Schon zum vierten Mal waren wir nun bei der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin. Nur zu gut erinnere ich mich an die erste Show von Puma in einem heißen und völlig überfüllten Zelt durch das Brandenburger Tor hindurch oder die ersten, von uns hibbelig erwarteten Aftershowparties in beeindruckenden Hinterhöfen. Mit der Zeit und nach Reisen zu internationalen Modewochen wurde die Begeisterung natürlich ein wenig gedämpft, Vorfreude kam spätestens in Berlin-Tegel dann doch auf.
Nach sechs langen Tagen ohne vernünftiges Essen, zu viel kostenlosem Sekt, dem ständigen Run zwischen Bebelplatz, Büro, der nächsten Off-Location und Afterparty bleiben nicht nur tiefe Augenringe und ein kaputter Rücken. Auch der allgemeine modische Eindruck ist rückblickend eher mau. Das Fehlen innovativer Ideen und die vorherrschende Farblosigkeit hinterlassen uns skeptisch. Nicht, dass alles schlecht gewesen sei, vielmehr ist es die Unaufgeregtheit, die konservative Machart oder der ständige Druck, international ernst bzw. erst einmal übrhaupt wahr genommen zu werden. Ganz klar: Fashion Weeks sind im Sommer einfach schöner. Die Atmosphäre, die Laune und das Wetter sind eben doch ganz klarer Bestandteil eines Erfolgsfaktors... Wagen wir einen kleinen Rückblick.
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