RAFW: Stolen Girlfriends Club und Josh Goot
Und damit wäre die Rosemount Australian Fashion Week auch schon wieder vorbei - zwei weitere Highlights stehen aber noch aus: Stolen Girlfriends Club sowie Josh Goot.
Und damit wäre die Rosemount Australian Fashion Week auch schon wieder vorbei - zwei weitere Highlights stehen aber noch aus: Stolen Girlfriends Club sowie Josh Goot.
Fast hätte die atemberaubende Kulisse der Kollektion von Dion Lee die Show gestohlen. Die durchweg verspiegelten Flächen im Sydney Opera House sorgten gestern Morgen für eine kunstvolle Präsentation der Sommerkollektion des Jungtalents, die vorwiegend aus geometrischen und somit sehr starken, beinahe amazonenhaften Looks bestand.
Auf eine erfrischende Weise präsentierte mein Liebling Ellery die neueste Sommerkollektion bei der Australian Fashion Week. Anstatt einzeln wurden die Models pärchenweise über den Laufsteg geschickt. Die parallel gezeigten Looks ergänzten sich perfekt und zeigten ein gewohnt romantisches, aber stilsicheres Gesamtbild.
Shakuhachi ist eines dieser Labels, das die wichtigen Trends der Saison zwar aufgreift und somit keine überraschenden Looks kreiert, dennoch jedem Stück mit einer eigenen Note den nötigen Hauch Individualität verpasst. Während es vergangenen Sommer High-Waist-Schnitte und ein starker Hang zu den 70ern war, präsentiert Shakuhachi für die kommende Saison einen gelungenen Mix aus stilvollem Minimalismus und Exzentrik. Wie das zusammengeht?
Absolut passend zur feierlichen Stimmung der königlichen Hochzeit präsentierte Lover gestern seine märchenhafte Sommerkollektion "The White Serpent" bei der RAFW. Einige Kreationen könnten auch als Brautkleider dienen...
Letztes Jahr begeisterte Karla Spetic mit Autobahnprints, jetzt geht es farbenfroh weiter. Bei der Rosemount Australian Fashion Week präsentierte sie heute eine Kollektion, die ganz viel Lust auf Sommer macht. "Neonpastell" beschreibt die Farbauswahl wohl am ehesten, aber Spetic setzt genauso gern auf Orange - eine der Trendfarben in 2011 und offensichtlich auch noch ein Weilchen länger. Genau wie Hosenanzüge, hochgeschlossene Kragen und minimalistische Heels mit zwei filigranen Bändern à la Céline.
Endlich wieder Rosemount Australian Fashion Week (RAFW)! Auch wenn ich nicht vor Ort sein kann, so gibt es doch nichts Schöneres, als aus der Entfernung Bilder zu gucken.
Offiziell startet die Modewoche in Sydney heute und der Zeitunterschied kommt uns hier zu Gute - die Designs meines Lieblings Jade Arnsdorf wurden bereits vor einigen Stunden über den Laufsteg geschickt und Zimmermann, eigentlich bekannt für Schwimmmode, konnten schon mit hübschen Sommerkleidern begeistern. Bei dem Designerduo Bec & Bridge handelt es sich offensichtlich um Models, die am Werke sind. Ob die Kleider aber genauso gut aussehen?
Wenn der Name Rosemount Australian Fashion Week fällt, werde ich schnell hellhörig. Die Reise nach Sydney vor genau zwei Jahren bleibt nach wie vor unvergessen und machte mir australische Designer unheimlich schmackhaft. Anfang Mai steht nun die nächste Modewoche ins Haus und nichts passt da besser als ein Blick auf Dion Lees aktuelles Lookbook. Er gilt als einer der wichtigsten Jungdesigner in Australien - mehr über ihn zu lesen gibt es hier.
Die Streetstyle-Größen Garance Doré, Scott Schuman und Tommy Ton sind allesamt bei der heute endenden Modewoche in Australien vor Ort, lassen ihre Leser allerdings nur spärlich an ihren Erlebnissen in Form von Bildern teilhaben. Da frage ich mich ehrlich gesagt, was sie den lieben langen Tag treiben - eigentlich gibt es genug Material zum Knipsen, wie wir vergangenes Jahr feststellen konnten.
Glücklicherweise gibt es Personen, die mehr knipsen und so stolperte ich über das Zweitblog von Schuhkönig Matt: The Style Tyrant. Dort geht es leider ausschliesslich um Männermode, die Looks sind aber allesamt so feminin, dass auch wir Frauen uns davon inspirieren lassen können!

(Bild: Getty)
Frisch von der Designschule NSW TAFE, wohl das australische Equivalent zum Central Saint Martins, wurde Dion Lee bereits vor einem Jahr zum wichtigsten Nachwuchstalent der Modeszene erkoren. Auch seine gestern bei der zweiten Australian Fashion Week gezeigten Entwürfe liessen das Herz der lokalen Fangemeinde höher schlagen und ich komme ebenso wenig herum, die Kollektion als beste, innovativste und vom Handwerk herausstechendste zu betiteln.
Dass Lee der Sonderstatuts weiterhin eingeräumt wird, ist allein von der Location ersichtlich: Er durfte als einziger Designer in Sydneys Opera House präsentieren. Berichte findet ihr bei frockwriter und sehr ausführlich samt Studiobesichtigung bei Susie.
Zugegeben, dass ausnahmslos alle Designer in Sydney auf schlichte tragbare Mode setzen, stimmt nicht ganz. Anna Plunkett and Luke Sales, die Designer hinter Romance was born, lieferten gestern Abend eine beeindruckende Show während der RAFW ab und klotzten lieber, anstatt zu kleckern.
Nur Einzelteile sind dementsprechend auch wirklich tragbar, sorgen aber in ihrer Opulenz und den aufwendigen Details für Gesprächsstoff - die Kollegen vom Oyster Magazine setzen der Kollektion mit "pick of the year" die Krone auf und wenn ich mich ans letzte Jahr erinnere, wo treue Fans sogar Tränen bei der mindestens ebenso extravaganten Präsentation vergossen haben, dann muss die Begeisterung der Australier für das Label besonders gross sein. Mich persönlich erinnert das einfach zu stark an Karneval in Rio.
Die Linie des australischen Labels Kate Sylvester ist klar: Leichte Chiffon-Kleidchen, eine pastellige Farbpalette und mädchenhafte Silhouetten sind feste Bausteine der Kollektion für Sommer 2011. Was jedoch viel mehr Begeisterung findet als die unkomplizierten Entwürfe, sind die zuckersüssen Söckchenhalter, die sich um die unteren Schienbeine schlingen.
Die erste Assoziation kam aus dem orthopädischen Bereich, dicht gefolgt von dem Gedanken an die Funktionalität, denn die Gummiriemchen mit silbernem Clip verhindern das lästige Herunterrutschen des Strumpfes. Zu guter Letzt wird dann aber klar, was dieser neuartige Beinschmuck in erster Linie ist: Ein echter Hingucker!
Im Büro sichteten wir gestern weitere Looks von der Australian Fashion Week und waren uns einig, dass am anderen Ende der Welt verdammt viele gute Designs gezeigt werden und sich in einem Punkt stets gleichen: Die Kollektionen sind unheimlich tragbar und im Prinzip sehr simpel, haben aber Alleinstellungsmerkmale und Besonderheiten.
Etwas voreingenommen schaute ich natürlich trotzdem auf Karla Spetics Entwürfe für den Sommer 2011, da sie mich in den letzten Saisons stets begeistert hat und wir vergangenes Jahr sogar backstage auf Tuchfühlung gehen konnten. Karla blieb sich und ihrem Stil treu und setzte auf rosafarbene Bikinis und Kleidchen, Autobahnbilder auf Shirts und Kleider gedruckt, hochgeschlossene Kragen und lockere Zweiteiler.
In Skandinavien zeichnete sich während den Winterkollektionspräsentationen deutlich ab, dass der Turban wieder salonfähig gemacht werden soll. Die Kopfbedeckung orientalischen Ursprungs, die traditionell aus langen Stoffstreifen um den Kopf gebunden wird, hat sich weiterentwickelt zu einer badehaubenähnlichen Version, die besonders zu offenen Haaren und simplen Outfits ein Eyecatcher ist. Angestiftet zum Kauf hat mich die Kollektion von Carin Wester und auch Monki bringt im Herbst ein schniekes Modell heraus.
Bei der Australian Fashion Week griffen Camilla & Marc nun ebenso zu gewickelten Stoffresten, woraufhin mir einfiel, dass mein vor drei Monaten bei Ebay gekaufter Turban noch immer nicht angekommen ist. Wird höchste Zeit, ist es doch eine so schöne Alternative zu Hüten und Mützen.
"Thanks for watching...Buy the shoes from the show you just watched", hiess es da beim Livestream, der bei der gestrigen Show von Ellery während der Australian Fashion Week partout nicht funktionieren wollte. Immerhin konnte ich mir bei The Grand Social sofort ansehen, in welchen funkelnden Heels die Models just in den vorhergegangenen Minuten über den Laufsteg flaniert sind. So sieht es also aus, das Modell der Zukunft: Auch Burberry verkaufte seine Trenchcoats gleich im Anschluß an die Show. Das Geschäft wirkt besonders in Verbindung mit Livestreams attraktiv, da die Zuschauer das haben-wollen-Gefühl sogleich in aktive Käufe umsetzen können.
Geglitztert und gefunkelt hat es beim späteren Betrachten der Laufstegbilder nicht nur am Fuß, auch die restliche Sommerkollektion für 2011 hat Kim Ellery strahlend inszeniert. Sie setzt weiterhin auf aktzentuierte Schultern, ihre schulterfreien Powerfrau-Minikleider und Jumpsuits, neu sind allerdings die aus den tiefsten 70er-Jahren gegrabenen Glitzerschlaghosen!
Wenn Tallulah Morton eine Modenschau eröffnet, ist die Ausrichtung des präsentierenden Labels schnell klar: Hier handelt es sich um überhippe, leicht grungige Mode für Mädels, die die Trends zuerst und ganz im California-Style mit wenig Haut, viel Jeans und Spitze tragen. Das neuseeländische Label Stolen Girlfriends Club, das gestern bei der Rosemount Australian Fashion Week zeigte, hauchte seine für den Sommer 2011 gedachten Entwürfe obendrein noch ein wenig spirituell an, steckte den Models Federn in die Haare oder liess sie bedruckte Bandanas tragen. Zudem gab es kurze Röckchen, Lederhosen, Jeansjacken, ein wenig bauchfrei und eine Menge Jerseykeider samt Superwoman-Umhängen.
Das Topmodel der 15. Ausgabe der Rosemount Australian Fashion Week dürfte bereits am ersten Tag gefunden sein: Samantha Harris. Bekannt für ihre immensen Lippen, für die viele Hollywood-Schauspielerinnen wohl töten würden, ist die 19-jährige gerade auf dem besten Wege, Australiens spannendster Export zu werden. Den Einstieg ins Model-Business schaffte sie bereits 2004, nachdem sie Finalistin in einer Magazin-Competition wurde - sie verlor in diesem Jahr jedoch gegen Abbey Lee Kershaw.
Es folgten jede Menge lokale Laufstegjobs, Samantha schaffte es in ein Musikvideo und sah sich bei der London Fashion Week um. 2010 scheint aber erst ihr Jahr zu werden: Sie ziert diesen Monat die australische Vogue, durfte für die Märzausgabe bereits ein Editorial schiessen und modelt das Lookbook von TV. Die Medien feiern sie für ihr aussergewöhnliches Aussehen und mögliches erstes Supermodel mit Aborigines-Wurzeln - zuerst musste ich mich an sie gewöhnen, bin nun aber ebenso fasziniert...
Da schlafe ich einmal noch während des Sonntagabendfilms ein, um dann um halb vier in der Nacht hellwach zu sein. Neben akut schlechter Laune und gruseligen Augenringen hat mein nächtlicher Internetbesuch aber doch was Gutes: Ich konnte quasi zeitgleich mitverfolgen, was am ersten Tag bei der Rosemount Australian Fashion Week (abgekürzt RAFW, gleichzeitig das Hashtag bei Twitter) in Sydney vonstatten geht, da sie uns acht Stunden im Voraus sind. In Sachen Live-Ticker hinken die Australier ihren Kollegen in New York oder London nicht hinterher, sondern zwitschertern bereits im letzten Jahr so umfassend und schnell, dass wir Sekunden vor den Shows alle Looks aus dem Backstage-Report kannten.
Ein wenig sehnsüchtig blicken wir diesmal aus der Ferne auf die andere Seite der Welt, nachdem wir im Mai 2009 vor Ort sein durften. Damit auch ihr einen Eindruck bekommt, haben wir die spannendsten Twitter-Accounts für euch rausgesucht.