Lookbook: Undercoverism Sommerkollektion 2011
Zugegeben: So richtig Durchblick haben wir bei der neuen Sommerkollektion 2011 von Jun Takahashis Label Undercover, das auch öfter mal Undercoverism genannt wird, nicht. Der japanische Designer hat sein Street-Fashion-Label bereits 1989 gegründet, als er noch Student an der Bunka Academy of Fashion war. Dass seine Arbeit kurz darauf schon auf großen Fashion Shows in Tokyo und Paris gezeigt wurde, ist für manche vielleicht nicht ganz nachvollziehbar, in Anbetracht der Einzigartigkeit seines Stils aber keineswegs überraschend.
Die Looks von Takahashi sind auf der einen Seite fast schon Old-School, auf der anderen Seite kann man nicht abstreiten, dass sie eine sehr starke futuristische Strömung ausstrahlen. Mit der winzig gebauten Stadtlandschaft samt Mini-Autos und Mini-Menschen und den viel zu kurzen Hosenbeinen und Ärmeln erinnert uns das Lookbook an eine moderne Version von Alice im Wunderland, bei der ein kleines Kind wie durch Zauberhand zum Riesen heranwächst. Die Stimmung ist generell ein wenig skurril, da es anfangs nicht klar ist, ob es sich bei dem Model um eine Frau oder einen Mann handelt. Die Figur ist sehr androgyn, die Kleidung gerade geschnitten und das Gesicht durch lange Haare und Kapuzen verdeckt. Von hellen Nude-Tönen bis blitzblau ist die Farbpalette reich bestückt. Auch die Wahl der Materialien ist vielseitig. Es ziehen sich viele Naturfasern wie Baumwolle und Leinen, aber auch synthetische Stoffe wie Nylon, das der Hauptbestandteil der Regenjacken- Modelle ist, durch die Kollektion des Japaners.
Wie schon gesagt, die Kollektion verwirrt uns und genauso fällt auch das Urteil aus: So ziemlich alle Kollektionsteile sind Casual und im Grunde ungewöhnlich. In Takahashis Übersetzung wirken die Zusammenstellungen allerdings sehr einfallsreich und ausgefallen.
Das Lookbook zur Sommerkollektion 2011 von Undercover:
Via Hypebeast



















