
Melt! 2011: Zwischen Funklöchern, Freunden verlieren & nur teilweise wiederfinden, ständigem Abwägen, was man als nächstes ansieht, Anrufen und SMS, die nie durchgehen, extrem viel Tanzerei, Jubeln beim Sonnenaufgang, einem ständigen Grinsen auf den Lippen und der niedrigsten Taxidichte Europas - schon die erste Nacht war wahnsinnig, spaßig und abwechslungsreich, dass wir noch gar nicht so genau wissen, wie das heute getoppt werden soll.
Dabei hatte ich gar keine konkreten Lieblingsacts, die kommen erst heute und morgen. Also ließen wir uns nach fleißigem Vorglühen mit Jakob und David sowie meinen Mädels Susanna und Ari erst einmal von der Festivalatmosphäre mitreißen und begannen mit The Koletzkis, arbeiteten uns voran zu The Naked and Famous, verließen die Hauptbühne für Foster the People, die viel zu spät im Intro Zelt anfingen, konnten uns dann nicht wirklich durch The Drums begeistern lassen (die Spaghetti Bolognese, die währenddessen zur Stärkung eingefahren wurden, übrigens auch nicht), tauschten Robyn gegen den wirklich fabelhaften Gold Panda auf der Strandbühne und wurden dann von der ersten Müdigkeit bei Iron and Wine gepackt, die ziemlich mutig sehr ruhig und langatmig spielten.
Der Bass drang leicht durch das Zelt, denn nebenan eröffnete Paul Kalkbrenner auf der Main-Stage und sorgte bei seinen Fans mit seinem unverwechselbaren Sound für einen komplett gefüllten Vorplatz. Wir tanzten uns lieber bei Miss Kittin, die in ziemlich guter Verfassung war, warm - für den Höhepunkt des Abends: Boys Noize.
zum Artikel