U-Bahn-Tunneln, auf Hochhausdächern oder in Badezimmern. Klingt wie eine Szene aus "Kids" und war wahrscheinlich auch genau so. "I've probably been sitting on sidewalks too much", antwortet McGinley auf die Frage, ob seine Arbeiten nicht einfach eine anspruchsvollere Version von Graffiti-lastiger Streetart ist.

zum Artikel

2Kommentare Jessie | | Kategorie: Lifestyle

Istancool: Filmprojekt "Collapse Into Now" von Michael Stipe

IMG_0626.JPG

Nun finde ich nicht unbedingt Gefallen an der Musik von R.E.M. und verfolge auch nicht die Karriere von Michael Stipe, dem Kopf der Band. Trotzdem ist sein neues Filmprojekt "Collapse Into Now", das nach dem gleichnamigen neuen Album benannt ist, durchaus erwähnenswert und ein cleverer Schachzug, die Platte zu bewerben.

Die Grundidee: Zu allen Songs des Albums ließ er ausgewählte Künstler völlig frei und ohne Vorgaben einen Videoclip gestalten. Darunter sind James Franco, Sam Taylor-Wood und Sophie Calle, wovon die beiden letzteren mit auf dem Panel saßen. Jefferson Hack, Gründer von Dazed & Confused und AnOther Magazine (dem Hauptmedienpartner von Istancool), führte durch das Gespräch samt sechs Videovorführungen - James Francos Stück sowie ein Clip mit bisher noch nicht veröffentlichtem Material von Marlon Brando debütierten in Istanbul und werden wohl erst in den kommenden Tagen im Netz veröffentlicht.

zum Artikel

0Kommentare Jessie | | Kategorie: Lifestyle

Istancool: Tilda Swinton Q&A mit Serra Yilmaz

tildaswinton_instacool.jpg

Offene Fragestunde mit Tilda Swinton! Die schottische Schauspielerin und Gesicht des Modehauses Pringle of Scotland (ironischerweise sagte sie einmal "I don't give a shi* about fashion!") gab der türkischen Schauspielerin Serra Yilmaz beim samstäglichen Istancool-Panel ein erfrischend ehrliches und echtes Interview inklusive offener Fragen aus dem Publikum. Ungeschminkt, in Jeans und mit Comic-T-Shirt ließ sie es offensichtlich leger angehen, als einzige Eyecatcher trug sie aber bereits aus der Entfernung teuer aussehende Ringe.

Wie einen Schultrip beschrieb Tilda das Festival Instacool: So, als würde man mit all seinen Freunden abhängen und sich endlich mal wiedersehen. Dabei verwies sie auf Ryan McGinley oder Haider Ackermann. Ein Kernthema war für die einstündige Session nicht vorgegeben und das war auch gut so - so stieg sie direkt ein mit dem Satz: "Ich habe keine Karriereplanung, weil ich doch gar keine Karriere habe - das ist mein Leben." Auch Schauspielerin habe sie ursprünglich nie werden wollen, auf Vorstellungen wie "Hi, I'm Tilda, I'm an actress", könne sie gern verzichten. Was wir sonst noch über sie gelernt haben?

zum Artikel

3Kommentare Jessie | | Kategorie: Lifestyle

Sonntagspäuschen

sonntagspaeuschenJessie.jpg

Anderthalb Wochen auf Reisen, drei Zeitzonen, keine Zeit zum Kraft sammeln - nicht, dass das schlimm wäre. Im Gegenteil! Nur als ich nach einem spannenden und konzentrierten Nachmittag bei Istancool mit Michael Stipe, Sam Taylor-Wood oder Ryan McGinley probieren wollte, den Input schriftlich festzuhalten, gelang es nicht. Gut, erst einmal Fotos auswählen. Ausgewählt. Text schreiben? Es will einfach nicht. Dann kam mir ein mutiger Gedanke: Euch einen Tag in Ruhe zu lassen, einfach mal zu pausieren! In der Zwischenzeit schauen wir Istinye Park an, lauschen Sophie Calle und fliegen am Abend zurück. Morgen wieder in alter Frische, woll?

8Kommentare Jessie | | Kategorie: Lifestyle

Istancool: Location und Leute

IMG_0565.JPG

Das Festival Istancool findet dieses Jahr zum zweiten Mal in Istanbul statt und soll den Austausch internationaler Kultur fördern. Die Location war am ersten Tag das auswärts gelegene "Vakko Cultural and Fashion Center", ein hochmodernes und architektonisch spannendes Gebäude, das das Headquarter der türkischen Modemarke "Vakko" ist und erst letztes Jahr fertiggestellt wurde. Auf rund 9.100 qm befinden sich nicht nur die Büros, Showrooms oder ein Restaurant, auch ein riesiges Auditorium sowie ein TV- und Radiostudio gehören dazu. Nähere Informationen zu dem Bauwerk gibt es hier.

Gleich nebenan wurde ein Zelt für die derzeitige "Stephen Jones"-Ausstellung aufgebaut, die seine schönsten Hutkreationen präsentiert und zuvor schon im MoMu in Antwerpen gezeigt wurde. Obwohl das Festival für die Öffentlichkeit zugänglich ist, blieb der von uns erwartete Massenandrang aus. Zwar waren die Panels bis zum letzten Platz gefüllt, trotz des Staraufgebots von Kirsten Dunst über Tilda Swinton bis hin zu Terry Gilliam schien sich die Begeisterung aber nur in Grenzen zu halten. Ob es an der mangelnden Werbung gelegen hat? Wenn Ryan McGinley den Flyer nicht auf seinem Blog gepostet hätte, wären wir sicherlich auch nicht da...

zum Artikel

6Kommentare Jessie | | Kategorie: Lifestyle

Istancool: Istanbul International Festival of Culture

libmain1.gif

Habt ihr schon mal von dem Festival Istancool gehört, das Ende Mai zum zweiten Mal in Istanbul stattfindet? Ich nicht, aber das soll sich schleunigst ändern: Von Kunst über Mode bis hin zu Film und Architektur wird Kulturinteressierten vom 27. bis 29. Mai ein buntes Programm beim "Istanbul International Festival of Culture" geboten, das in Kooperation mit Liberatum, Englands Kulturinstitution schlechthin, Istanbul 74 sowie dem AnOther Magazine ausgetragen wird.

Das Festival soll Designer, Schauspieler, Filmemacher, Autoren und Musiker zusammenbringen und den Austausch und die Beziehung zwischen der Türkei und der internationalen Kulturszene fördern. Das Besondere: Das Festival ist für jedermann zugänglich und der Eintritt ist frei.

Teilnehmen werden Tilda Swinton, Kirsten Dunst, Courtney Love, Marco Mueller (Direktor des Venedig Filmfestival), Sophie Calle, Ricardo Tisci oder Ryan McGinley.

Haider Ackermann gibt einen Workshop, Michael Stipe präsentiert sein Filmprojekt "Collapse Into Now", Kirsten Dunst spricht über "What does Contemporary Cinema Tell Us About The World Today" und Sam Taylor-Wood stellt "The English Director", ein Stück von Samuel Beckett vor.

zum Artikel

6Kommentare Jessie | | Kategorie: Lifestyle
1
Burda Style ChuhChuh Elle InStyle OK COOL