Thema mode

Hamburg: "i LIKe my stYLe" at BOYS BOYS BOYS

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In Hamburg sieht man noch immer derartig viele Menschen mit dem BOYS-BOYS-BOYS-Jutebeutel herumlaufen, dass man fast annehmen könnte, jener unkonventionelle Herrenausstatter habe sich mittlerweile doch zum populären Massenmodeladen gewandelt. Dass dem - natürlich! - nicht so ist, wurde mir am vergangenen Samstagnachmittag bei der hauseigenen kleinen Launchparty des "ILikeMyStyle"-Magazins mal wieder überdeutlich. BOYS BOYS BOYS ist und bleibt der feine Sonderling unter den hamburgischen Modegeschäften, und bot damit selbstverständlich den optimalen Rahmen für die Präsentation der 7. Ausgabe des originellen Printformats, höchstpersönlich vorgestellt von Magazin-Chef Adriano Sack.

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5Kommentare Claire |

Von Gold und Brillanten: ist Luxusschmuck überhaupt modisch wertvoll?

Neulich spazierte ich ganz beschwingt über Hamburgs feinste Einkaufsstraße, den Neuen Wall, natürlich nicht zum Einkaufen, sondern nur zum Schaufensteranschmachten, und da kam ich, so es der Zufall will, beim Kult-Juwelier Tiffany & Co. vorbei. Wie jedes andere modebesessene Mädchen auch bin ich natürlich großer Fan des Filmklassikers "Breakfast at Tiffany's" - allerdings habe ich noch nie die Eingangsszene dieses Films nachgespielt, mich demnach noch nie im schwarzen Abendkleid und mit Croissant und Coffee-to-go ausgestattet vor besagtem Laden positioniert. Betreten habe ich Tiffany erst recht noch nie. Eigentlich eine Schande, wenn man bedenkt, dass ein dortiger Aufenthalt laut Holly Golightly sofort für eine Verbesserung des seelischen Zustandes sorgen soll.

Nun ja. Daran dachte ich also, als ich kürzlich vor dem Hamburger Flagshipstore des Luxuslabels stand, und entschloss mich daher zu einem kleinen Ausflug in das Ladeninnere, aus reiner Neugierde.

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7Kommentare Claire |

Oman Streetstyle

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Als ich im letzten Oktober durch Südindien reiste, durfte ich dort die einheimischen Frauen in ihren fantasievoll gemusterten Saris bewundern - die würdevolle Art, mit der sie in den langen verschlungenen Gewändern, eines hübscher als das andere, durch die Straßen schritten, hat mich nachhaltig beeindruckt, und immer wieder dachte ich: wie langweilig und grau wir Europäerinnen uns doch kleiden! In der indischen Kultur haben die Frauen wenig Rechte, aber ihre äußerliche Erscheinung ist von einer besonders selbstbewussten Eleganz, die einen zeitweise vergessen lässt, dass der Subkontinent in Sachen Gleichberechtigung noch einiges nachzuholen hat.

Im Oman gestaltet sich die Situation der Frau ähnlich, jedoch sind hier Farbenfrohsinn und entblößte Häupter, sofern die Familie und der Ehemann gläubige Muslime sind, natürlich strengstens untersagt. Irgendwie erscheint es dem beobachtenden Touristen aber eigenartig, wenn eine bis auf den letzten Zentimeter Haut verhüllte omanische Frau an der Seite ihres Ehemanns in einem geräumigen Geländewagen über die Autobahn braust, oder im feinen Restaurant speist (wobei der Schleier für die Nahrungsaufnahme flugs gelüftet wird) - da treffen westlicher Luxus und religiöse Tradition in einer Weise aufeinander, die für den liberal erzogenen Europäer zunächst ungewohnt und fremd ist.

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6Kommentare Claire |

DIY: Der Schößchenrock

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Die Geschichte, die hinter diesem himbeerfarbenen Schößchenrock, handgefertigt im Atelier Clairette, steckt, ist dramatischer als man glauben mag. Das Theater begann kurz vor Silvester. Als Co-Gastgeberin organisierte ich eine wahnsinnig glamouröse Soiree zum Jahreswechsel, und da ich selbst den Dresscode "Cocktail" proklamiert hatte, konnte ich natürlich schwerlich in einem mittelmäßigen Kartoffelsack aufkreuzen. Also beschloss ich, wieder einmal ein Kleid zu nähen, das hat zu Silvester in meinem Atelier mittlerweile Tradition, und, das sage ich gleich, bereits im letzten Jahr glich die Kreation dieses speziellen Kleides einem einzigen Desaster, glücklicherweise mit überraschend positivem Ausgang, allerdings erst nach zahlreichen höchst theatralischen Nervenzusammenbrüchen (die Story dazu kann man hier nachlesen). Ich weiß auch nicht, warum es mir so unglaublich wichtig ist, das neue Jahr als avantgardistische Halbgöttin verkleidet zu begrüßen, nennt mich verrückt oder was auch immer, so ist das nunmal, tut mir leid.

Zurück zum Silvesterkleid 2011/2012: Vollkommen entzückt von Guccis vergangener Winterkollektion träumte ich von einem hochgeschlossenen, verschlungenen und rückenfreien Seidenkleid mit Beinschlitz, eben so wie das Modell Nr. 2 aus Frida Gianninis Kollektion. An diesem Punkt beginnt der Wahnsinn dieser Geschichte, denn ein solches Kleid ohne Schnittmuster und mit eher durchwachsener Nähkompetenz erfolgreich herzustellen ist, das weiß ich nun, ein Ding der Unmöglichkeit.

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7Kommentare Claire |

PULS.12: Die Show der Akademie Mode und Design in Hamburg

Sich für Mode und ihre zukünftigen Entwicklungen zu interessieren bedeutet auch, die junge Generation der Modeschöpfer mit wachsamen Blick im Auge zu behalten. Welche Designhochschulen bilden die begabtesten Schüler aus? Wo steht die freie Entfaltung der Kreativität im Vordergrund, wo eher die kommerzielle Ausbildung? Um das herauszufinden lohnt sich natürlich immer der Besuch einer der vielen ModeDesign-Fachhochschulen, die es auch hierzulande weit gesät gibt - besonders spannend finde ich es aber immer wieder, einer richtigen Modenschau der Absolventen dieser Schulen beizuwohnen, und selten lasse ich mir eines dieser Events, sofern sie sich hier in Hamburg ereignen, entgehen.

Am vergangenen Samstag fand nun am stillgelegten Terminal Tango am Hamburger Flughafen die alljährliche PULS-Show der ModeDesign-Studenten der Akademie Mode und Design statt, und so nahm ich mit Vergnügen die weite Reise einmal quer durch die Stadt bis zur Endhaltestelle Hamburg-Airport auf mich, um dieses Spektakel wieder einmal aus nächster Nähe betrachten zu können.

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0Kommentare Claire |

Hamburg: Marni at H&M Preview

Marni - schon dieser Name klingt nach Charme und Schwung, und wir modebegeisterten Menschen wissen, welch einzigartiger Stil dahinter steckt: künstlerisch-grafische Drucke im Kontrast mit recht geradlinigen, jedoch dabei auch immer innovativen Schnitten; raffinierte i-Tüpfelchen wie zum Beispiel kreisrunde Sonnenbrillen, lustige und auffällige Schmuckstücke. Diese Mode scheint wie für vergnügte junge Damen gemacht, die spielerisch und mit einem Augenzwinkern große Lady spielen wollen und dabei auf clevere Art und Weise ungezwungene Jugendlichkeit mit erwachsener Eleganz vermischen. Das Ergebnis: Mode für mutige, extravagante und zugleich bodenständige Fräuleins, die Wert auf Avantgarde und Tragbarkeit legen.

Am gestrigen Dienstagabend lud nun also H&M die Hamburger Modepresse in den Heliumcowboy Artspace - eine bessere Location als diese feine Kunstgalerie, die mitten im kreativen Hamburger Gängeviertel liegt, hätte man wohl kaum für diese so künstlerische und fantasievolle Kollektion finden können, die ab dem 8. März in ausgewählten H&M-Geschäften zu kaufen sein wird.

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4Kommentare Claire |

Von Palmen und Papageien

Vielleicht hat alles mit Maarten van der Horst angefangen, diesem niederländischen Modewunderkind und Absolventen des berühmten Central Saint Martins Colleges: in seiner Abschlusskollektion, die im letzten Jahr für den Winter 2011 während der Londoner Fashion Week gezeigt wurde, widmete er sich hauptsächlich tropischen Prints auf weit geschnittenen Hemden, kurzen Kleidchen und Hosen. Ganz besonders raffiniert waren dabei zudem noch die wallenden Chiffonrüschen, die wie sprießende Blüten in sanften Pastelltönen unter und über den Kleidungsstücken wucherten. Man kann vielleicht sagen, dass dieser junge Mann das Hawaihemd so wieder salonfähig machte - jedenfalls gab es nun kürzlich auch exotische Drucke in Stella McCartneys Resort-2012-Kollektion zu bewundern, und jetzt entzückt uns das relativ erschwingliche spanische Modehaus potipoti mit herrlich luftigen Kleidern und Sommershorts mit Papageienmuster.
J'adore!

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2Kommentare Claire |

Schön wie eine Kräuterhexe

Wie üblich ist es dem amerikanischen Großmeister der Mode, Marc Jacobs, wieder einmal gelungen, mit seiner jüngst auf der New York Fashion Week vorgestellten Kollektion die geballte Aufmerksamkeit der Modewelt auf sich zu ziehen. Was wir dort auf dem Laufsteg von hochkarätigen Models vorgeführt bekommen haben, lässt sich wohl mit nichts zuvor Gekanntem vergleichen, es ist ein wildes farben-, muster- und formenreiches Potpourri aus verschiedensten Stilen, in die man sich, sofern ausreichend modemutig, im kommenden Winter wird hüllen dürfen.

Überdimensionale, pelzige Riesenschlapphüte, üppig ausgestellte Wollmäntel in knalligem Violett und Tannengrün, kugelige, knöchellange Röcke und Kleider aus glänzend gemusterten Brokatstoffen oder glitzernden Plüschpelzen, mit großen Sicherheitsnadeln zusammengesteckte Häkeldeckchen als Schulterüberwurf, grelle Farbkombinationen aus Giftgrün, Lila, Knallgelb, Himbeerpink und Bonbonrosa, Patchwork, Hahnentritt und zu guter Letzt noch die mit reichlich Perlen oder Blütenapplikationen geschmückten Schnallenschuhe - allein dieses Chaos in Worte zu fassen ist anstrengend und außerordentlich ermüdend, und der Anblick erst - nun ja. Persönlich bin ich zum Einen begeistert von so viel unerschöpflicher Kreativität, und zum Anderen entsetzt angesichts eines so offensichtlichen Modewahnsinns. Wer zum Teufel, lieber Herr Jacobs, möchte denn so gekleidet herumlaufen?

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9Kommentare Claire |

Limettengrün, das neue Schwarz

Vollkommen entzückt habe ich in der vergangenen Woche die Präsentation der exklusiven Haute Couture Kollektionen in Paris verfolgt. Angesichts dieser geballten Raffinesse, der unübertrefflichen handwerklichen Qualität, diesem einzigartigen Inbegriff von Schönheit und Ästhetik drängt sich bei mir immer wieder das wütende Unverständnis über all jene Menschen auf, die Mode als überflüssigen und dämlichen Schnickschnack abtun. Liebe Leute, bitte, werft einen einzigen Blick auf die Pariser Haute Couture - diese hohe Schneiderkunst leistet einen wertvollen Beitrag zu unserem kulturellen Leben, ebenso wie feinste Kunst, Architektur oder Musik. Wer für all diese Kulturbereiche keinen Sinn hat, den halte ich für außerordentlich bemitleidenswert. Punkt.

In der kommenden Haute Couture Saison spielen die Farben eine wichtige Rolle. Alexis Mabille bediente sich an den herrlichsten Couleurs des Regenbogens, und entwarf angenehm unifarbene, paradiesische Kleider in Pink, Orange, Lachsrosa, Smaragdgrün, Zitronengelb, und eleganten Blautönen von Zarthell- über Preußisch- bis Nachtblau. Dem jeweiligen Look entsprechend trugen die Models farbig geschminkte Gesichter und opulenten Rosenkopfputz. Fantastique!

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4Kommentare Claire |

Look du jour: Hör auf dein Herz!

Manchmal kann Mode doch wirklich zu etwas nützlich sein. Ab heute gibt es in dem Onlineshop Asos ein bonbonrosafarbenes T-Shirt mit Herzaufdruck zu kaufen, allerdings steckt hinter diesem knalligen Kleidungsstück mehr als nur die zu Material gewordene augenscheinliche Barbie-Attitüde - das T-Shirt entstand kürzlich in einer Design-Zusammenarbeit mit Heidi Klum zugunsten der Initiative "Hör auf dein Herz", deren Ziel es ist, Frauen auf die Volkskrankheit Nummer 1, nämlich Herzkreislauferkrankungen, aufmerksam zu machen. Einer Umfrage zufolge schätzen nämlich nur 31% der befragten Damen eine Herzerkrankung als häufigste Todesursache ein, 62% sind der Überzeugung, dass sie eines Tages an Krebs sterben werden. Ein Irrtum.

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4Kommentare Claire |

Über die Alltagstauglichkeit des Minihöschens

Die Modewelt steckt voller Wunder. Und Rätsel. Zu jeder anbrechenden Sommersaison frage ich mich nämlich beispielsweise aufs Neue, was uns einige Designer mit diesen wahnwitzig kurzen Höschen - warum nenne ich sie nicht gleich mal Schlüpfer? - sagen wollen, in denen zur Laufstegschau schmale Models über den Catwalk flanieren, immer in kompletter Kombination mit High Heels, Handtasche und Jäckchen.

Dass hinter den minimalen Shorts ein pragmatischer Aspekt steckt, kann ich mir kaum vorstellen - zwar sind die deutschen Sommer bisweilen sehr schwül, jedoch sind leichte Sommerröcke dabei vollkommen ausreichend, und Stoff sparen müssen renommierte Designer wie Marc Jacobs, der in seiner pastellfarben-getönten Sommerkollektion für Louis Vuitton ein besonders knapp geschnittenes Modell des Luxus-Schlüpfers präsentierte, und Nicolas Ghesquiere, der für Balenciaga das Minihöschen mit einer wuchtigen Neoprenjacke fusionieren ließ, ganz bestimmt nicht. Doch wann soll die Zwergenausgabe der Sommershorts denn nun eigentlich zum Einsatz kommen?

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13Kommentare Claire |

Was trägt Anna dello Russo eigentlich auf der Couch?

Kaum sind die Weihnachtsferien vorbei, habe ich schon wieder eine Woche schulfrei, allerdings deshalb, weil ich mich nun auf die schriftlichen Abiturprüfungen vorbereiten darf. Ich werde mich also sieben Tage lang in mein Zimmer einschließen, ordentlich Koffein konsumieren und Analytische Geometrie, Schiller und Kleist sowie weiteres Bildungsmaterial studieren. Oder so ähnlich.

Die Berlin Fashion Week wird demnach bedauerlicherweise ohne mich stattfinden, aber modisch soll es bei mir trotzdem nicht langweilig werden - keinesfalls werde ich im schlabbrigen Gammeloutfit am Schreibtisch sitzen! Pfui! Für die richtige Lernatmosphäre benötige ich nämlich durchaus die entsprechende Garderobe, sonst werde ich niemals produktiv. So verrückt das auch klingen mag - aber ist es denn nicht viel motivierender, im feinen Zwirn Matheaufgaben zu rechnen als im muffigen Wollpullover? Den hebe ich mir für andere Anlässe auf, zum Beispiel für wirklich und vorsätzlich gammlige Fernsehabende ohne Gesellschaft oder fürs Rasenmähen.

Was aber trägt eigentlich eine wahre Fashionista (als die ich mich nicht bezeichnen würde) zuhause, dort, wo keine Streetstylefotografen und Modejournalistinnen und Stylisten kritisch zuschauen? Hat auch eine Anna dello Russo einen zerschlissenen Wollpulli für gemütliche DVD-Soirées im Schrank liegen?

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9Kommentare Claire |

Von Sport-BHs und Pelzmänteln

In verlässlichen Abständen tauchen in Modemagazinen jeglichen Niveaus immer wieder Editorials auf, in denen uns die zuständigen Models Sportswear präsentieren - eifrig posierend, perfekt geschminkt, mit Hochsteckfrisur. Dass die abgebildeten Damen darin allerdings keinesfalls Sport machen, ist hierbei nebensächlich, natürlich, denn das Ganze soll ja nach Glanz und Glamour aussehen, und nicht nach einer schweißtreibenden Bauch-Beine-Po-Einheit. Der ästhetisch-modische Wert von Cargohosen und Croptops steht also im Vordergrund, und das bevorzugt in Kombination mit Pelzstolen, Lederstiefeln oder üppigem Goldschmuck.

Diese Form der modischen Kreuzung scheint beliebter als man glauben mag. Jüngst erschien in der australischen Harper's Bazaar das Editorial "Rush Hour", in dem Bette Franke, fotografiert von Benny Horne, glamourös gestylte Sportswear aufträgt - da hätten wir einen athletischen Badeanzug zum gold-glänzenden Parka, Plastikkäppi und Pythonlederclutch, außerdem den lässig-luxuriösen Lederjogginganzug von Louis Vuitton, fusionierend mit High Heels und klimpernden Armreifen. Überaus exzentrisch, muss ich sagen, doch ganz so neu ist diese Idee nicht, denn bereits im letzten Jahr erschien unter der Regie von Fotograf Greg Kadel die Bildstrecke "Winterspiele" in der deutschen Vogue: hier durfte man smoky eyes zu Skistiefeln sowie Sport-Bh und Pelzjacke bewundern. Der dazugehörige Untertitel lautete: "Unschlagbar extravagant: Sportswear in Verbindung mit Pelz und Leder".

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3Kommentare Claire |

YBDPT Studio launcht Webstore!

Meine Damen und Herren, da bin ich! Nach zwei äußerst arbeitsintensiven Wochen, in denen ich mich mehr oder weniger motiviert den Vorbereitungen für das Vor-Abitur hingab und voller Freude die Analysis und Analytische Geometrie studierte (ähem), kann ich mich heute, nachdem Kunst, Englisch und Mathe erledigt sind, endlich wieder vorerst den schönen Dingen des Lebens widmen! Und welch frohe Botschaft ereilte mich da sogleich? Hamburgs Avantgarde-Adresse Nr. 1, das YBDPT Studio (welches auf diesem Blog schon öfters Erwähnung gefunden hat), rief jüngst seinen Webstore ins Leben und versorgt damit künftig auch das Modevolk außerhalb Hamburgs mit einem Sortiment vom Feinsten. So kurz vor Weihnachten kommt das natürlich äußerst gelegen, denn beim Anblick der erlesenen Ware entstehen vor meinem geistigen Auge gleich ganze Weihnachtswunschzettelstapel.

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1Kommentar Claire |

Roma e Toska: Haute Couture für junge Mädchen

Haute Couture für Kinder, für junge Mädchen - kann es so etwas geben, darf es so etwas geben? Als ich das Hamburger Modelabel Roma e Toska im Alter von neun Jahren zum ersten Mal kennen lernte und mich, wie sollte es auch anders sein, sofort in die opulenten, märchenhaft schönen Kleider verliebte, mag ich mir über diese kritische Frage wohl kaum Gedanken gemacht haben. Viel zu angetan war ich von den zauberhaften Entwürfen dieses kleinen, aber feinen Modehauses, dessen Hauptsitz in einer charmanten Altbauwohnung in Eppendorf liegt und das nun seit zehn Jahren, Saison für Saison, die Modeträume kleiner und großer Mädchen wahr werden lässt.

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5Kommentare Claire |

Demokratisierung der Mode: was bedeutet das?

In diversen Artikeln über Modegeschichte und die Entstehung bestimmter Trends und deren Entwicklung fällt gar nicht selten die Formulierung "Demokratisierung der Mode". In meinem letzten Beitrag über die aktuelle Kooperation zwischen dem Massenmodegiganten H&M und dem italienischen Luxuslabel Versace bezeichnete ich diese limitierte und relativ(!) erschwingliche Sonderkollektion als "demokratisch". Dass sich einige Leser mit dieser Beschreibung kritisch auseinandergesetzt haben, finde ich sehr interessant und anregend - es macht Spaß und ist für mich sehr lehrreich, konstruktives Feedback zu meinen hier niedergeschriebenen Gedanken zu erhalten.

Um der Frage, ob man Mode tatsächlich als "demokratisch" bezeichnen kann, einmal näher auf den Grund gehen zu können, ist zunächst eine Erläuterung der Begriffsherkunft sinnvoll. Demokratie, dieses Wort kommt aus dem Griechischen, und setzt sich aus δῆμος und Κράτος zusammen; démos bedeutet "Volk", kratos "Macht" oder "Stärke". Wortwörtlich spricht man bei der Demokratie also von der Macht des Volkes.

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La dolce vita für alle

Versace for H&M - kaum eine vielversprechendere Kooperation könnte sich das schwedische Modeunternehmen wünschen, um seinem massentauglichen Image wieder einmal etwas Glamour und Exklusivität einzuhauchen. 2004 launchte H&M mit Karl Lagerfeld die erste, limitierte Designer-Kollektion, innerhalb weniger Stunden waren die schwarzen Kleider, Jacken und Mäntel, exklusiv vom Altmeister der Mode persönlich entworfen, weltweit so gut wie ausverkauft. Es folgten Elio Fiorucci, Stella McCartney, Viktor&Rolf, Roberto Cavalli, Rei Kawakubo, Jimmy Choo, Sonia Rykiel, Matthew Williamson und zuletzt das französische Traditionshaus Lanvin - und Alber Elbaz äußerte sich über die Zusammenarbeit folgendermaßen:

I think I loved the idea that H&M was going luxury rather than Lanvin is going public. I thought it was a smart concept, so I said "I do".

In der Tat setzt der skandinavische Modegigant mit seinen kleinen Luxuskollektionen zu einigermaßen erschwinglichen Preisen ein äußerst kluges und raffiniertes Konzept um: so dürfen wir Massenmode immer wieder elegant, originell und qualitativ hochwertig erleben. H&M erscheint als der Vermittler zwischen traumhafter, irrealer Dekadenz und Exklusivität und dem gemeinen Volk, das für Designerkleidung normalerweise nicht die finanziellen Mittel hat. Mithilfe dieser Kooperationen wird Mode also demokratisch - und kann auf diese Weise vielleicht auch bestimmte Modeerscheinungen an ein größeres Publikum bringen und verbreiten.

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15Kommentare Claire |

In Zitronengelb durch den Winter

Neuerdings haben meine Hausgenossen und ich ein Werk des norddeutschen Künstlers Noah Wunsch im Wohnzimmer hängen. Natürlich vorerst nur probeweise, denn ob sich das abstrakte Stück Kunst auch wirklich langfristig gut in unseren eher puristisch gehaltenen Räumlichkeiten macht, lässt sich ja nicht in zehn Minuten feststellen.

Nach einer Woche des Probehängens kann ich jedoch sagen: dieses Kunstwerk darf bleiben. Es ist fantastisch. Auf gut zwei Quadratmetern Leinwand fließen herrlichste Rot-, Türkis- und Gelbtöne ineinander, das Ganze ist ein bombastisches Farbenspektakel ohne den Hauch von Kitsch oder gewollter Radikalität. Es ist ein Bild, das glücklich macht. Seit dem der Herbst nun also Einzug hält, verbringe ich täglich einige Minuten der Meditation vor diesem bunten Ding, da lässt sich der November-Blues gleich viel besser ertragen.

Warum nur laufe ich aber andererseits, sobald die Tage kürzer und die Temperaturen deprimierend niedriger werden, gleich im dunklen Mantel da draußen herum, wo doch kräftige Farben eine derart heilende Wirkung auf die sich mit der Winterzeit einstellende Jahresendmelancholie haben?

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5Kommentare Claire |

DIY: Kragenbaustein mit Glitzergarnitur

Ich habe Glitzer noch nie gemocht. Eigentlich kann man sagen, dass ich ein durch und durch glitzerfreies Mädel bin. Während bereits in der Grundschule viele meiner Schulkameradinnen auf niedlich-schimmernde Ohrringe setzten, mit Barbiepuppen in schillernden Röckchen spielten und an Karneval bevorzugt zum glamourösen Prinzessinenkleid griffen, kreierte ich in meinem Kinderzimmer komplette Legolandschaften oder kochte im Garten Regenwurmsuppe, natürlich ganz unprätentiös in Cordhosen und kratzige Wollpullover gekleidet und ohne auch nur den einzigen klimpernden Armreif am Handgelenk. Einzig ein Paar schwarz-glänzender Lackschuhe genoss in meinem kindlichen Kleiderschrank einen etablierten Status.

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8Kommentare Claire |

Modestrecke im SZ-Magazin: "Abheben ohne abgehoben zu sein"

Das aktuelle SZ-Magazin Nr. 41 erfreut wie so häufig wieder einmal mit einer höchst ansehenswerten Modestrecke in der Rubrik Stil leben. Darin springt Hannah Herzsprung, die wir aus "Vier Minuten" und anderen hochgelobten Streifen kennen, mit wirrem Haarschopf in Wasserpfützen herum und präsentiert dabei ganz beiläufig die schönsten Zwirne der Wintersaison, unter anderem von Prada, Avelon, Céline oder Hermès.

Einhergehend mit dem stetig wachsenden Einfluss minimalistischer Silhouetten - nie waren Marken wie Acne oder Jil Sander beliebter als heute - scheint sich auch in der Modefotografie ein ernstzunehmender Wandel zu vollziehen. Die Zeiten des klassischen Barbie-Posings, bei dem uns Models mit viel Hüftschwung und versteinertem Zahnpastalächeln entgegen stierten, scheinen jedenfalls passé, da hilft auch Heidi Klums Modelschule auf ProSieben nicht mehr viel. Wer heutzutage ein anständiges Modemagazin aufschlägt, der darf darin nicht selten eigenwillig schöne Models mit struppigen Mähnen und ungeschminkten Augenlidern bewundern, die, natürlich in feinste Couture gekleidet, unbeteiligt auf Stühlen kauern, an nackten Hauswänden lehnen oder auch akrobatische Turnübungen vollführen, die eher nach Pilates als nach artifiziellem Brust-raus-Po-rein-Posing aussehen.

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7Kommentare Claire |
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Burda Style ChuhChuh Elle InStyle OK COOL