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Über die Alltagstauglichkeit des Minihöschens

Die Modewelt steckt voller Wunder. Und Rätsel. Zu jeder anbrechenden Sommersaison frage ich mich nämlich beispielsweise aufs Neue, was uns einige Designer mit diesen wahnwitzig kurzen Höschen - warum nenne ich sie nicht gleich mal Schlüpfer? - sagen wollen, in denen zur Laufstegschau schmale Models über den Catwalk flanieren, immer in kompletter Kombination mit High Heels, Handtasche und Jäckchen.

Dass hinter den minimalen Shorts ein pragmatischer Aspekt steckt, kann ich mir kaum vorstellen - zwar sind die deutschen Sommer bisweilen sehr schwül, jedoch sind leichte Sommerröcke dabei vollkommen ausreichend, und Stoff sparen müssen renommierte Designer wie Marc Jacobs, der in seiner pastellfarben-getönten Sommerkollektion für Louis Vuitton ein besonders knapp geschnittenes Modell des Luxus-Schlüpfers präsentierte, und Nicolas Ghesquiere, der für Balenciaga das Minihöschen mit einer wuchtigen Neoprenjacke fusionieren ließ, ganz bestimmt nicht. Doch wann soll die Zwergenausgabe der Sommershorts denn nun eigentlich zum Einsatz kommen?

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13Kommentare Claire |

Trés chic: der Ohrring

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Der Ohrring ist das Schmuckstück der Saison, diese These sei zu Beginn des Jahres einmal aufgestellt. Zwar taucht der Ohrring noch nicht ganz verlässlich auf den Streetstyleblogs oder Musthave-Seiten der Modemagazine auf, aber spätestens seit Danielle Scutt's fantastischem Lippenstift-Teetassen-Ungetüm von einem Ohrring kann mit einem großen Revival dieses Accessoires gerechnet werden.

In den letzten Jahren genossen Ohrringe nämlich meines Erachtens kein besonders großes Ansehen. Die kleinen Perlen-Stecker, die viele junge Fräuleins zur Konfirmation bekommen, gelten im inner circle der Modewelt vermutlich ohnehin als Schwerverbrechen, und obwohl sich die Damen Taylor Tomasi, Anna dello Russo und wie sie alle heißen auffällig gern mit den gewagtesten Schmuckkreationen behängen, ist der Ohrring auch hier nur selten, und wenn dann in bescheidener Form, gesichtet worden.

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7Kommentare Claire |

La dolce vita für alle

Versace for H&M - kaum eine vielversprechendere Kooperation könnte sich das schwedische Modeunternehmen wünschen, um seinem massentauglichen Image wieder einmal etwas Glamour und Exklusivität einzuhauchen. 2004 launchte H&M mit Karl Lagerfeld die erste, limitierte Designer-Kollektion, innerhalb weniger Stunden waren die schwarzen Kleider, Jacken und Mäntel, exklusiv vom Altmeister der Mode persönlich entworfen, weltweit so gut wie ausverkauft. Es folgten Elio Fiorucci, Stella McCartney, Viktor&Rolf, Roberto Cavalli, Rei Kawakubo, Jimmy Choo, Sonia Rykiel, Matthew Williamson und zuletzt das französische Traditionshaus Lanvin - und Alber Elbaz äußerte sich über die Zusammenarbeit folgendermaßen:

I think I loved the idea that H&M was going luxury rather than Lanvin is going public. I thought it was a smart concept, so I said "I do".

In der Tat setzt der skandinavische Modegigant mit seinen kleinen Luxuskollektionen zu einigermaßen erschwinglichen Preisen ein äußerst kluges und raffiniertes Konzept um: so dürfen wir Massenmode immer wieder elegant, originell und qualitativ hochwertig erleben. H&M erscheint als der Vermittler zwischen traumhafter, irrealer Dekadenz und Exklusivität und dem gemeinen Volk, das für Designerkleidung normalerweise nicht die finanziellen Mittel hat. Mithilfe dieser Kooperationen wird Mode also demokratisch - und kann auf diese Weise vielleicht auch bestimmte Modeerscheinungen an ein größeres Publikum bringen und verbreiten.

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15Kommentare Claire |

Nachtportier, Schutzmann oder Skifahrer: der Kopfschmuck der Saison

In diesem Winter spielen Kopfbedeckungen eine wichtige Rolle. Es gab Zeiten, da schickten die meisten Modeschöpfer ihre Models für die Wintersaison eisern ohne das kleinste Hütchen auf den Laufsteg, was beispielsweise in den 50er Jahren undenkbar gewesen wäre, da ging kaum ein Mensch ohne Hut auf die Straße. Bekanntlich hat sich seitdem viel geändert, auch in der Mode. Der Hut gehört nicht mehr zwangsläufig zum guten Ton, man darf sich auch unbehütet unters Volk begeben. Trotzdem, wie gesagt: in diesem Winter möchte der Kopf hübsch bedeckt werden, und das keinesfalls nur mit profan-funktionellen Woll- oder gar Fließmützen.

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6Kommentare Claire |

Der Blick zurück

Erstaunlich, verwunderlich, verblüffend - in diesem Winter halten die 60er Jahre wieder Einzug in unsere Kleiderschränke. Wie extravagant! Das gab's ja noch nie - da kommen urplötzlich Designer auf die Idee, ein längst vergangenes Jahrzehnt neu zu zitieren! Wahrlich ein Paukenschlag der Innovation!

Spaß beiseite. Natürlich ist das Wiederbeleben lange vergangener Trends in der Modewelt heutzutage Gang und Gebe. "Es ist schwer, avantgardistisch zu sein. Die Leute haben sich an alles gewöhnt", sagte Vivienne Westwood einst so weise, und da die Modeschöpfer in jeder Saison aufs Neue dem Problem der Ideenfindung gegenüberstehen, setzen sie vermehrt auf bereits erlebte und einst erfolgreiche, populäre Trends. Was wir heute, im 21. Jahrhundert, auf den Laufstegen sehen, ist nicht selten ein mehr oder weniger gut retuschierter, eigen interpretierter Abklatsch dessen, was bedeutende Größen der Modewelt wie Yves Saint Laurent vor 50 Jahren an Geniestreichen produzierten. Der in Berlin lebende Jungdesigner Hien Le sagt sogar ganz schlicht: "Es gibt (in der Mode) nichts Neues mehr."

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9Kommentare Claire |

Erfolg macht chic, aber Chic auch erfolgreich?

Zivil mit Stil: Berufliche Termine außer Haus? Jederzeit gern. Aber dabei will man doch bitte nicht aussehen, als säße man noch am Schreibtisch. Hier ein paar Empfehlungen für unterwegs

Diese amüsante Einleitung las ich kürzlich unter der Rubrik ''Stil Leben'' im aktuellen SZ Magazin. Die anschließende Modestrecke, sowohl stilistisch, modisch und fotografisch als auch grafisch in meinen Augen hervorragend umgesetzt, empfiehlt den Leserinnen, von denen sicherlich einige viel beschäftigte Businessfrauen sind, knackige und hochmoderne Looks für den Alltag als Vorstandschefinnen und Unternehmensberaterinnen.

Wie gut, dass es in Deutschland mittlerweile immer mehr junge Damen gibt, die mit Eifer und Intelligenz die Karriereleitern der großen Firmen erklimmen. Dem kreativen Modevolk haben sie es zu verdanken, dass sie dabei auch noch gut aussehen dürfen, zumindest gefallen mir die vom SZ Magazin zusammengestellten Outfits außerordentlich, beispielsweise bestehend aus einem Hahnentritt-gemusterten Anzug mit passender Bluse von Salvatore Ferragamo, trés chic; und auch die Kombination aus knallblauer Céline-Bluse und Lederrock zu Hermès-Schultertasche und Streberbrille sorgt in der modisch betrachtet eingestaubten Chefetage sicherlich für frischen Wind.

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16Kommentare Claire |
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Burda Style ChuhChuh Elle InStyle OK COOL