
Nach Obdachlosen und Bodybuildern bei den letzten beiden Shows von Patrick Mohr am Bebelplatz kann ich eine gewisse, gut ausgeprägte Neugier in Bezug auf die Präsentation seiner Sommerkollektion 2011 nicht leugnen. Selbstverständlich hat sich der Münchner wieder etwas überlegt: Geweißte Coneheads mit flauschigen Backenbärten liefen dieses Mal über den Catwalk, die allerdings deutlich weniger als sonst von der zweifelsohne beeindruckenden Kollektion ablenkten...
Nachdem man sich einmal an das aufwendige Styling der männlichen und weiblichen Models (Lob an die Maskenbildner) gewöhnt hatte, konnte man sich voll und ganz auf die vorrangig beigen und knallroten Looks konzentrieren. Die nach unserer Meinung nach bisher beste Kollektion Mohrs überzeugt mit absolut "tragbaren" Entwürfen, die Hosen wie immer extrem gut geschnitten, die Kleider/Jacken/Überwürfe ausgestattet mit gekonnten Details wie transparente Einsätze, Tunnelzüge und an losen Fäden hängende Taschen.
Einzig die nicht zu übersehende Magerheit der Models, jenseits von Gut und Böse, stoß uns sehr negativ auf - wollen wir sowas sehen? Nein, lieber Patrick Mohr, bitte nicht.