
Schon 40 Jahre ist Suzy Menkes in der Modeindustrie verwurzelt, dass ich ehrfürchtig vor ihrer Expertise in die Knie gehen mag. Das Portrait über die "Reich-Ranicki der Mode" im aktuellen ZEIT Magazin fasst knapp und gut zusammen, was man über die Modechefin beim International Herald Tribune wissen muss. So beeindrucken mich Aussagen der 65-jährigen, dass Mode "..von der Zukunft handelt" und "...dringend frische neue Stimmen braucht".
Menkes streitet allerdings ab, Designerkarrieren zerstören zu können und hört wahrscheinlich viel lieber, dass sie dankbarer Hebel war, um den Werdegang von Christian Lacroix und Christopher Kane positiv zu beeinflussen. Das erwirkt sie übrigens nicht durch ihren Geschmack, sondern durch ihr "Verständnis der Kollektion", das sie in für jeden verständlichen Urteilen niederschreibt. Eingestellt wurde Suzy übrigens von Anna Wintours Vater, der Chef des Londoner Evening Standards war. Den lesenswerten Artikel gibt es hier.