MBFWB: Iris van Herpen
Backstage war der Trubel so groß, dass die Presse noch vor dem Dressen der Models herausgeschickt wurde, dann wollte Iris van Herpen erst nach der Show Interviews geben und zu guter Letzt verspätete sich die Show auch noch über eine Stunde. Was bei einer durchschnittlichen Kollektion nur für noch mehr Missmut gesorgt hätte, war bei der 27-jährigen Niederländerin absolut verkraftbar: Sie zeigte eine spektakuläre Couture-Kollektion, die auf dem Berliner Laufsteg seinesgleichen suchte.
Wenige Tage zuvor überzeugte sie noch im Rahmen der Pariser Couture-Woche ihre Kleider, nun wurde sie von IMG in unsere Hauptstadt geholt, um wie in den vergangenen Saisons für einen Hauch von Internationalität zu sorgen. Zu dröhnender elektronischer Musik wurden die skulpturalen avantgardistischen Entwürfe, die den Models nicht viel Freiraum zum Laufen erlaubten, in einer futuristischen Präsentation gezeigt. Ein Tentakelkleid mit haarigen Fühlern, Bienennester, Skelette, tausende Lamellen: von Tragbarkeit keine Spur, dafür aber Kunst am Körper.














