Tourimagnet MET Museum: Die Ausstellung "Alexander McQueen: Savage Beauty" präsentiert bis zum 31. Juli rund 100 Kreationen und etwa 70 Accessoires aus dem Gesamtwerk des verstorbenen Designers. Von seiner ersten Kollektion aus dem Jahr 1992 bis hin zur "Atlantis"-Kollektion 2010 gibt es einen Einblick in seine umfassenden Arbeiten. Die Entwürfe stammen aus seiner 19-jährigen Karriere und wurden aus Privatkollektionen sowie aus den Archiven von Givenchy, wo McQueen mehrere Jahre für die Haute-Couture-Linie designte, von Freunden (wie beispielsweise Daphne Guiness) und Kollegen zusammengetragen.
Die Wartezeit betrug bei unserer Ankunft angeblich 15 Minuten, anhand der Menschenmassen dürfte sich die Anstehzeit aber locker verdreifacht haben. Um rechtzeitig den Flug nach Hause zu bekommen, zeigten wir unsere Presseausweise vor und durften mit einem zugedrückten Auge ohne Anstehen einen schnellen Blick auf die Entwürfe legen. Beinahe hätten wir dabei jedoch die Zeit in den nach verschiedenen Themen wie Romantic Naturalism, Primitivism, Exoticism oder Nationalism geordneten Räumen vergessen: Von Videoinstallationen seiner beeindruckend futuristischen Modenschauen, Hologrammen, mit Windmaschinen aufgeplusterte Modelle über güldene Vitrinen konzentrierten sich die Macher glücklicherweise auf eine kunstvolle und bis ins kleinste Detail durchdachte Inszenierung, die über den Gebrauch von Kleiderpuppen weit hinausgingen. Mal in hellem Licht, mal düster inszeniert, dann mit trübseliger Musik oder Stöhnen untermalt ist jeder Raum eine Fantasiewelt für sich. Dazu wurden einige Zitate des Designers verwendet: "I like to think of myself as a plastic surgeon with a knife" oder "I speant a long time learning how to construct clothes, which is important to do before you deconstruct them" sind mir besonders im Kopf geblieben.
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