Rad Hourani: Tranclassic
Ein ganz wunderbarer Einstieg für die Schauen war die Vernissage der Ausstellung von Rad Hourani in der Galerie Joyce im Palais Royal, die bis zum 22. Juli der Öffentlichkeit zugänglich ist. Das Konzept: No Gender, No Rules, No Seasons. Ausgestellt werden die schwarzen Unisex-Entwürfe der letzten Kollektion des Kanadiers, welche in Bild, Video und auf Puppen gezeigt werden.
Die androgynen Looks zeigen eine Tendenz vieler Designer und Streetwear der letzten Saisons: die Grenzen zwischen Männer- und Frauendesigns werden dünner bis hin zu unsichtbar. Ein Stück in zehn verschiedenen Versionen: Das raffinierte Design erlaubt es der knopflosen Jacke, umgestaltet zu werden, so dass man sie nicht mehr wiedererkennt. Mit Accessoires verfeinert entstehen die unterschiedlichsten Looks trotz gleicher Ausgangsbasis. Mit der gleichen Grundlage arbeitet Rad Hourani im Übrigen immer, wie er style.com verriet: Er mache nie neue Moodboards, sondern verfeinere und erweitere lediglich.
Der kurze, puristische Film zeigt - genau wie die Fotografien - die zehn weiblichen Models und das zum Beginn der Mens Fashion Week. Ein Statement der Unwichtigkeit des Geschlechtes. Die Gesichter sind genau wie das Geschlecht bewusst gewählt: Von Helena Christensen, über Elisa Sednaoui, It-Girl Byrdie Bell bis hin zu Tasha Tilberg entsteht ein bunter Mix.
Mein persönliches Fazit ist positiv, ich würde nach dieser Präsentation fast alle Designs selbst anziehen, die Stücke meinem Freund überzustreifen hingegen würde schon etwas problematischer. Wie ist das also mit geschlechtsloser Mode für die Massen? Mit Skinny-Jeans und Boyfriend-Pants sind wir auf dem besten Wege, um Rad Hourani massentauglich zu machen, brauchen wir aber wohl noch ein paar Saisons.









rob
einfach nur göttlich!
ich liebe rad hourani bis ins mark!
mehr, mehr, mehr! :)