Flintstone-Heels von Jeremy Scott
Oha. Was haben wir uns gefreut, als Jeremy Scott seine Flintstone-Show abgefackelt hat im letzten Herbst. Kleine Laibchen, wenig Lendenschutz und unten herum gab es die Multicolor-Wingsneaker. Was uns Jeremy Scott im Herbst 2009 leider vorenthalten hat, waren diese Schuh. Die Heels mit dem kleinen Knochen, nachdem Bello immer beißen wird. Den unser Hund unbedingt haben will. Ja, der Knochen sieht wirklich wie ein Hundeknautschknochen aus und wären wir ein Hund, dann wüssten wir es auch nicht besser. Wir würden uns prompt in diesen Schuh verlieben.
Verlieben ist ein gutes Stichwort. Ein bisschen verliebt sind wir in die Schuhe bereits, auch wenn wir noch nicht auf allen Vieren laufen. Ein wenig Humor in der Designerwelt finden wir immer angenehm und wenn das Lachen uns durch diesen Knochen kredenzt wird, dann finden wir das auch ok. Über den Preis müssen wir uns noch einmal unterhalten. Mit 510 Dollar liegt der deutlich über dem realistischen Preis. Ein Knochen an einem High-Heel ist nicht soviel Geld wert. Oder etwa doch?







Sylviana
Mal etwas zu Schuhpreisen:
Ein Schuh der 510 EUR kostet, kauft ein Händler für ca. 200 EUR ein (und lebt von der Marge nicht mal sonderlich gut...)
Materialkosten sind nicht so viel, aber gehen wir mal von höherwertigen aus, so sind es 20 bis 50 EUR. Die jeweilige Marke, bzw. der Designer wollen auch etwas verdienen, bleibt also 100 bis 150 für die reine Handarbeit am Schuh. Bei europäischen Lohn- und Lohnnebenkosten -vor allem für gute Handwerkskunst- ist das nicht viel!
Umgekehrt kann man sich ja denken, wie ein (Buffalo) Schuh der im Laden 90 EUR -im Einkauf also 40 EUR- bzgl. Materialien und handwerklicher Qualität hergestellt wird.
Nichts gegen billige Schuhe.
Nur sollte man dann seine Ansprüche hinsichtlich Design, Materialien, Qualität... runterschrauben.
PS: 70% der in Deutschland verkauften Schuhe stammen aus China.