Moderedakteurinnen an die Macht
Schmunzelnd las ich heute Morgen Marys Artikel "Die Editorialista" bei Myspace Laufsteg, da mir ein ähnlicher Beitrag eine Weile im Kopf herumschwirrte, ich die verkündete Meinung teile und dankbar bin für die Wortneukreation. Im Prinzip geht es in ihrem Eintrag darum, dass dank hiesiger Streetstyleblogs (vornehmlich Jak & Jil) das Scheinwerferlicht mittlerweile auf die Macherinnen hinter den Modezeitschriften geworfen und nur noch diskutiert wird, wie gut Kate Lanphear von der Elle UK ihren Lanvin-Ring kombiniert hat, dass Carine Roitfeld (die sogar schlanker als ihre Tochter Julia ist) heute mal Comme des Garcons und nicht wie üblich Margiela trägt oder Giovanna Battaglia von der italienischen Vogue L'Uomo tagsüber völlig stilsicher in ihrem D&G-Abendkleid über die Mailänder Straßen hüpft. Sicher, wir lieben diese Art von Tratsch und noch viel schöner ist das Anschmachten attraktiver Menschen.
Aber: die Damen sind nicht nur in wertvollen Kleidern unterwegs, auch könnten sie eigentlich Topmodels vom Typ groß, ultraschlank und perfekt gestylt sein. Da werden mittags keine Pommes vertilgt, wie man es noch bei den "normalen" (und glücklicherweise dennoch sehr erfolgreichen) Journalisitinnen Suzy Menkes oder Hilary Alexander glauben könnte. Die neue Generation ist im Vormarsch und boxt alle um, die sich nicht an die Regeln halten - letztlich die Vermittlung eines völlig verfremdeten Weltbildes.



























