Das Video unseres Buch-Launches in Berlin
Nachträglich gibt es heute noch ein Video (produziert von Nico) von unserem Buch-Launch für alle, die nicht im Cabinet206 dabei sein konnten!
Nachträglich gibt es heute noch ein Video (produziert von Nico) von unserem Buch-Launch für alle, die nicht im Cabinet206 dabei sein konnten!
Der Vorgeschmack von Diana Orving bei der "Made in Sweden"-Show in Berlin konnte den in Stockholm präsentierten Entwürfen glücklicherweise nicht das Wasser reichen, handelte es sich vielmehr um Fortsetzungen ihrer altbekannten Entwürfe. Gestern präsentierte sie dann ihre rundum gelungene Hauptkollektion namens "You". "My ambition was to create a new wardrobe for myself. but it also ended up being a collection fpr You", erklärt Diana und (wer hätte das gedacht?) ich fühlte mich gleich angesprochen.
Die Inspiration der skulpturalen Entwürfe hat sie bei ihrer Freundin Sarah Assbring gefunden, die keine Geringere als die Sängerin hinter El Perro del Mar ist, die auch die Musik zur Show beisteuerte. Marmorstatuen dienten der Silhouette als Vorlage und der Print ist ebenso aus den Marmormustern abzuleiten. Mein Highlight waren die weiten silberfarbenen Hosen aus einem Viskose-Metall-Mix zu passenden Blazern. Dianas Ziel, für "powerful women" zu kreieren, ist ihr durchaus gelungen.
Parsival Cserer, Gewinner des Designer for Tomorrow Awardes 2010, zeigte seine Designs aus seiner aktuellen Kollektion "KNI....API" (der Kollektionsname setzt sich aus dem englischen Wort „knit" für „Strick" und "Tapisserie" für „Bildwirkerei"
zusammen) vergangene Woche bei der Berlin Fashion Week, die auch wir dokumentierten.
Passend zu den Kollektionsteilen ist nun auch noch eine dreiteilige Tuchkollektion von Cserer bei P&C erhältlich, die ein breites Spektrum an Wickel- und Tragemöglichkeiten bietet.
Da ist er wieder, der schwedische Minimalismus: Filippa K zeigte heute in einem sonnendurchfluteten Raum in der Bonniers Konsthall ihre Herbstentwürfe an Supermodels wie Frida Gustavsson und ließ nicht von ihrer bekannten Linie ab. Business-Mode mit geschicktem Layering, perfekt sitzenden Hosen und klassischen Mänteln, die manchmal an Calvin Klein und die 90er Jahre erinnerten.
Einen kleinen Vorgeschmack auf Ida Sjöstedts Herbstkollektion gab es bereits während der "Made in Sweden"-Show bei der Berliner Modewoche. In Stockholm eröffnete Ida heute die Fashion Week im Hotel Berns mit all ihren Kreationen, die wie gewohnt herrlich kitschig mitsamt Spitze, Satin, funkelnden Applikationen und Rosenblütenprints ausfielen.
Die Romantiker dürften sich bei den feenhaft den Holzboden entlang schwebenden Models in eine rosafarbene und bestenfalls geplüschte Welt geträumt haben, mich holten rosafarbene Spitzenleggings zu viel Satin aber zurück auf den Boden der Tatsachen. Trotzdem: die verspielten Prints und die mit Perlen und Kristallen übersäten Kleider- besonders die Eisprinzessinenkleider aus dem Finale- waren großartig. Vielleicht sollte sich Ida Sjöstedt allein darauf konzentrieren?
Obwohl es schon in Stockholm mit den Schauen weitergeht, gibt es noch ein Schmankerl aus der projektgalerie letzte Woche in Berlin: das frisch gegründete Label "Blame".
Auch dieses Wochenende darf wieder wild gefeiert werden. Die Bar25 feiert beispielsweise in Hamburg eine kleine Auferstehung. Und nicht nur Parties haben wir in petto - welche Schnäppchen-Highlights es außerdem gibt, erfahrt ihr wie gewohnt in der Auflistung. Happy Weekend!
Wir haben nun unseren eigenen "TV-Sender": LesMads.TV! Dort könnt ihr euch in Zukunft all unsere Interviews, Eindrücke von Modenschauen oder sonstige Videoaufnahmen bequem anschauen. Im Augenblick werden nur die zehn aktuellsten Videos angezeigt, in den kommenden Tagen wird noch ein wenig getestet und bald auch das Archiv online gestellt.
Aktuell im Repertoire sind zum Beispiel:
Aktualisiert wird automatisch, sobald eigens gedrehte Videos online gehen. Viel Vergnügen beim Stöbern.
Auf einen Favoriten kann ich mich in der Herbstsaison der Berlin Fashion Week nur schwer festlegen. Und das soll doch was heißen. Während überall darüber diskutiert wird, ob Berlin nun eine Modestadt sei oder international mit den Großen mithalten kann, haben wir uns auf die gesehenen Schauen konzentriert. Ganz einfach, weil sich unsere Hauptstadt vermutlich nie neben New York, London, Mailand und Paris einreihen wird und sie das auch gar nicht nötig hat. Berlin hat die Bread & Butter, die Premium, die Seek, Events abseits des Bebelplatzes und internationale Presse, auch wenn sich die wichtigen Chefredakteure nach wie vor nicht blicken lassen. Bei wwd wird der Modewoche aber eine ganze Rubrik gewidmet und dank Ana Finel Honigman findet sie auch auf style.com und beim Interview Magazine statt.
Das Gesprächsthema Nummer eins blieb der Verriss im Spiegel, den ich immer noch nicht gelesen habe. Ganz schön weit aus dem Fenster gelehnt, den dreitägigen Moderummel bereits vor Beginn als misslungen zu beschreiben. Christiane Arp von der Vogue konterte schnell mit einem Interview im Tagesspiel und die FAZ titelte "Scheitern sieht anders aus". Andernorts wird kritisiert, dass nicht kritisert wird. Hingegen lassen sich von Seiten der Nachrichtenmedien genauso wenig fundierte Kritiken der Schauen finden. Oder eine Einordnung jenseits der Diskussion um etabliert oder nicht etabliert. Nur Die Zeit schreibt, dass in Berlin ein Modegroßereignis ganz eigener Qualität herangewachsen ist.
"Der Denver-Clan geht in den Wald" - so lautete die Inspiration für die Herbstkollektion von Christine Pluess und Livia Ximénez-Carillo, die Designerinnen hinter mongrels in common. Wenige Tage vor ihrer opulenten Show im Berliner Bärensaal besuchte ich die beiden in ihrem Studio, während das finale Fitting lief. Im Interview reden sie über ihre Kollektion, das Styling sowie den deutschen Markt:
"Die internationalen Kunden stehen auf Berliner Mode. Der deutsche Markt ist für uns aber zunächst am Wichtigsten. Wir kommen aus Berlin und von daher würden wir gern eine gute Basis in Deutschland schaffen und diese dann international ausbauen," sagt Livia. Der erste große Schritt ist getan: Bald gibt es die mongrels in der Premium-Sparte von zalando.
Das Lachsbrötchen Anna Wegelin reiste mit ihrer kunterbunten Abschlußkollektion "Lapka" im Gepäck von Hamburg nach Berlin, um einen Teil dem Publikum bei Designer Scouts zu präsentieren. Neben drei weiteren Labels sorgte Anna bereits von draussen für gute Laune, da ihre beiden Models im Schaufenster posierten.
Was Hien Le wohl kommende Saison an unsere Körper zaubert? Genau wie Karlotta Wilde zeigte der Designer erst seine zweite Frauen- sowie Männerkollektion im Rahmen der Modewoche im Collect Showroom.
Die "Soul"-Schuhe von Trippen verfolgten mich vergangene Woche: Erst sah ich sie bei Maria auf Vanillascented, dann trug sie eine Schauenbesucherin bei Michael Sontag. Meine sofortige Euphorie wurde schnell durch die Meinungen anderer ausgebremst, bis ich angesichts dieser schicksalhaften Begegnungen dachte:
Pferd,- Space- oder Geisha-Schuhe hin oder her - die Dinger sind der Wahnsinn und dank wenig Steigung wie gemacht für mich! Trippen gibt es insgesamt drei Mal in Berlin und in dem Store in Prenzlauer Berg fand ich dann meine Größe.
Zwar blieb uns nur wenig Zeit für einen Abstecher zur projektgalerie im HBC, aber der hat sich allein wegen des kurzen Gesprächs mit der Schmuckdesignerin Mariafrancesca Pepe gelohnt, deren Arbeit ich in den letzten Jahren fleissig verfolgt habe.
All ihre Entwürfe namens "Fortuna" stellt Mariafrancesca erst während der London Fashion Week vor, der erste Blick auf die Stücke ist aber vielversprechend und wie gewohnt im MfPepe-Look. Kleidung wird es diesmal kaum geben, obwohl sie sich auf dem Gebiet genauso gut entwickelt hat.
Ausschließlich Models der Berliner Agentur "Mega Models" liefen bei Michalskys Überpräsentation im Tempodrom. Und obwohl die Band Alphaville ihr Comeback versuchten und der Film "Tron - Legacy" gespielt wurde, blieben Toni Garrn und Eveline Hall die Höhepunkte des Spektakels.
Toni, von der wir gefühlt schon ewig nichts mehr gesehen haben, lief in Berlin- ich hoffe, nichts auszulassen- keine andere Show und eröffnete und schloß lediglich bei Michalsky. Zum heimlichen Star avancierte außerdem die 65-jährige Schauspielerin Eveline Hall, die grazil über die Bühne schritt und den Jungspunden ordentlich Konkurrenz machte.
Einen Tag vor Ende der Modewoche in Berlin lehnte ich mich weit aus dem Fenster und kürte die Winterkollektion von Kaviar Gauche zu meinem Favorit aller gesehenen Entwürfe. Das 70er-Jahre-Flair in Form von Schlag- und Marlenehosen zu weiten Blazern kombiniert mit schlichten Seidenblusen und grober Spitze wurde durchgehend unheimlich stilvoll umgesetzt und variiert.
Zu sehen gab es fast ausschließlich Weiß (die Farbe, die im Sommer tonangebend ist), Cremefarben und "Karamellbeige" bei den fließenden Seidenroben.
Kurze Verschnaufpause: Beine hochlegen, viel Essen und gute Musik hören ist einen Tag nach Ende der Modewoche in Berlin mehr als nötig. Dazu passt für mich heute am Besten "Be still my heart" von Silje Nergaard. Ruhig und sooo schön!