"Wir ziehen nächsten Monat um... unser Büro ist zurzeit ein einziges Chaos!" schrieb mir Christene Barberich, Chefredakteurin der Website Refinery29. Ich stellte mir ein kleines vollgestopftes Büro mit vielleicht fünf Redakteuren irgendwo in einem Hochhaus vor, in dem im Team an den nächsten Geschichten gearbeitet wird.
Leicht verspätet stehe ich vor einem unscheinbaren Eingang irgendwo zwischen Church Street und Broadway in Tribeca, nachdem mich die Subway mal wieder den letzten Nerv gekostet hat, und bekomme gar keine Möglichkeit, einen Aufzug nach oben zu nehmen - die Stufen führen lediglich nach unten. Im ersten Untergeschoß trete ich in das riesige Großraumbüro mit einem kleinen Vorzimmer ein, die Wände sind vollbehangen mit Postern von Editorials und Lookbooks, in der Ecke steht ein Fahrrad, an einer anderen Stelle stehen gleich vier Webby-Awards und in mehreren Sitzgruppen arbeiten mehr als 20 Mitarbeiter an der Seite, die im Modebereich in der Kategorie Shopping, Trends, Beauty, Hot-Spots oder exklusive Deals seinesgleichen sucht.
Auf einem großen Bildschirm, der kurz vor der Küche bzw. dem Konferenzraum hängt, ist Chartbeat geöffnet, womit wir übrigens auch bei LesMads.de arbeiten - auf der Übersichtsseite sieht man, welche Links von welchen Websiten kommen, wer gerade über dich getwittert hat, was am meisten gelesen wird und wie viele Leute gleichzeitig welche Artikel lesen. Die Zahl dazu geht zum Zeitpunkt meines Besuches über 1.000, was auf extrem viel Monatstraffic schließen lässt. Philippe von Borries, Gründer der Seite und gebürtiger Kölner, erzählt später, dass Refinery auf rund 3 Millionen Besucher im Monat kommt.
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