
Okay okay, ich habe es verstanden: Ich bin einfach keine Prinzessin. Als mich die Bestellung des Alberta-Ferretti-Kleides vorgestern erreichte und ich das schwere Kleid gleich überzog, brauchte ich eigentlich gar nicht in den Spiegel schauen: Das war nicht ich. Und ich hätte es mir eigentlich denken können.
Trotzdem glaubte ich, meinen eigenen Kleidungshorizont mal sprengen zu können. Offen zu sein für neue Schnitte, andere Stile: Romantik eben. Viel davon. Mit viel Klimbimbim, Tüll, und dann auch noch in Altrosa. In Realität war es ein Graus und ich sendete Julia resignierend ein Spiegelfoto, schrieb das mit der Prinzessin darunter und bekam die prompte Antwort: Hätte ich dir auch sagen können, dass du eher skandinavisch puristisch bist. Aber Prinzessin im Kopf, das muss reichen.
Das Kleid ist also gerade auf dem Rückweg nach London (immerhin ist das bei The Outnet kostenlos), da flattert obenstehendes Bild von Peaches Geldof rein. Sie trug eine ähnliche aber bodenlange Robe von Ferretti bei der Europapremiere von "One Day" - und sieht gut aus. Aber seit wann ist sie 'ne Lady? Irritiert lerne ich trotzdem: Bleib bei deinen Leisten, Schuster. So "hart" das manchmal sein mag.