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Von Palmen und Papageien

Vielleicht hat alles mit Maarten van der Horst angefangen, diesem niederländischen Modewunderkind und Absolventen des berühmten Central Saint Martins Colleges: in seiner Abschlusskollektion, die im letzten Jahr für den Winter 2011 während der Londoner Fashion Week gezeigt wurde, widmete er sich hauptsächlich tropischen Prints auf weit geschnittenen Hemden, kurzen Kleidchen und Hosen. Ganz besonders raffiniert waren dabei zudem noch die wallenden Chiffonrüschen, die wie sprießende Blüten in sanften Pastelltönen unter und über den Kleidungsstücken wucherten. Man kann vielleicht sagen, dass dieser junge Mann das Hawaihemd so wieder salonfähig machte - jedenfalls gab es nun kürzlich auch exotische Drucke in Stella McCartneys Resort-2012-Kollektion zu bewundern, und jetzt entzückt uns das relativ erschwingliche spanische Modehaus potipoti mit herrlich luftigen Kleidern und Sommershorts mit Papageienmuster.
J'adore!

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2Kommentare Claire |

Schön wie eine Kräuterhexe

Wie üblich ist es dem amerikanischen Großmeister der Mode, Marc Jacobs, wieder einmal gelungen, mit seiner jüngst auf der New York Fashion Week vorgestellten Kollektion die geballte Aufmerksamkeit der Modewelt auf sich zu ziehen. Was wir dort auf dem Laufsteg von hochkarätigen Models vorgeführt bekommen haben, lässt sich wohl mit nichts zuvor Gekanntem vergleichen, es ist ein wildes farben-, muster- und formenreiches Potpourri aus verschiedensten Stilen, in die man sich, sofern ausreichend modemutig, im kommenden Winter wird hüllen dürfen.

Überdimensionale, pelzige Riesenschlapphüte, üppig ausgestellte Wollmäntel in knalligem Violett und Tannengrün, kugelige, knöchellange Röcke und Kleider aus glänzend gemusterten Brokatstoffen oder glitzernden Plüschpelzen, mit großen Sicherheitsnadeln zusammengesteckte Häkeldeckchen als Schulterüberwurf, grelle Farbkombinationen aus Giftgrün, Lila, Knallgelb, Himbeerpink und Bonbonrosa, Patchwork, Hahnentritt und zu guter Letzt noch die mit reichlich Perlen oder Blütenapplikationen geschmückten Schnallenschuhe - allein dieses Chaos in Worte zu fassen ist anstrengend und außerordentlich ermüdend, und der Anblick erst - nun ja. Persönlich bin ich zum Einen begeistert von so viel unerschöpflicher Kreativität, und zum Anderen entsetzt angesichts eines so offensichtlichen Modewahnsinns. Wer zum Teufel, lieber Herr Jacobs, möchte denn so gekleidet herumlaufen?

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9Kommentare Claire |

Limettengrün, das neue Schwarz

Vollkommen entzückt habe ich in der vergangenen Woche die Präsentation der exklusiven Haute Couture Kollektionen in Paris verfolgt. Angesichts dieser geballten Raffinesse, der unübertrefflichen handwerklichen Qualität, diesem einzigartigen Inbegriff von Schönheit und Ästhetik drängt sich bei mir immer wieder das wütende Unverständnis über all jene Menschen auf, die Mode als überflüssigen und dämlichen Schnickschnack abtun. Liebe Leute, bitte, werft einen einzigen Blick auf die Pariser Haute Couture - diese hohe Schneiderkunst leistet einen wertvollen Beitrag zu unserem kulturellen Leben, ebenso wie feinste Kunst, Architektur oder Musik. Wer für all diese Kulturbereiche keinen Sinn hat, den halte ich für außerordentlich bemitleidenswert. Punkt.

In der kommenden Haute Couture Saison spielen die Farben eine wichtige Rolle. Alexis Mabille bediente sich an den herrlichsten Couleurs des Regenbogens, und entwarf angenehm unifarbene, paradiesische Kleider in Pink, Orange, Lachsrosa, Smaragdgrün, Zitronengelb, und eleganten Blautönen von Zarthell- über Preußisch- bis Nachtblau. Dem jeweiligen Look entsprechend trugen die Models farbig geschminkte Gesichter und opulenten Rosenkopfputz. Fantastique!

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4Kommentare Claire |

Modepüppchen hinterm Steuer

Neuerdings fahre ich Auto. Ich fahre nicht besonders gut, aber immerhin nehme ich endlich Fahrstunden, das wollte ich schon seit Monaten tun, und nun rückt der 18. Geburtstag langsam aber sicher näher, da will man dann als volljähriger Mensch schon in der Lage sein, mit Muttis Karre auf dem Schulparkplatz vorzufahren.

Apropos: beim Erlernen des rückwärtigen Einparkens fragte ich mich neulich: was für ein Auto fahren eigentlich waschechte Modepüppchen? Diese Frage ist durchaus relevant, schließlich gilt auch das Auto heute nebst Handtasche und Lippenstift als ernst zu nehmendes Accessoire jedes Karrieregirls. Gibt es in der Autobranche eigentlich auch so etwas wie eine Mode, nach der man sich richtet? Trends, die kommen und gehen, Modelle, die gerade besonders angesagt sind? Und: welches Auto "steht" wem?

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15Kommentare Claire |

Über die Alltagstauglichkeit des Minihöschens

Die Modewelt steckt voller Wunder. Und Rätsel. Zu jeder anbrechenden Sommersaison frage ich mich nämlich beispielsweise aufs Neue, was uns einige Designer mit diesen wahnwitzig kurzen Höschen - warum nenne ich sie nicht gleich mal Schlüpfer? - sagen wollen, in denen zur Laufstegschau schmale Models über den Catwalk flanieren, immer in kompletter Kombination mit High Heels, Handtasche und Jäckchen.

Dass hinter den minimalen Shorts ein pragmatischer Aspekt steckt, kann ich mir kaum vorstellen - zwar sind die deutschen Sommer bisweilen sehr schwül, jedoch sind leichte Sommerröcke dabei vollkommen ausreichend, und Stoff sparen müssen renommierte Designer wie Marc Jacobs, der in seiner pastellfarben-getönten Sommerkollektion für Louis Vuitton ein besonders knapp geschnittenes Modell des Luxus-Schlüpfers präsentierte, und Nicolas Ghesquiere, der für Balenciaga das Minihöschen mit einer wuchtigen Neoprenjacke fusionieren ließ, ganz bestimmt nicht. Doch wann soll die Zwergenausgabe der Sommershorts denn nun eigentlich zum Einsatz kommen?

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13Kommentare Claire |

Trés chic: der Ohrring

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Der Ohrring ist das Schmuckstück der Saison, diese These sei zu Beginn des Jahres einmal aufgestellt. Zwar taucht der Ohrring noch nicht ganz verlässlich auf den Streetstyleblogs oder Musthave-Seiten der Modemagazine auf, aber spätestens seit Danielle Scutt's fantastischem Lippenstift-Teetassen-Ungetüm von einem Ohrring kann mit einem großen Revival dieses Accessoires gerechnet werden.

In den letzten Jahren genossen Ohrringe nämlich meines Erachtens kein besonders großes Ansehen. Die kleinen Perlen-Stecker, die viele junge Fräuleins zur Konfirmation bekommen, gelten im inner circle der Modewelt vermutlich ohnehin als Schwerverbrechen, und obwohl sich die Damen Taylor Tomasi, Anna dello Russo und wie sie alle heißen auffällig gern mit den gewagtesten Schmuckkreationen behängen, ist der Ohrring auch hier nur selten, und wenn dann in bescheidener Form, gesichtet worden.

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7Kommentare Claire |

La dolce vita für alle

Versace for H&M - kaum eine vielversprechendere Kooperation könnte sich das schwedische Modeunternehmen wünschen, um seinem massentauglichen Image wieder einmal etwas Glamour und Exklusivität einzuhauchen. 2004 launchte H&M mit Karl Lagerfeld die erste, limitierte Designer-Kollektion, innerhalb weniger Stunden waren die schwarzen Kleider, Jacken und Mäntel, exklusiv vom Altmeister der Mode persönlich entworfen, weltweit so gut wie ausverkauft. Es folgten Elio Fiorucci, Stella McCartney, Viktor&Rolf, Roberto Cavalli, Rei Kawakubo, Jimmy Choo, Sonia Rykiel, Matthew Williamson und zuletzt das französische Traditionshaus Lanvin - und Alber Elbaz äußerte sich über die Zusammenarbeit folgendermaßen:

I think I loved the idea that H&M was going luxury rather than Lanvin is going public. I thought it was a smart concept, so I said "I do".

In der Tat setzt der skandinavische Modegigant mit seinen kleinen Luxuskollektionen zu einigermaßen erschwinglichen Preisen ein äußerst kluges und raffiniertes Konzept um: so dürfen wir Massenmode immer wieder elegant, originell und qualitativ hochwertig erleben. H&M erscheint als der Vermittler zwischen traumhafter, irrealer Dekadenz und Exklusivität und dem gemeinen Volk, das für Designerkleidung normalerweise nicht die finanziellen Mittel hat. Mithilfe dieser Kooperationen wird Mode also demokratisch - und kann auf diese Weise vielleicht auch bestimmte Modeerscheinungen an ein größeres Publikum bringen und verbreiten.

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15Kommentare Claire |

Nachtportier, Schutzmann oder Skifahrer: der Kopfschmuck der Saison

In diesem Winter spielen Kopfbedeckungen eine wichtige Rolle. Es gab Zeiten, da schickten die meisten Modeschöpfer ihre Models für die Wintersaison eisern ohne das kleinste Hütchen auf den Laufsteg, was beispielsweise in den 50er Jahren undenkbar gewesen wäre, da ging kaum ein Mensch ohne Hut auf die Straße. Bekanntlich hat sich seitdem viel geändert, auch in der Mode. Der Hut gehört nicht mehr zwangsläufig zum guten Ton, man darf sich auch unbehütet unters Volk begeben. Trotzdem, wie gesagt: in diesem Winter möchte der Kopf hübsch bedeckt werden, und das keinesfalls nur mit profan-funktionellen Woll- oder gar Fließmützen.

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6Kommentare Claire |

In Zitronengelb durch den Winter

Neuerdings haben meine Hausgenossen und ich ein Werk des norddeutschen Künstlers Noah Wunsch im Wohnzimmer hängen. Natürlich vorerst nur probeweise, denn ob sich das abstrakte Stück Kunst auch wirklich langfristig gut in unseren eher puristisch gehaltenen Räumlichkeiten macht, lässt sich ja nicht in zehn Minuten feststellen.

Nach einer Woche des Probehängens kann ich jedoch sagen: dieses Kunstwerk darf bleiben. Es ist fantastisch. Auf gut zwei Quadratmetern Leinwand fließen herrlichste Rot-, Türkis- und Gelbtöne ineinander, das Ganze ist ein bombastisches Farbenspektakel ohne den Hauch von Kitsch oder gewollter Radikalität. Es ist ein Bild, das glücklich macht. Seit dem der Herbst nun also Einzug hält, verbringe ich täglich einige Minuten der Meditation vor diesem bunten Ding, da lässt sich der November-Blues gleich viel besser ertragen.

Warum nur laufe ich aber andererseits, sobald die Tage kürzer und die Temperaturen deprimierend niedriger werden, gleich im dunklen Mantel da draußen herum, wo doch kräftige Farben eine derart heilende Wirkung auf die sich mit der Winterzeit einstellende Jahresendmelancholie haben?

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5Kommentare Claire |

Der Mann und sein Bart: über Schurken und Schnauzer

Neulich war ich wieder mal kurz in Berlin, ich liebe diese Stadt, einfach herrlich. Besonders gerne treibe ich mich in Mitte herum, was nicht sonderlich erstaunlich ist. Berlin-Mitte hat diesen ultracoolen Charme, irgendwie scheint hier alles eine Spur moderner, origineller, lässiger, internationaler und schicker zu sein als anderswo, ich weiß auch nicht warum.

Was dem aufmerksamen Beobachter in Mitte außerdem auffällt, ist die Tatsache, dass hier überdurchschnittlich viele Männer Bart tragen, und zwar nicht irgendeinen Bart, sondern diesen speziellen, mehrtägigen Räuberbart. Schaut man sich die Bartmode in Berlin-Mitte an, weiß man, was Trend ist. Die Mitte-Herren mit Bart tragen nämlich auch große Brillen, Retro-Rucksäcke und Air Max. Sie sehen alle aus, als wären sie in einem ziemlich coolen Grafikbüro oder in einer PR-Agentur tätig, als bewohnten sie ein Loft mit Ausblick und als lunchten sie täglich in einem Asian-Fusion-Restaurant in der Torstraße.

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15Kommentare Claire |

Modestrecke im SZ-Magazin: "Abheben ohne abgehoben zu sein"

Das aktuelle SZ-Magazin Nr. 41 erfreut wie so häufig wieder einmal mit einer höchst ansehenswerten Modestrecke in der Rubrik Stil leben. Darin springt Hannah Herzsprung, die wir aus "Vier Minuten" und anderen hochgelobten Streifen kennen, mit wirrem Haarschopf in Wasserpfützen herum und präsentiert dabei ganz beiläufig die schönsten Zwirne der Wintersaison, unter anderem von Prada, Avelon, Céline oder Hermès.

Einhergehend mit dem stetig wachsenden Einfluss minimalistischer Silhouetten - nie waren Marken wie Acne oder Jil Sander beliebter als heute - scheint sich auch in der Modefotografie ein ernstzunehmender Wandel zu vollziehen. Die Zeiten des klassischen Barbie-Posings, bei dem uns Models mit viel Hüftschwung und versteinertem Zahnpastalächeln entgegen stierten, scheinen jedenfalls passé, da hilft auch Heidi Klums Modelschule auf ProSieben nicht mehr viel. Wer heutzutage ein anständiges Modemagazin aufschlägt, der darf darin nicht selten eigenwillig schöne Models mit struppigen Mähnen und ungeschminkten Augenlidern bewundern, die, natürlich in feinste Couture gekleidet, unbeteiligt auf Stühlen kauern, an nackten Hauswänden lehnen oder auch akrobatische Turnübungen vollführen, die eher nach Pilates als nach artifiziellem Brust-raus-Po-rein-Posing aussehen.

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7Kommentare Claire |

Herrenmode: Bitte schön, schick, maskulin!

Neulich hatte ich wieder eine kleine Sonntagabend-Depression, jeder kennt das, der Gedanke an das nahende Ende des Wochenendes ist nicht gerade beflügelnd. In solchen Fällen greife ich schleunigst in mein DVD-Regal und gönne mir eine Dosis "Breakfast at Tiffany's". Fantastisch! "Want to join me?", fragt Holly Golightly und klimpert eifrig mit den Wimpern, während sie graziös in ihrem traumhaften rosa Givenchy-Kleid über die Leinwand tanzt. Kann man sich ein inspirierenderes und erfrischenderes Programm vorstellen, als einen dieser herrlichen Streifen, in denen die Mode die schönste Nebenrolle spielen darf, zu schauen? Sämtliche der älteren 007-Filme zählen dazu (Money-Penny's Outfit gefällt mir immer wieder ausgesprochen gut), außerdem natürlich "Der Teufel trägt Prada", "Marie Antoinette" und selbstredend "A Single Man". Da sitzt man vor der Bildschirmscheibe, betrachtet Colin Firth, wie er in seinen einzigartig perfekten Anzug steigt, und möchte sogleich selbst Teil dieser glanzvollen Sixties-Epoche werden. Was waren die Herren damals schick!

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15Kommentare Claire |

Herrenmode: Das Mützchen

In geschlossenen Räumen Kopfbedeckungen jeder Art abzunehmen ist teil einer traditionellen, jedoch keineswegs altmodischen Etikette. Es gilt als eine Art des Respekts und der Höflichkeit, in der Schule, beim Meeting oder im Restaurant das Haupt unverhüllt zu präsentieren - schließlich demonstriert eine tief über die Augenbrauen gezogene speckige Wollmütze wohl kaum Anstand und Würde. Neuerdings ist der Hut-Trend zwar wieder äußerst populär, was bedeutet, dass nun immer mehr Leute mit bordeauxroten Jägerhüten durch die Fußgängerzonen flanieren, doch selbst diese schicken Modelle sollten beim Betreten geschlossener Räumlichkeiten entfernt werden.

Nun gibt es da aber noch den Mützchen-Trend, und zwar in der Herrenmode. Wer zurzeit mit wachem Blick durch Berlin-Mitte spaziert, wird mit Sicherheit zahlreichen, gut gekleideten jungen Burschen begegnen, die ein sorgsam auf dem Hinterkopf platziertes Mini-Wollmützchen ausführen, welches entfernt an die jüdische Kleiderordnung erinnert. An dieser Stelle kommt die Frage auf, ob das Tragen jener schmucken wollenen Kopfdeckung in überdachten Räumen ebenfalls als respektlos und unhöflich anzusehen ist. Denn sie sind doch winzig und niedlich!

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8Kommentare Claire |

Brutale Verführung

Wozu eigentlich der Fetish-Trend? In den Stilkolumnen und Laufsteg-Analysen einschlägiger, anständiger Modemagazine tauchen seit einigen Jahren immer wieder verlässlich begeisterte und detaillierte Beschreibungen dieser kontroversen Modeerscheinung auf. Die VOGUE UK titelte aktuell im "Runway roundup":

Fetish - look beyond the more extreme elements of this trend and play to the subtly seductive side of fetish dressing with tantalising sheer inserts, black lace blouses and keyhole necklines.

Fetisch - was heißt das eigentlich? In Meyers Lexikon finde ich unter dem Begriff Fetisch, der (von portugies. feitiço "Zauber(mittel) folgende Beschreibung:

Von den Portugiesen zunächst für westafrikanische Götterbilder gebrauchter Ausdruck, dann allgemein ein Gegenstand, dem eine übernatürliche Kraft zugemessen und der deshalb verehrt wird (Fetisch-Kult)".

Interessant ist auch die Erklärung des Wortes Fetischismus, dort lese ich:

1) Von Karl Marx in Gesellschaftstheorie und Sozialphilosophie eingeführter Begriff: Als Waren- bzw. Kapital-Fetisch bezeichnet er die Tatsache, dass Machwerke des Menschen - Waren und Kapital - die gesellschaftliche Produktion beherrschen. 2) In der Psychologie bezeichnet der Fetisch eine sexuelle Perversion, bei der Gegenstände als einzige oder bevorzugte Objekte sexueller Erregung und Befriedigung dienen.

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7Kommentare Claire |

Der Streifen-Klimbim-Firlefanz-Schnickschnack-Look

Unter erfinderischen Modemenschen hat sich in den letzten Jahren zunehmend ein Hang zu nahezu expressionistischen Outfits breitgemacht. Auf der einen Seite besteht bei vielen natürlich weiterhin die Liebe zu Minimalismus und Geradlinigkeit, während immer mehr Mutige offenbar ungeniert und wüst und wild sämtliche Kleidungsstücke und Accessoires, die der Kleiderschrank so hergibt, in einem einzigen Outfit zu kombinieren wissen (oder versuchen).

Streetstyle-Fotografen lieben diese Straßen-Eyecatcher. Entzückt knipsen Tommy Ton und Kollegen ein Bild nach dem anderen von besagten Herrschaften, die Blumensöckchen zu Killerheels, knallbunte Gummiarmbänder und schillernden Goldschmuck mixen; luxuriöse, orangefarbene Wollmäntel mit allerlei bunten Anstecknadeln vom Flohmarkt dekorieren, mindestens drei, in einigen Fällen vier verschiedene Handtäschchen in allen erdenklichen Variationen und Mustern transportieren, opulenten Haar- und Halsschmuck tragen, und zu guter Letzt meist auch noch mit weiterem sperrigem Firlefanz wie Vespa-Helm, Kaffeebecher und Moleskine-Büchlein bepackt durch die Gegend flanieren. Manchmal fragt man sich dabei: haben diese Damen eventuell ein oder zwei weitere, uns Normalsterblichen unsichtbare Arme?

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10Kommentare Claire |

Waldschrats' Edelzwirn

Im kommenden Winter wird der Waldschrat mit seiner äußeren Erscheinung modisch voll ins Schwarze treffen. Vergnügten wir uns in den letzten Wochen und Monaten mit klebrig-süßen Bonbonfarben, so geht es in nun in der kalten Saison mit naturbelassenen Wald-und-Wiesen-Looks weiter. Modeweltliebling Céline präsentiert holzmusterbedruckte Seidenhemden und -röcke, das Schweizer Haus Akris stellt gleich den ganzen, herbstlich nackten Baum auf bodenlangen Kleidern zur Schau.

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3Kommentare Claire |

Modische Exkurse

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"Wer sagt denn, dass man so exzentrisch sein muss wie sein Hund?"
Audrey Hepburn

Der kleine modische Exkurs zu sportlichen Schirmmützen als mögliche, alternative Kopfbedeckung für diesen Sommer hat nicht gerade für Begeisterungsstürme gesorgt. Warum auch, in dieser Saison sind Hüte in allen Formen und Farben modern, außerdem Turbane und Kopftücher. Hüte sind Trend. Und das dürfen sie auch sein, ebenso wie Knallfarben, Obstprints, Maxiröcke und Plateausandalen.

Ich habe nichts gegen Trends, auch dann nicht, wenn sie längst von den exklusiven Laufstegen feiner Luxuslabels in die Filialen großer Modeketten gelangt sind, auch dann nicht, wenn sie ein breites Publikum begeistern und sich selbst in Fußgängerzonen und Shoppingmalls bemerkbar machen. Die Modewelt richtet sich nun mal nach Trendentwicklungen, und nur wenigen Designern gelingt es, sich mit ihren Kreationen voll und ganz vom mainstream abzuwenden.

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24Kommentare Claire |

Très chic: das Käppi

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Freunde, schon gehört? Tragt Hüte! Jawohl!

Nun ja. Magazine aller preislichen und qualitativen Niveaus scheinen es sich seit mehreren Saisons einheitlich auf die Agenda geschrieben zu haben, in regelmäßigen Abständen mit dämlichen Titeln wie ''Auf der Hut'', ''Mut zum Hut'' oder ähnlichen Floskeln auf den anhaltend populären Hut-Trend hinzuweisen. So ganz neu ist das nun aber nicht mehr, meine Herrschaften. Und allmählich bin auch ich vor allem der Strohhüte, die es mittlerweile allüberall in allen Variationen zu kaufen gibt, überdrüssig.

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10Kommentare Claire |

Ikonen im Wandel: Die Olsen-Zwillinge

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Als ich vor einigen Jahren, mit 12 oder 13 Jahren, erstmals mit Interesse Modemagazine durchblätterte (ich muss zugeben, dass es sich dabei um eher konventionelle bis niveaufreie Lektüre handelte, aber jeder hat ja seine geheimen Jugendsünden), waren die Olsen-Zwillinge in den Mode-Klatschspalten allgegenwärtig. Einschlägige Zeitschriften und Magazine schienen es sich zur höchsten Aufgabe gemacht zu haben, den Stil der beiden berühmten Schwestern bis ins Detail zu analysieren, zu interpretieren und anschließend auf beliebten ''Klau den Look''-Seiten zu imitieren. Die Zwillinge erfanden in Karohemden, Latexleggins, Tory-Burch-Ballerinas und mit riesigen Handtaschen am Arm den bald heiß geliebten ''Glunge''-Look, eine Fusion aus Grunge und Glamour. Der unordentliche Haarschopf als abendtaugliche Frisur und überdimensionale Sonnenbrillen wurden durch Ashley und Mary-Kate Olsen salonfähig, zudem erkoren die beiden Ikonen den Starbucks-to-go-Becher zum It-Accessoire. Und mit dem wachsenden Einfluss der Modeblogs ließen es sich auch die dahinter agierenden Autorinnen nicht nehmen, zahlreiche Outfitbilder der Schwestern zu posten und in tiefsinnigen Artikeln auf das Höchste zu loben und zu bestaunen.

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10Kommentare Claire |

Gothic wird gesellschaftsfähig

Während man sich zurzeit vor einer bunten Farbkombination nach der anderen kaum retten kann und die Modewelt rundum colourgeblockt ist, sind die Aussichten für den kommenden Winter mehr als düster: auf den Laufstegen hat sich für die kalten Monate 2011 und 2012 der Gothic-Trend durchgesetzt, vermischt mit Elementen des Punk und nicht selten auch in Anlehnung an sexuellen Fetischismus. Glaubt man zahlreichen tonangebenden Labels wie beispielsweise Alexander McQueen oder Ann Demeulemeester, so sollten wir uns schleunigst kompliziert geschnürte Korsetts, aufwendigen, mit Nieten und Federn überladenen Hals- und Kopfschmuck, lederne Overknee-Stiefel und lange Handschuhe zulegen. Vorherrschend ist dabei vor allem eins: die Farbe Schwarz.

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7Kommentare Claire |
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Burda Style ChuhChuh Elle InStyle OK COOL