Thema copycats

Das neue Lookbook der "Copycat" Zara

Gestern erschien das neue Zara-Lookbook für das anstehende Frühjahr und die augescheinlichen "Inspirationen" sind nicht zu übersehen: Chloé, Céline, ein wenig Isabel Marant und Jil Sander - und fertig ist der Look. Ja, bei Zara gibt es quasi die 1:1-Kopie vom Laufsteg für kleines Geld und ja, das ist nun wirklich nichts Neues. Angesichts des nicht vorhandenen Copyright-Schutzes in der Modebranche übrigens nicht einmal verwerflich. Und doch kommt meine jahrelange Einstellung "da sehe ich einfach drüber hinweg und kaufe" langsam zu einem Ende.

Bei einem Vortrag namens "Made in Sweden" im Rahmen der Stockholmer Modewoche sprach neben der Ministerin für Handel auch Ingrid Giertz-Mårtensson, CEO von Swedish Vision, über den Stellenwert von H&M für das Land und brachte nur lobende Worte über die Lippen - der Großteil des Designernachwuchses würde bei Hennes & Mauritz lernen und eine umfangreiche Ausbildung erhalten.

Auf die Frage, wie es denn mit dem Kopieren ausschaue, erklärte Mårtensson vehement, dass es sich keineswegs um exakte Kopien handele, sondern man sich vielmehr inspirieren lasse von Kollektionen und allen modisch relevanten Strömungen. "Es gibt doch heutzutage niemanden mehr, der sich nicht von seiner Außenwelt beeinflussen lässt", konterte sie und im Unrecht ist sie nicht. Der schwarze Peter ist angesichts des schamlosen Abkupferns tatsächlich mehr Zara zuzuschieben, die sich für keine Kopie zu schade sind. So groß auch die Versuchung ist, bei Zara den Laufsteg-Look zu ergattern: Ich bleibe standhaft. Inspirieren ja, direkt kopieren nein.

49Kommentare Jessie | | Kategorie: Mode

Opening Ceremony vs. Friis Company

Über Clogs lässt sich streiten, durchgesetzt hat sich das Schuhwerk in den unterschiedlichsten Varianten aber tatsächlich wegen Karl Lagerfeld, der die Modelle neu aufpeppelte und vergangenen September bei der Chanel-Show für den Sommer 2010 vorstellte. Opening Ceremony sprang gleich zu Beginn des neuen Trends auf den Zug auf und designte einen Stiefel, der durch Schnürung und Absatz recht annehmbar ist. Für den Winter wird es das Modell ausserdem mit Fell geben.

Copycats bleiben einem derartigen Verkaufsschlager natürlich nicht fern und so entdeckte ich im Onlineshop von Friis Company einen verdächtig ähnlichen Clog-Stiefel - lediglich die Form und Höhe des Absatzes ist anders. Der Preisunterschied spielt hierbei eine beträchtliche Rolle: Während OC 414 Euro berappt, sind es bei Friis "nur" 134. Zu welcher Variante man da wohl greift...?

14Kommentare Jessie | | Kategorie: Shopping

Copyright: Lessons from fashion's free culture

Bildschirmfoto 2010-05-28 um 11.39.05.png Was wären wir ohne unsere Leserschaft: Christoph sendete mir heute den Link zum Video "Lessons from fashion's free culture" auf ted.com. Darin erzählt Johanna Blakley auf amüsante Art und Weise über den nicht vorhandene Copyright-Schutz in der Modebranche. Passender könnte der Vortrag zur aktuellen Debatte im Netz nicht sein:
Aktuell mit Bettys Bild, das als Vorlage für ein T-Shirt bei Zara gedient hat, genau wie das offensichtliche Abkupfern von Miu Miu.

Rein rechtlich gesehen gibt es lediglich den Markenschutz, nichts verbietet jedoch die "Inspiration" von anderen Labels, was besonders die großen Ketten freut - Tom Ford hat aber schon ganz richtig erkannt, dass die "high street stores" trotz ihrer zahlreichen Kopien keine Bedrohung für die Luxusfirmen sind: "Es sind einfach nicht dieselben Kunden." So plump das auch klingen mag, kommen sich die Konsumenten tatsächlich nicht in die Quere und sichern damit die Koexistenz. Johanna Blakley erklärt an diesem Beispiel noch typische Verhaltensmuster von fashionistas und wie Trends gemacht werden ("top down, bottom up"-Industrie). Wie sich Labels vor Ideenklau schützen können, liegt ebenso auf der Hand: Kreiere etwas, das zu schwierig ist, nachzumachen... Mehr Infos gibt es auf readytoshare.org, zuvor ist folgendes Video aber Pflichtprogramm.

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7Kommentare Jessie | | Kategorie: Lifestyle

Katzenjammer: Zara kopiert Miu Miu

Dass Zara besonders gern bei grossen Designern ohne die geringste eigene Inspiration abschaut, ist lange kein Geheimnis mehr und bis zu einem bestimmten Punkt sieht man nun mal gerne weg, wenn die Herbstkollektion von Chloé eine Saison später günstig auf den Stangen hängt. Wenn jedoch so offensichtlich abgekupfert wird wie in folgendem Fall, müssen wir dem spanischen Riesenkonzern aber mal gehörig auf die Finger klopfen: Schämt ihr euch denn gar nicht? Der Katzenprint auf dunkelblauem Stoff stammt von Miuccia Prada und ihrem Label Miu Miu, die dazugehörige Kollektion wurde vergangenen Oktober in Paris gezeigt und ist seither quasi ununterbrochen in Editorials wiederzufinden.

Bei Zara wurde aus den Anzügen und kurzen Zweiteilern vom Laufsteg ein alltagstaugliches und (leider) zuckersüsses Jumpsuit Kleid, das nun für schlappe 26 Euro über die Ladentheke wandert. Immerhin wurde der Print nicht in allen Bestandteilen kopiert, sondern minimal verändert. So sehr es mir da in den Fingern juckt, das Teil selber zu besitzen, will ich standhaft bleiben- wenngleich Zara das wohl kaum interessieren oder stoppen wird.

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35Kommentare Jessie | | Kategorie: Mode

LnA kopiert American Apparel

smallsize1-14.jpg Tanktops und T-Shirts mit Rundhals-, V- oder U-Boot-Ausschnitten mit langen und kurzen Ärmeln in unzähligen Knallfarben kommen uns bekannt vor, schließlich hat sich American Apparel auf dem deutschen Markt unheimlich gut etabliert.

Eigenartig, dass das vor einem Jahr gegründete Label LnA original dieselbe Idee hatte und eben solche Shirts für Mann und Frau vertreibt. Wie war das noch gleich mit dem USP, dem einzigartigen Verkaufsvorteil? Und wo bleibt die Individualität? Die zwei Designerinnen aus LA erklären:
"We wanted to design the perfect basic, the new staple for every woman's wardrobe." Soso...

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10Kommentare Jessie |
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Burda Style ChuhChuh Elle InStyle OK COOL