Hamburg: Marni at H&M Preview

Marni - schon dieser Name klingt nach Charme und Schwung, und wir modebegeisterten Menschen wissen, welch einzigartiger Stil dahinter steckt: künstlerisch-grafische Drucke im Kontrast mit recht geradlinigen, jedoch dabei auch immer innovativen Schnitten; raffinierte i-Tüpfelchen wie zum Beispiel kreisrunde Sonnenbrillen, lustige und auffällige Schmuckstücke. Diese Mode scheint wie für vergnügte junge Damen gemacht, die spielerisch und mit einem Augenzwinkern große Lady spielen wollen und dabei auf clevere Art und Weise ungezwungene Jugendlichkeit mit erwachsener Eleganz vermischen. Das Ergebnis: Mode für mutige, extravagante und zugleich bodenständige Fräuleins, die Wert auf Avantgarde und Tragbarkeit legen.

Am gestrigen Dienstagabend lud nun also H&M die Hamburger Modepresse in den Heliumcowboy Artspace - eine bessere Location als diese feine Kunstgalerie, die mitten im kreativen Hamburger Gängeviertel liegt, hätte man wohl kaum für diese so künstlerische und fantasievolle Kollektion finden können, die ab dem 8. März in ausgewählten H&M-Geschäften zu kaufen sein wird.

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Von Palmen und Papageien

Vielleicht hat alles mit Maarten van der Horst angefangen, diesem niederländischen Modewunderkind und Absolventen des berühmten Central Saint Martins Colleges: in seiner Abschlusskollektion, die im letzten Jahr für den Winter 2011 während der Londoner Fashion Week gezeigt wurde, widmete er sich hauptsächlich tropischen Prints auf weit geschnittenen Hemden, kurzen Kleidchen und Hosen. Ganz besonders raffiniert waren dabei zudem noch die wallenden Chiffonrüschen, die wie sprießende Blüten in sanften Pastelltönen unter und über den Kleidungsstücken wucherten. Man kann vielleicht sagen, dass dieser junge Mann das Hawaihemd so wieder salonfähig machte - jedenfalls gab es nun kürzlich auch exotische Drucke in Stella McCartneys Resort-2012-Kollektion zu bewundern, und jetzt entzückt uns das relativ erschwingliche spanische Modehaus potipoti mit herrlich luftigen Kleidern und Sommershorts mit Papageienmuster.
J'adore!

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Hugo Boss X Berlinale

So, heute ist Freitag, das Wochenende steht an, man darf wieder das Tanzbein schwingen. Als Einstimmung auf erquickende feierwütige Nächte spielen wir hier heute mal ein bisschen Klatschkolumne, und werfen einen kurzen Blick auf das glitzerglamouröse Spektakel der höchstkarätigen Hugo-Boss-Party, die am vergangenen Mittwochabend anlässlich der Berlinale stattfand. Und welch ein Glück, ich habe sogar einen Klatschreporter! Mein guter Freund David François aus dem Latein-Leistungskurs ließ es sich an eben jenem Abend nicht nehmen, flux in die Hauptstadt zu reisen und über Vitamin B mal auf ein Glas und ein Häppchen bei besagter Party vorbeizuschauen. Merci beaucoup, David!

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Schön wie eine Kräuterhexe

Wie üblich ist es dem amerikanischen Großmeister der Mode, Marc Jacobs, wieder einmal gelungen, mit seiner jüngst auf der New York Fashion Week vorgestellten Kollektion die geballte Aufmerksamkeit der Modewelt auf sich zu ziehen. Was wir dort auf dem Laufsteg von hochkarätigen Models vorgeführt bekommen haben, lässt sich wohl mit nichts zuvor Gekanntem vergleichen, es ist ein wildes farben-, muster- und formenreiches Potpourri aus verschiedensten Stilen, in die man sich, sofern ausreichend modemutig, im kommenden Winter wird hüllen dürfen.

Überdimensionale, pelzige Riesenschlapphüte, üppig ausgestellte Wollmäntel in knalligem Violett und Tannengrün, kugelige, knöchellange Röcke und Kleider aus glänzend gemusterten Brokatstoffen oder glitzernden Plüschpelzen, mit großen Sicherheitsnadeln zusammengesteckte Häkeldeckchen als Schulterüberwurf, grelle Farbkombinationen aus Giftgrün, Lila, Knallgelb, Himbeerpink und Bonbonrosa, Patchwork, Hahnentritt und zu guter Letzt noch die mit reichlich Perlen oder Blütenapplikationen geschmückten Schnallenschuhe - allein dieses Chaos in Worte zu fassen ist anstrengend und außerordentlich ermüdend, und der Anblick erst - nun ja. Persönlich bin ich zum Einen begeistert von so viel unerschöpflicher Kreativität, und zum Anderen entsetzt angesichts eines so offensichtlichen Modewahnsinns. Wer zum Teufel, lieber Herr Jacobs, möchte denn so gekleidet herumlaufen?

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Limettengrün, das neue Schwarz

Vollkommen entzückt habe ich in der vergangenen Woche die Präsentation der exklusiven Haute Couture Kollektionen in Paris verfolgt. Angesichts dieser geballten Raffinesse, der unübertrefflichen handwerklichen Qualität, diesem einzigartigen Inbegriff von Schönheit und Ästhetik drängt sich bei mir immer wieder das wütende Unverständnis über all jene Menschen auf, die Mode als überflüssigen und dämlichen Schnickschnack abtun. Liebe Leute, bitte, werft einen einzigen Blick auf die Pariser Haute Couture - diese hohe Schneiderkunst leistet einen wertvollen Beitrag zu unserem kulturellen Leben, ebenso wie feinste Kunst, Architektur oder Musik. Wer für all diese Kulturbereiche keinen Sinn hat, den halte ich für außerordentlich bemitleidenswert. Punkt.

In der kommenden Haute Couture Saison spielen die Farben eine wichtige Rolle. Alexis Mabille bediente sich an den herrlichsten Couleurs des Regenbogens, und entwarf angenehm unifarbene, paradiesische Kleider in Pink, Orange, Lachsrosa, Smaragdgrün, Zitronengelb, und eleganten Blautönen von Zarthell- über Preußisch- bis Nachtblau. Dem jeweiligen Look entsprechend trugen die Models farbig geschminkte Gesichter und opulenten Rosenkopfputz. Fantastique!

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Look du jour: Hör auf dein Herz!

Manchmal kann Mode doch wirklich zu etwas nützlich sein. Ab heute gibt es in dem Onlineshop Asos ein bonbonrosafarbenes T-Shirt mit Herzaufdruck zu kaufen, allerdings steckt hinter diesem knalligen Kleidungsstück mehr als nur die zu Material gewordene augenscheinliche Barbie-Attitüde - das T-Shirt entstand kürzlich in einer Design-Zusammenarbeit mit Heidi Klum zugunsten der Initiative "Hör auf dein Herz", deren Ziel es ist, Frauen auf die Volkskrankheit Nummer 1, nämlich Herzkreislauferkrankungen, aufmerksam zu machen. Einer Umfrage zufolge schätzen nämlich nur 31% der befragten Damen eine Herzerkrankung als häufigste Todesursache ein, 62% sind der Überzeugung, dass sie eines Tages an Krebs sterben werden. Ein Irrtum.

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4Kommentare Claire |

Modepüppchen hinterm Steuer

Neuerdings fahre ich Auto. Ich fahre nicht besonders gut, aber immerhin nehme ich endlich Fahrstunden, das wollte ich schon seit Monaten tun, und nun rückt der 18. Geburtstag langsam aber sicher näher, da will man dann als volljähriger Mensch schon in der Lage sein, mit Muttis Karre auf dem Schulparkplatz vorzufahren.

Apropos: beim Erlernen des rückwärtigen Einparkens fragte ich mich neulich: was für ein Auto fahren eigentlich waschechte Modepüppchen? Diese Frage ist durchaus relevant, schließlich gilt auch das Auto heute nebst Handtasche und Lippenstift als ernst zu nehmendes Accessoire jedes Karrieregirls. Gibt es in der Autobranche eigentlich auch so etwas wie eine Mode, nach der man sich richtet? Trends, die kommen und gehen, Modelle, die gerade besonders angesagt sind? Und: welches Auto "steht" wem?

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Über die Alltagstauglichkeit des Minihöschens

Die Modewelt steckt voller Wunder. Und Rätsel. Zu jeder anbrechenden Sommersaison frage ich mich nämlich beispielsweise aufs Neue, was uns einige Designer mit diesen wahnwitzig kurzen Höschen - warum nenne ich sie nicht gleich mal Schlüpfer? - sagen wollen, in denen zur Laufstegschau schmale Models über den Catwalk flanieren, immer in kompletter Kombination mit High Heels, Handtasche und Jäckchen.

Dass hinter den minimalen Shorts ein pragmatischer Aspekt steckt, kann ich mir kaum vorstellen - zwar sind die deutschen Sommer bisweilen sehr schwül, jedoch sind leichte Sommerröcke dabei vollkommen ausreichend, und Stoff sparen müssen renommierte Designer wie Marc Jacobs, der in seiner pastellfarben-getönten Sommerkollektion für Louis Vuitton ein besonders knapp geschnittenes Modell des Luxus-Schlüpfers präsentierte, und Nicolas Ghesquiere, der für Balenciaga das Minihöschen mit einer wuchtigen Neoprenjacke fusionieren ließ, ganz bestimmt nicht. Doch wann soll die Zwergenausgabe der Sommershorts denn nun eigentlich zum Einsatz kommen?

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Look du jour: Reality Studio X Onitsuka Tiger

Nach gefühlten dreihundert Jahren Atlantik-Westströmung mit heimeligen Plusgraden und einigen Milliarden Kubikzentimeter Regenwasser hat sich der Hamburger Wettergott gestern schließlich doch erweichen lassen und unser aller Depressionen ein Ende bereitet: endlich wieder einmal Sonnenschein! Herrlich! Sogar am Schreibtisch sitzend, durch das geschlossene Fenster hindurch, sorgte das helle Licht für einen enormen Anstieg meines Serotoninspiegels. Kurz darauf war es dann auch vorbei mit der Lernerei und im sonnendurchfluteten Garten gab es, nach langer Zeit, endlich mal wieder ein anständiges Outfitshooting.

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Was trägt Anna dello Russo eigentlich auf der Couch?

Kaum sind die Weihnachtsferien vorbei, habe ich schon wieder eine Woche schulfrei, allerdings deshalb, weil ich mich nun auf die schriftlichen Abiturprüfungen vorbereiten darf. Ich werde mich also sieben Tage lang in mein Zimmer einschließen, ordentlich Koffein konsumieren und Analytische Geometrie, Schiller und Kleist sowie weiteres Bildungsmaterial studieren. Oder so ähnlich.

Die Berlin Fashion Week wird demnach bedauerlicherweise ohne mich stattfinden, aber modisch soll es bei mir trotzdem nicht langweilig werden - keinesfalls werde ich im schlabbrigen Gammeloutfit am Schreibtisch sitzen! Pfui! Für die richtige Lernatmosphäre benötige ich nämlich durchaus die entsprechende Garderobe, sonst werde ich niemals produktiv. So verrückt das auch klingen mag - aber ist es denn nicht viel motivierender, im feinen Zwirn Matheaufgaben zu rechnen als im muffigen Wollpullover? Den hebe ich mir für andere Anlässe auf, zum Beispiel für wirklich und vorsätzlich gammlige Fernsehabende ohne Gesellschaft oder fürs Rasenmähen.

Was aber trägt eigentlich eine wahre Fashionista (als die ich mich nicht bezeichnen würde) zuhause, dort, wo keine Streetstylefotografen und Modejournalistinnen und Stylisten kritisch zuschauen? Hat auch eine Anna dello Russo einen zerschlissenen Wollpulli für gemütliche DVD-Soirées im Schrank liegen?

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9Kommentare Claire |

Trés chic: der Ohrring

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Der Ohrring ist das Schmuckstück der Saison, diese These sei zu Beginn des Jahres einmal aufgestellt. Zwar taucht der Ohrring noch nicht ganz verlässlich auf den Streetstyleblogs oder Musthave-Seiten der Modemagazine auf, aber spätestens seit Danielle Scutt's fantastischem Lippenstift-Teetassen-Ungetüm von einem Ohrring kann mit einem großen Revival dieses Accessoires gerechnet werden.

In den letzten Jahren genossen Ohrringe nämlich meines Erachtens kein besonders großes Ansehen. Die kleinen Perlen-Stecker, die viele junge Fräuleins zur Konfirmation bekommen, gelten im inner circle der Modewelt vermutlich ohnehin als Schwerverbrechen, und obwohl sich die Damen Taylor Tomasi, Anna dello Russo und wie sie alle heißen auffällig gern mit den gewagtesten Schmuckkreationen behängen, ist der Ohrring auch hier nur selten, und wenn dann in bescheidener Form, gesichtet worden.

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7Kommentare Claire |

Von Sport-BHs und Pelzmänteln

In verlässlichen Abständen tauchen in Modemagazinen jeglichen Niveaus immer wieder Editorials auf, in denen uns die zuständigen Models Sportswear präsentieren - eifrig posierend, perfekt geschminkt, mit Hochsteckfrisur. Dass die abgebildeten Damen darin allerdings keinesfalls Sport machen, ist hierbei nebensächlich, natürlich, denn das Ganze soll ja nach Glanz und Glamour aussehen, und nicht nach einer schweißtreibenden Bauch-Beine-Po-Einheit. Der ästhetisch-modische Wert von Cargohosen und Croptops steht also im Vordergrund, und das bevorzugt in Kombination mit Pelzstolen, Lederstiefeln oder üppigem Goldschmuck.

Diese Form der modischen Kreuzung scheint beliebter als man glauben mag. Jüngst erschien in der australischen Harper's Bazaar das Editorial "Rush Hour", in dem Bette Franke, fotografiert von Benny Horne, glamourös gestylte Sportswear aufträgt - da hätten wir einen athletischen Badeanzug zum gold-glänzenden Parka, Plastikkäppi und Pythonlederclutch, außerdem den lässig-luxuriösen Lederjogginganzug von Louis Vuitton, fusionierend mit High Heels und klimpernden Armreifen. Überaus exzentrisch, muss ich sagen, doch ganz so neu ist diese Idee nicht, denn bereits im letzten Jahr erschien unter der Regie von Fotograf Greg Kadel die Bildstrecke "Winterspiele" in der deutschen Vogue: hier durfte man smoky eyes zu Skistiefeln sowie Sport-Bh und Pelzjacke bewundern. Der dazugehörige Untertitel lautete: "Unschlagbar extravagant: Sportswear in Verbindung mit Pelz und Leder".

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YBDPT Studio launcht Webstore!

Meine Damen und Herren, da bin ich! Nach zwei äußerst arbeitsintensiven Wochen, in denen ich mich mehr oder weniger motiviert den Vorbereitungen für das Vor-Abitur hingab und voller Freude die Analysis und Analytische Geometrie studierte (ähem), kann ich mich heute, nachdem Kunst, Englisch und Mathe erledigt sind, endlich wieder vorerst den schönen Dingen des Lebens widmen! Und welch frohe Botschaft ereilte mich da sogleich? Hamburgs Avantgarde-Adresse Nr. 1, das YBDPT Studio (welches auf diesem Blog schon öfters Erwähnung gefunden hat), rief jüngst seinen Webstore ins Leben und versorgt damit künftig auch das Modevolk außerhalb Hamburgs mit einem Sortiment vom Feinsten. So kurz vor Weihnachten kommt das natürlich äußerst gelegen, denn beim Anblick der erlesenen Ware entstehen vor meinem geistigen Auge gleich ganze Weihnachtswunschzettelstapel.

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Roma e Toska: Haute Couture für junge Mädchen

Haute Couture für Kinder, für junge Mädchen - kann es so etwas geben, darf es so etwas geben? Als ich das Hamburger Modelabel Roma e Toska im Alter von neun Jahren zum ersten Mal kennen lernte und mich, wie sollte es auch anders sein, sofort in die opulenten, märchenhaft schönen Kleider verliebte, mag ich mir über diese kritische Frage wohl kaum Gedanken gemacht haben. Viel zu angetan war ich von den zauberhaften Entwürfen dieses kleinen, aber feinen Modehauses, dessen Hauptsitz in einer charmanten Altbauwohnung in Eppendorf liegt und das nun seit zehn Jahren, Saison für Saison, die Modeträume kleiner und großer Mädchen wahr werden lässt.

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Demokratisierung der Mode: was bedeutet das?

In diversen Artikeln über Modegeschichte und die Entstehung bestimmter Trends und deren Entwicklung fällt gar nicht selten die Formulierung "Demokratisierung der Mode". In meinem letzten Beitrag über die aktuelle Kooperation zwischen dem Massenmodegiganten H&M und dem italienischen Luxuslabel Versace bezeichnete ich diese limitierte und relativ(!) erschwingliche Sonderkollektion als "demokratisch". Dass sich einige Leser mit dieser Beschreibung kritisch auseinandergesetzt haben, finde ich sehr interessant und anregend - es macht Spaß und ist für mich sehr lehrreich, konstruktives Feedback zu meinen hier niedergeschriebenen Gedanken zu erhalten.

Um der Frage, ob man Mode tatsächlich als "demokratisch" bezeichnen kann, einmal näher auf den Grund gehen zu können, ist zunächst eine Erläuterung der Begriffsherkunft sinnvoll. Demokratie, dieses Wort kommt aus dem Griechischen, und setzt sich aus δῆμος und Κράτος zusammen; démos bedeutet "Volk", kratos "Macht" oder "Stärke". Wortwörtlich spricht man bei der Demokratie also von der Macht des Volkes.

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La dolce vita für alle

Versace for H&M - kaum eine vielversprechendere Kooperation könnte sich das schwedische Modeunternehmen wünschen, um seinem massentauglichen Image wieder einmal etwas Glamour und Exklusivität einzuhauchen. 2004 launchte H&M mit Karl Lagerfeld die erste, limitierte Designer-Kollektion, innerhalb weniger Stunden waren die schwarzen Kleider, Jacken und Mäntel, exklusiv vom Altmeister der Mode persönlich entworfen, weltweit so gut wie ausverkauft. Es folgten Elio Fiorucci, Stella McCartney, Viktor&Rolf, Roberto Cavalli, Rei Kawakubo, Jimmy Choo, Sonia Rykiel, Matthew Williamson und zuletzt das französische Traditionshaus Lanvin - und Alber Elbaz äußerte sich über die Zusammenarbeit folgendermaßen:

I think I loved the idea that H&M was going luxury rather than Lanvin is going public. I thought it was a smart concept, so I said "I do".

In der Tat setzt der skandinavische Modegigant mit seinen kleinen Luxuskollektionen zu einigermaßen erschwinglichen Preisen ein äußerst kluges und raffiniertes Konzept um: so dürfen wir Massenmode immer wieder elegant, originell und qualitativ hochwertig erleben. H&M erscheint als der Vermittler zwischen traumhafter, irrealer Dekadenz und Exklusivität und dem gemeinen Volk, das für Designerkleidung normalerweise nicht die finanziellen Mittel hat. Mithilfe dieser Kooperationen wird Mode also demokratisch - und kann auf diese Weise vielleicht auch bestimmte Modeerscheinungen an ein größeres Publikum bringen und verbreiten.

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Nachtportier, Schutzmann oder Skifahrer: der Kopfschmuck der Saison

In diesem Winter spielen Kopfbedeckungen eine wichtige Rolle. Es gab Zeiten, da schickten die meisten Modeschöpfer ihre Models für die Wintersaison eisern ohne das kleinste Hütchen auf den Laufsteg, was beispielsweise in den 50er Jahren undenkbar gewesen wäre, da ging kaum ein Mensch ohne Hut auf die Straße. Bekanntlich hat sich seitdem viel geändert, auch in der Mode. Der Hut gehört nicht mehr zwangsläufig zum guten Ton, man darf sich auch unbehütet unters Volk begeben. Trotzdem, wie gesagt: in diesem Winter möchte der Kopf hübsch bedeckt werden, und das keinesfalls nur mit profan-funktionellen Woll- oder gar Fließmützen.

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In Zitronengelb durch den Winter

Neuerdings haben meine Hausgenossen und ich ein Werk des norddeutschen Künstlers Noah Wunsch im Wohnzimmer hängen. Natürlich vorerst nur probeweise, denn ob sich das abstrakte Stück Kunst auch wirklich langfristig gut in unseren eher puristisch gehaltenen Räumlichkeiten macht, lässt sich ja nicht in zehn Minuten feststellen.

Nach einer Woche des Probehängens kann ich jedoch sagen: dieses Kunstwerk darf bleiben. Es ist fantastisch. Auf gut zwei Quadratmetern Leinwand fließen herrlichste Rot-, Türkis- und Gelbtöne ineinander, das Ganze ist ein bombastisches Farbenspektakel ohne den Hauch von Kitsch oder gewollter Radikalität. Es ist ein Bild, das glücklich macht. Seit dem der Herbst nun also Einzug hält, verbringe ich täglich einige Minuten der Meditation vor diesem bunten Ding, da lässt sich der November-Blues gleich viel besser ertragen.

Warum nur laufe ich aber andererseits, sobald die Tage kürzer und die Temperaturen deprimierend niedriger werden, gleich im dunklen Mantel da draußen herum, wo doch kräftige Farben eine derart heilende Wirkung auf die sich mit der Winterzeit einstellende Jahresendmelancholie haben?

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Der Mann und sein Bart: über Schurken und Schnauzer

Neulich war ich wieder mal kurz in Berlin, ich liebe diese Stadt, einfach herrlich. Besonders gerne treibe ich mich in Mitte herum, was nicht sonderlich erstaunlich ist. Berlin-Mitte hat diesen ultracoolen Charme, irgendwie scheint hier alles eine Spur moderner, origineller, lässiger, internationaler und schicker zu sein als anderswo, ich weiß auch nicht warum.

Was dem aufmerksamen Beobachter in Mitte außerdem auffällt, ist die Tatsache, dass hier überdurchschnittlich viele Männer Bart tragen, und zwar nicht irgendeinen Bart, sondern diesen speziellen, mehrtägigen Räuberbart. Schaut man sich die Bartmode in Berlin-Mitte an, weiß man, was Trend ist. Die Mitte-Herren mit Bart tragen nämlich auch große Brillen, Retro-Rucksäcke und Air Max. Sie sehen alle aus, als wären sie in einem ziemlich coolen Grafikbüro oder in einer PR-Agentur tätig, als bewohnten sie ein Loft mit Ausblick und als lunchten sie täglich in einem Asian-Fusion-Restaurant in der Torstraße.

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DIY: Kragenbaustein mit Glitzergarnitur

Ich habe Glitzer noch nie gemocht. Eigentlich kann man sagen, dass ich ein durch und durch glitzerfreies Mädel bin. Während bereits in der Grundschule viele meiner Schulkameradinnen auf niedlich-schimmernde Ohrringe setzten, mit Barbiepuppen in schillernden Röckchen spielten und an Karneval bevorzugt zum glamourösen Prinzessinenkleid griffen, kreierte ich in meinem Kinderzimmer komplette Legolandschaften oder kochte im Garten Regenwurmsuppe, natürlich ganz unprätentiös in Cordhosen und kratzige Wollpullover gekleidet und ohne auch nur den einzigen klimpernden Armreif am Handgelenk. Einzig ein Paar schwarz-glänzender Lackschuhe genoss in meinem kindlichen Kleiderschrank einen etablierten Status.

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Modestrecke im SZ-Magazin: "Abheben ohne abgehoben zu sein"

Das aktuelle SZ-Magazin Nr. 41 erfreut wie so häufig wieder einmal mit einer höchst ansehenswerten Modestrecke in der Rubrik Stil leben. Darin springt Hannah Herzsprung, die wir aus "Vier Minuten" und anderen hochgelobten Streifen kennen, mit wirrem Haarschopf in Wasserpfützen herum und präsentiert dabei ganz beiläufig die schönsten Zwirne der Wintersaison, unter anderem von Prada, Avelon, Céline oder Hermès.

Einhergehend mit dem stetig wachsenden Einfluss minimalistischer Silhouetten - nie waren Marken wie Acne oder Jil Sander beliebter als heute - scheint sich auch in der Modefotografie ein ernstzunehmender Wandel zu vollziehen. Die Zeiten des klassischen Barbie-Posings, bei dem uns Models mit viel Hüftschwung und versteinertem Zahnpastalächeln entgegen stierten, scheinen jedenfalls passé, da hilft auch Heidi Klums Modelschule auf ProSieben nicht mehr viel. Wer heutzutage ein anständiges Modemagazin aufschlägt, der darf darin nicht selten eigenwillig schöne Models mit struppigen Mähnen und ungeschminkten Augenlidern bewundern, die, natürlich in feinste Couture gekleidet, unbeteiligt auf Stühlen kauern, an nackten Hauswänden lehnen oder auch akrobatische Turnübungen vollführen, die eher nach Pilates als nach artifiziellem Brust-raus-Po-rein-Posing aussehen.

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Zurück aus Indien: Wanakkam!

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Es ist ein komisches Gefühl, um 8 Uhr morgens bei strahlend blauem Himmel in Frankfurt aus dem Flugzeug zu steigen und die eisige, klare Luft einzuatmen. Es fühlt sich komisch an, durch Hamburgs Straßen zu fahren, in einem Fahrzeug mit Anschnallgurten, und damit ständig brav an roten Ampeln zu halten. Diese Stille, die ist auch komisch - keine Rikshas, die im Zickzack durch die Gegend rattern, keine klapprigen Busse, in denen die Fahrer voller Inbrunst durchgehend auf die ohrenbetäubende Hupe drücken. Es ist so still hier, so sauber, so geordnet, so diszipliniert, so organisiert, so schlicht, modern und ästhetisch. Es ist komisch, hier zu sein, nach diesen sehr eindrucksvollen und intensiven Wochen in Indien, einem Land, das sich in jeglicher Hinsicht von unseren europäischen Normen und Vorstellungen unterscheidet. Indien, das ist ein anderer Planet, ein anderes Universum.

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Hamburg: aktuelle Ausstellungen in den Deichtorhallen

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Eyes on Paris zeigt, wie fotografierende Künstler, Franzosen wie Immigranten, Paris gesehen, erlebt, sich mit der Kamera erschlossen haben. Dabei oszilliert ihr Blick zwischen dokumentarischem Interesse und subjektiver Wahrnehmung, Chronistenpflicht und Projektion persönlicher Befindlichkeiten. Rund 400 fotografische Werke bedeutender Vertreter der Fotografie im 20. Jahrhundert treten in einen Dialog mit epochalen Büchern, Portfolios oder seltenen Mappenwerken. Schließlich war keine Stadt der Welt so oft Gegenstand herausragender Publikationen wie Paris: von Atget bis Ed van der Elsken, von Robert Doisneau bis William Klein.

Mit diesen Worten locken derzeit die Deichtorhallen, Hamburgs erste Anlaufstelle für Liebhaber feinster Fotografie und moderner Kunst, in die aktuelle Schau unter dem Titel "Eyes on Paris", die Werke verschiedener Künstler über die französische Hauptstadt vereint. Für Parisfans und Modeliebhaber wie mich sicherlich ein Muss! Nicht minder interessant klingt die ebenfalls gerade erst realisierte Ausstellung "Wunder", die sich mit dem beschäftigt, "was in unserer Welt aus dem Rahmen fällt: von der unerklärlichen Heilung, dem unglaublichen Naturschauspiel und dem wundersam Fremden über die unverhoffte technische Innovation, die künstlerische Idee bis hin zum bloßen Zufall."

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Hamburg: Crêperie "Ti Breizh"

Die Speicherstadt zählt zu meinen absoluten Hamburger Lieblingsorten. Die hohen Kontorhäuser aus rotem Backstein, der frische Elbwind, der Duft nach Kaffeebohnen, die Nähe zur futuristischen HafenCity - nirgends ist Hamburg authentischer, nirgends das Flair metropolitischer und weltoffener. Daher lege ich jedem Hamburgreisenden auf jeden Fall einen ausgiebigen Speicherstadt-Spaziergang ans Herz - und wer anschließend eine kleine Stärkung braucht, sollte schleunigst die Crêperie "Ti Breizh" in der Deichstraße 39 ansteuern.

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Hamburg: Shop "Animal Tracks"

Als bekennende Liebhaberin kleiner, fein konzipierter Boutiquen versuche ich grundsätzlich, einen Bogen um Massenmodegeschäfte zu machen und halte stets fleißig nach unabhängigen, individuellen Läden mit eigenem Charme Ausschau. In der Hamburger Innenstadt ist das - wie in vielen Großstädten - jedoch etwas schwierig, klebt dort doch an jeder Straßenecke wahlweise eine H&M- oder Zara-Filiale. Umso entzückter war ich deshalb, als ich vor gar nicht allzu langer Zeit in einer der schönsten Straßen der City, in den Colonnaden, das Geschäft "Animal Tracks" entdeckte. Die Fassade ist etwas unscheinbar, doch in den kleinen Souterrain-Fenstern lassen sich schon erste Schätze ausmachen - knallbunte Nike AirMax und kurvige Minimarket-Plateaus. Nix wie hin.

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