Annejet Kosters - Schuhe ohne Vorderbereich
Experimentell hin und her - diese Schuhe sind nichts für den Alltagsgebrauch. Warum die Designerin Annejet Kosters genau Schuhe ohne Vorderbereich kreiert hat, ist uns nicht klar. Von Nutzen ist das für Niemanden. Wenn man mit den Kreationen auf die Straße gehen würde, dann würde man sich Rollsplit, sich Glas oder Zigarettenkippen in den Fußballen treten. All das wollen wir vermeiden. Darum kategorisieren wir diese Schuhe als Bettschuhe. Nur da sind sie akzeptabel wenn überhaupt.
Schuhe, mit denen man nicht laufen kann und die auch nicht im Entferntesten etwas mit Kunst zu tun haben, sind Bettschuhe. Schuhe, die der Liebe mag und die so hoch oder/und unnütz sind, so dass man sie nur beim Spiel im Bett tragen kann. Die Schuhe von Annejet Kosters gehören ganz eindeutig in diese Kategorie. Zwar sehen sie sehr interessant aus und erschrecken den Betrachter beim ersten Anblick. Auf dem zweiten Blick wird aber ganz schnell klar, dass diese Schuhe nur Teil eines Projektes sein können.
Wie beispielsweise die Hochzeitsschuhe, die Annejet Kosters mit einer Schärpe ausgestattet hat. Die können wir uns sogar irgendwie an unseren Füßen vorstellen, falls wir jemals vor den Altar treten sollten. Die Schärpe muss ja nicht immer am Kleid oder am Kopf angebracht sein. An den Schuhen macht sich diese auch sehr gut.












Chris
Also ich finde die Objekte sind Kunst. Ganz eindeutig. Daß das nichts zum Laufen ist, ist sofort klar, und Bettschuhe sind für mich auch was anderes.
Hier hat sich jemand mit High Heels auseinandergesetzt und sie auf das reduziert, was einen High Heel von einem flachen Schuh unterscheidet: Das "Emporheben" der Trägerin. Eine Sohle und damit Schutz gegen den Untergrund bieten alle Schuhe.
Ich finde daß ist große Kunst!
Chris
Tanja
Das ist auf jeden Fall große Kunst. Ich mag den Gedanken, dass die Designerin mit der Reduktion auf den High-Heel an sich gespielt hat.