Über die Alltagstauglichkeit des Minihöschens
Die Modewelt steckt voller Wunder. Und Rätsel. Zu jeder anbrechenden Sommersaison frage ich mich nämlich beispielsweise aufs Neue, was uns einige Designer mit diesen wahnwitzig kurzen Höschen - warum nenne ich sie nicht gleich mal Schlüpfer? - sagen wollen, in denen zur Laufstegschau schmale Models über den Catwalk flanieren, immer in kompletter Kombination mit High Heels, Handtasche und Jäckchen.
Dass hinter den minimalen Shorts ein pragmatischer Aspekt steckt, kann ich mir kaum vorstellen - zwar sind die deutschen Sommer bisweilen sehr schwül, jedoch sind leichte Sommerröcke dabei vollkommen ausreichend, und Stoff sparen müssen renommierte Designer wie Marc Jacobs, der in seiner pastellfarben-getönten Sommerkollektion für Louis Vuitton ein besonders knapp geschnittenes Modell des Luxus-Schlüpfers präsentierte, und Nicolas Ghesquiere, der für Balenciaga das Minihöschen mit einer wuchtigen Neoprenjacke fusionieren ließ, ganz bestimmt nicht. Doch wann soll die Zwergenausgabe der Sommershorts denn nun eigentlich zum Einsatz kommen?









