Da habe ich mich vergangene Woche ausschließlich mit neuer Mode für den Sommer beschäftigt und doch hat nichts so recht vom Hocker gehauen. Fast leidenschaftslos wirkte das rückblickend. Gestern dann aber kam endlich was, das mehr Begeisterung hervorrufen konnte: Das Label Avelon, hinter dem Designer Erik Frenken steckt. Er schloss sein Modedesign-Studium an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste (KABK) in Den Haag mit Auszeichnung ab und erwarb 2004 am Central Saint Martins College in London einen Masterabschluss mit Auszeichnung. Anschließend sammelte er praktische Erfahrung, zunächst bei Alberta Ferretti und schließlich bei Viktor & Rolf, wo er vier Jahre lang als Head Designer of Women's Wear arbeitete.
Beste Voraussetzungen also, sich an ein eigenes Label zu wagen: Die aktuelle Herbst-/Winterkollektion überzeugt durch Tragbarkeit, Innovation und hübsche Details. Und hat ausnahmsweise mal nichts mit Colour-Blocking und grellen Farben zu tun. Frenken hat in seinem Atelier offenbar nächtelang ausgiebig mit unterschiedlichsten Materialien und Konstruktionsansätzen experimentiert. Herausgekommen ist ein vielseitiger aber stimmiger Mix aus feinem Jersey, grobem Strick und weichem Leder, in Form von geradlinigen Röcken, voluminösen Pullovern und weich fallenden Hosen.
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