Wie üblich ist es dem amerikanischen Großmeister der Mode, Marc Jacobs, wieder einmal gelungen, mit seiner jüngst auf der New York Fashion Week vorgestellten Kollektion die geballte Aufmerksamkeit der Modewelt auf sich zu ziehen. Was wir dort auf dem Laufsteg von hochkarätigen Models vorgeführt bekommen haben, lässt sich wohl mit nichts zuvor Gekanntem vergleichen, es ist ein wildes farben-, muster- und formenreiches Potpourri aus verschiedensten Stilen, in die man sich, sofern ausreichend modemutig, im kommenden Winter wird hüllen dürfen.
Überdimensionale, pelzige Riesenschlapphüte, üppig ausgestellte Wollmäntel in knalligem Violett und Tannengrün, kugelige, knöchellange Röcke und Kleider aus glänzend gemusterten Brokatstoffen oder glitzernden Plüschpelzen, mit großen Sicherheitsnadeln zusammengesteckte Häkeldeckchen als Schulterüberwurf, grelle Farbkombinationen aus Giftgrün, Lila, Knallgelb, Himbeerpink und Bonbonrosa, Patchwork, Hahnentritt und zu guter Letzt noch die mit reichlich Perlen oder Blütenapplikationen geschmückten Schnallenschuhe - allein dieses Chaos in Worte zu fassen ist anstrengend und außerordentlich ermüdend, und der Anblick erst - nun ja. Persönlich bin ich zum Einen begeistert von so viel unerschöpflicher Kreativität, und zum Anderen entsetzt angesichts eines so offensichtlichen Modewahnsinns. Wer zum Teufel, lieber Herr Jacobs, möchte denn so gekleidet herumlaufen?
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