Literaturverfilmungen können ja oft auch gehörig in die Hose gehen, aber im Falle von "Lila, Lila" ist dem Schweizer Regisseur Alain Gsponer die Umsetzung gut gelungen. Nicht zuletzt die Hauptdarsteller Daniel Brühl und Hannah Herzsprung zaubern die nötige Magie zur Belebung des Skriptes bei, und wir bedanken uns jetzt schonmal beim Bestsellerautor Martin Suter, dass sich seine Geschichte vorher 300.000 Mal verkauft hat und dies Anlass genug war, die Verfilmung über einen Zeitraum von mehreren Jahren zu erkämpfen.
Kurz zusammengefasst geht es um unvorhersehbare Konsequenzen, daraus resultierende Gefühle und falsche (und dann vielleicht doch richtige) Identitäten. Und auch wenn der Meister gar nicht der war, der er zu sein schien, erweist sich sein vorgegebenes Image vielleicht am Ende doch als gar nicht soweit hergeholt. Was uns lehrt: Notlügen sind in Ausnahmefällen ein Umweg und nicht immer ein Vergehen.
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