von Zsuzsanna in Kategorie: Events 2Kommentare

"Dirty Fashion Remix Vol. 2" - Die Show der Angewandten Wien

Das jährlich wohl größte Highlight der modeaffinen Meute in Wien ist zweifelsohne die Show der Modeklasse der Universität für angewandte Kunst. Donnerstagabend tummelten sich die Massen dieses Jahr vor der Remise, um die Kreationen der aufstrebenden Designtalente zu bewundern. Die Studenten der insgesamt vier Jahrgänge durften dieses Jahr zum zweiten Mal vom kreativen Schaffen des exzentrischen Designers Bernhard Willhelm profitieren. Die Show war ein Sammelbecken inspirierender Designs - das modehungrige Auge sollte an diesem Abend also nicht enttäuscht werden...

Im Gegensatz zur Show der Azubis02 war die Präsentationsform trotz ungewöhnlichem Grunderüst (die Remise war ursprünglich eine Bahn-Station) mit einem klassischen, langgezogenen Catwalk ausgestattet. Das war dann aber auch schon das Einzige, was die "Dirty Fashion Remix"-Show mit einer konventionellen Modenschau gemein hatte.

Eingeleitet wurde das anspruchsvolle Modeprogramm mit den Kollektionen der Diplomjahrgäge, von denen - wie erwartet - George Bezhanishvili unverkennbar hervorstach. Eine stilsichere Farbpalette und klassische Formen, die auf moderne Weise interpretiert wurden, transportierten zurecht unbändigende Begeisterung ins Publikum. Zu sehen gab es großzügig geschnittene Bundfaltenhosen, Rollkrägen in kräftigen Farben unter Tuniken und Mäntelschnitten, die auch Frauen neidisch machen - Bezhanishvilis Herbstkolletion war eines der Highlights der Show. Belohnt wurde der Georgianer mit dem Preis von RONDO und Vöslauer.

Die Entwürfe der vier Jahrgänge wurden schön abwechslungsreich präsentiert. Sie zeigten Kollektivdesigns zu verschiedenen Themen sowie eigene, komplette Kollektionen. Neben den etwas schwunglosen Themen wie Customized White Shirts oder Kimonos des ersten Jahrganges, waren die Kollaborationen des dritten und vierten Jahrganges mit den Themen sechs oder acht Silhouetten sowie Neuinterpretationen der traditionsreichen Loden umso ausgereifter.

Zu den stärksten Einzelkollektionen zählten meiner Menung nach die von Martina Tiefenthaler und Emil-Maria Beindl. Tiefenthaler zeigte einen tragbaren Mix aus entspannter Sommermode und einem Hauch moderner Avantgarde. Warme Farben und Prints wurden durch metallische Lippen, verdeckte Gesichter oder stramme Hüte gebrochen. For Your Bad Taste Empire My Dear war das Thema von Emil-Maria Beindl. Dekonstruierte Hemden und spannende Wickelteile wurden von den Männermodels stilsicher in den Raum getragen. Das Key-Accessoire waren Weihrauchkugeln, die dem Gesamtbild der Looks noch einen mythischen Hauch verliehen haben. Gleich zwei Auszeichnungen hat Anna Sofie Berger gewonnen. Ihre Kollektion m/m², die sehr cleane, grobe Silhouetten mit unterschiedlichen Quadratanordnungen in Blautönen zeigte, heimste das Fred-Adlmüller-Stipendium und den Preis des INDIE Magazines ein.

Weitere Preise des Abends:

Die Studenten der Angewandten haben dieses Jahr die Verschmelzung von Kunst und zeitgenössischer Mode wieder einmal bemerkenswert umgesetzt und gleichzeitig viel Tragbares präsentiert - eine große Leistung, von der sich so einige etablierten Größen noch eine Scheibe abschneiden können...

Die Bilder der Show "Dirty Fashion Remix Vol.2":

Weitere Eindrücke der Show seht ihr bei ASVOF oder Blica.

Tags: event, kollektion, laufsteg, show, wien

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2 Kommentare

  • Ali

    Wow, tolle Show! Da wär ich gern dabei gewesen:)
    Ich liebe diese abgefahrenen Outfits, die man eigentlich nicht alltäglich tragen kann! Außer natürlich Lady Gaga...obwohls für die wahrscheinlich schon wieder zu langweilig wär;)
    Echt super Bilder!
    LG
    Ali

  • Kat

    oh ihr wart ihn wien...:)

    Kat

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