
Von der Präsentation doch wieder zur Laufstegshow: Obwohl Michael Sontag im Januar genauso wie das Publikum von der einzigartigen Präsentationsmöglichkeit schwärmte, kehrte er nun doch zurück zur klassischen Catwalk-Präsentation. Wieso, verriet er uns backstage kurz vor der Show: Es fehlte ihm an Bewegung und die Stoffe sollten fliegen. Zudem: Wer schlägt schon die Eröffnungsshow aus?
Während backstage die Stylisten langsam in Panik geraten ("Wir brauchen mehr Conditioner" und Boris Entrup fragt "Wer macht Gloss Control?"), erzählt Michael von der Kollektionsidee. Er wollte die Stimmung kurz vor einem losbrechenden Gewitter einfangen und auf dem Laufsteg wird mit der perfekten passenden Musik und einem leichten Windhauch genau dieses Gefühl transportiert. Los geht es mit gediegenen und entspannten Looks in Erdtönen, die beim Übergang zu sanfteren Tönen (bis hin zum rosafarbenen Minirock) positiver werden. Die drapierten Seidenkleider flogen durch die Luft, ein Eierschalenfarbener lockerer Anzug mischt sich zwischen coole Kleider und es folgt ein fließender sonnengelber Traum - fast so, als würde die Sonne gerade durch die dunklen Wolken brechen. Ein langes Cape und locker sitzende Hosen verraten, dass Sontag nicht vornehmlich auf Körperbetonung achtet. Vielmehr sieht man einem schwarzen drapierten Seidenkleid an, wie es auf der Puppe Gestalt durch Drapierungen angenommen haben muss.
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