Wenn eine Vodkamarke einen Kunstaward verleiht, klingt das erst einmal so, als wolle man sich in einer nicht wirklich passenenden Branche etablieren. In der Modewelt ist es ähnlich, da vergeben große Biermarken Preise, Autohersteller sponsorn Modewochen. Und manchmal funktioniert die Zusammenarbeit durch die Wahl der richtigen Personen und Arbeiten, so dass sich ein Award etablieren kann - so zum Beispiel geschehen beim Absolut Art Award, den es seit 2009 gibt und der schwedische Vodkahersteller nur ganz subtil ins Spiel gebracht wurde. Auf der Preisverleihung in Stockholm vergangene Woche gab es bei dem eleganten Gala-Dinner beispielsweise den ganzen Abend über verschiedene Weinsorten, bis man sich zu späterer Stunde an Vodka-Cocktails wagte. Aber das nur am Rande.
Die diesjährige dritte Edition beruht auf all den kreativen Kollaborationen, die seit dem 30-jährigen Bestehen ins Leben gerufen worden sind. In Berlin ist es beispielsweise das "Made", in dem ich zuletzt Aloe Blacc lauschte. Eine hochkarätige Jury, deren Vorsitz Christine Macel, Kuratorin des Pariser Centre Pompidou, inne hat, vergibt also eine Auszeichung an einen internationalen Künstler, der auf besonders herausstechende Weise verschiedene Kunstformen miteinander vernetzt.
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