von Cloudy in Kategorie: Lifestyle 64Kommentare

Cloudy's Column: Die Kluft der Kleinstadt

cloudys_column_kleinstadt-01.JPG

Weihnachten ist die Zeit der Ruhe, der Fressorgien und des unkontrollierten Rumgammelns ohne schlechtes Gewissen. Eigentlich war mein Plan erholt und im Einklang mit mir selbst die Tage im heimischen Schwarzwald zu verbringen und einfach mal ein bisschen abzuschalten. Daraus wurde leider nichts, denn auf einmal fand ich mich auf einer Party wieder, vor der ich am Liebsten Augen und Ohren verschlossen hätte. Was sich mir darbot, war das modische Grauen in seiner reinsten Form. Ein guter Anlass für die nächste Cloudy's Column.

Schnell konnte ich zwei Kategorien ausmachen: Unter der Kategorie A verbuche ich alles, was mit wasserstoffblonden Haaren in farblicher Komposition mit schwarzen oder pinken Strähnen als Kopfbedeckung zu tun hat; weiterhin dunkelbraune, Solarium gebräunte Haut bis die Pelle platzt, wir erinnern uns an eine gewisse Kampagne; Mörderheels in Neonfarben mit Doppelplateau, auf die selbst die Kardashiantussi neidisch wäre; One-Shoulder-Glitzertops mit Wasserfallausschnitt, die dank 100% Elasthan und zu kleiner Größe am Bauch für einschneidende Erlebnisse sorgen; Jeans in Minigrößen mit krass-geilem-Tribal-Glitzer-Shit an den Popotaschen und Leggings, Jeggings und Treggings in jeglichen Varianten. Ballerinas und Minipupstaschen, die unter die schwitzende Achsel geklemmt werden, gehen übriges sowieso immer, ebenso fleischfarbene Nylonstrumpfis.

Kategorie B umfasst dann den bekannten Anblick der bis zum Blutstau eingequetschen Jeans in kniehohen braunen Stiefel bei den Damen und bei den Herren die Kombination aus Hintern-frisst-Hose-Jeans zu braunem Ledergürtel und karriertem Hemd, wahlweise Kurz- oder Langarm, am liebsten jedoch in Blautönen. Den eigenen Göttergatten kann man dann bestenfalls anhand der Kilogrammanzahl Haargel oder der Anordnung der Karos auf dem Hemd ausmachen.

cloudys_column_kleinstadt-02.JPG

So stampfen sie also auf der Tanzfläche fröhlich vor sich hin, die Neon Kardashianheels und bejeansten braunen Stiefel. Und natürlich komme ich nicht umhin mich zu fragen, ob ich mich wohl jetzt auch so kleiden würde, wenn ich nicht vor Jahren das Weite gesucht hätte. Die Antwort ist wohl eindeutig ja. Wieso auch nicht? Wenn dein ganzer Freundeskreis und das gesamte Dorfumfeld diese Art von Kleidung ganz vorzüglich findet, liegt es sicherlich auf der Hand, dass man selbst ebenfalls in jauchzende Freudenschreie verfällt. Dann wiederum frage ich mich, wieso es ausgerechnet diese oben beschriebenen Kleidungsstücke sind, die auf so viel Anklang finden? Es könnten ja auch ebenso schicke Loafer, eine gut geschnittene Jeans und ein schlichtes Tshirt fashionable in the suburb sein. Sind sie aber nicht und eigentlich ist das auch ziemlich Wurst.

Denn eines ist sowieso das alleralleraller wichtigste: Die Leute sind happy - zumindest im modischen Sinne. Ganz einfach weil Mode absolut keinen zentralen Punkt in ihrem Leben darstellt. Und das macht glücklich. Punkt. Und darauf bin ich manchmal ein wenig neidisch. Ebenfalls Punkt. Deshalb ein Hoch auf alle Neonhighheels und Hintern-frisst-Hose-Jeans, denn wie schön ist es, die Freiheit zu haben, alles was man will tragen zu können, weil Mode sowieso nichts mit innerem Glück zu tun hat! Und wie schön ist es auch, nach Berlin zurück zu kommen und besagte Outfits auch hier vorzufinden! Kleinstadtkluft ist also auch manchmal Großstadtkluft. Als ich bei besagter Party übrigens mit Hut einlief, war ich damit eindeutig Außenseiter. Die Kluft der Kleinstadt kennt kein Pardon.

Tags: cloudys column, column, kluft der kleinstadt, kolumne
Pin It

64 Kommentare

  • Karen

    Völlig abstruse Argumentation. Was willst Du am Ende genau aussagen?
    "Und wie schön ist es auch, nach Berlin zurück zu kommen und besagte Outfits auch hier vorzufinden! Kleinstadtkluft ist also auch manchmal Großstadtkluft."
    So what?
    Und außerdem finde ich es nicht sehr fein, öffentlich über den Geschmack anderer Leute abzulästern.

  • Katharina

    @Karen:
    Das ist doch ein Blog und hier geht es auch um persönliche Meinungen und Gedankenaustausch. Wieso sollte Cloudy ihre Gedanken dazu denn nicht posten?! Du musst es ja nicht gut finden.

    Ich weiß jedenfalls ganz gut was Du meinst @Cloudy ;-). Geht mir auch oft so, wenn ich von zu Hause zurück komme :-). Aber schön ist es ja trotzdem irgendwie!

    LG

  • micha

    ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht wirklich, was du damit nun genau sagen möchtest. erst mies machen, und dann verständnis für die kleinen dummen landeier aufbringen, die es ja nicht besser wissen können, weil sie ja nicht wie alle ach so coolen leute nach berlin gezogen sind? sorry, aber da klingst du einfach nur überheblich.

    und wenn ich mich recht erinnere, rufst grade du immer dazu auf, toleranter zu sein was mode und kleidungsstil betrifft - jetzt wirst du sicher gleich sagen "bin ich doch, ich hab ja geschrieben wie glücklich die alle damit sind und dass ich das auch manchmal gerne könnte" und ja: hast du, aber auf eine extrem arrogante und somit leider recht unglaubwürdige art und weise. jeder soll machen was er will, aber das was die da machen ist pfui? recht beschränkte auffassung von toleranz und freigeistigkeit.

  • Frie

    Sie beschreibt wie sie die Mode der Leute sieht und ich denke nicht dass es dabei darum geht andere zu verurteilen.
    Geht es bei einem Blog nicht darum seine Meinung kund tun zu können?!

  • Cloudy

    Liebe Karen, lieber Micha,

    ich will genau das sagen was ich geschrieben habe: Anfangs fand ich es furchtbar, was okay ist, weil Geschmäcker verschieden sind. Dann wieder sind meine Gedanken weiter abgedriftet und mir wurde bewusst, dass es piep egal ist, ob ich es furchtbar finde oder nicht, denn darum geht es gar nicht, sondern darum in dem was man trägt glücklich zu sein und dass Mode anderorts weniger eine Rolle spielt als zB in Berlin.
    Ich habe mit keinem Wort geschrieben, dass ich mich "besser" fühle, weil ich in Berlin wohne und hier vielleicht mehr Menschen auf Mode wert legen, denn so denke ich nicht. Zudem wurde hier Berlin nur erwähnt, weil ich nun mal hier lebe und diese Stadt mir als Referenzpunkt dient. Das hat dann auch nichts mit Arroganz zu tun, denn wer diesen Text als arrogant empfindet, hat ihn leider nicht verstanden.
    Kennt ihr das nicht, dass ihr da irgendwo so rumsteht und euer Umfeld betrachtet und ein Gedanken in den anderen abschweift? So erging es mir, da gibt es manchmal kein ja und kein nein, sondern einen Gedankengang, der bei einem anfängt und bei einer anderen Erkenntnis aufhört.

    Liebst, Cloudy

  • Julia

    Ich hab zwar lachen müssen (weil ich es aus meinem Heimatdorf kenne), aber come on, der Text wirkt wirklich ganz schön arrogant, trotz kruder "Schlußfolgerung", non?

  • Hannah

    Mal ganz ehrlich, der Kleidungsstil einiger Leute in deiner Heimat ist tausendmal authentischer als deiner. Viele Leute interessieren sich eben einfach nicht so extrem für Mode und kaufen dann die Sachen, die sie in den Geschäften sehen. Das ist doch auch völlig in Ordnung. Und was gibt es in Offenburg und Lahr schon? Sicher könnte man nach Straßbourg fahren und dort stilvollere Kleidung kaufen, aber das muss doch jeder für sich wissen. Andere Menschen beschäftigen sich einfach mit wichtigeren Dingen als Mode. Soll sich den jeder so kleiden wie die coolen Leute in Berlin? Mal abgesehen davon, dass ich in keiner anderen Stadt so viele schlecht gekleidete Menschen gesehen habe wie in Berlin, laufen dort doch alle in einer Einheitsuniform rum.
    Und ich erinnere mich nur zu gut, wie mir eine gewisse Bloggerin vor ein paar Jahren in DER Disco in Lahr rumgelaufen ist...

  • toni

    ich finds ok, dass du schreibst, dass du es furchtbar fandest. deine schlussfolgerung am ende scheint mir aber auch unglaubwürdig. und die: "ich würde manchmal auch gerne wieder auf das alte niveau zurück" argumentation kenne ich von mir selbst (innerhalb eines anderen themenfeldes) und: sie ist schon überheblich... was ich nicht schlimm finde...nur nicht schummeln.

  • Diana

    Ich habe die ersten Sätze deiner Kolumne gelesen und wusste sofort: oh,oh, da geht gleich unten bei den Kommentaren die große Diskussion los...und so war es dann auch.

    Ich verstehe Cloudy. Ich wohne in einer Kleinstadt auf dem Land und sogar mich (und ich ziehe mich meiner Meinung nach nicht soooo ausgefallen an - ich interessiere mich nur ein bisschen für Mode;-)) gucken die Leute immer so blöd an. Und das sind meistens Leute, die genau diesen furchtbaren "Mode"geschmack haben, wie Cloudy es hier beschrieben hat - Leute, die meiner Meinung nach überhaupt keinen Sinn für Mode haben. Diesen Leuten würde ich am liebsten ins Gesicht springen und fragen, ob sie überhaupt mal ne Modezeitschrift in die Hand nehmen und wenn sie sich nicht für Mode interessieren, dann sollen sie mich wenigstens nicht so blöd angucken!!

  • Eva

    Du gute Güte. Die Kolumne ist doch gut geschrieben und die Autorin zeigt Profil. Und ich fasse das als Satire und nicht als Bösartigkeit auf. Gönnt dem Blog doch bitte auch mal was mit Ecken und Kanten. Als Kolumnist darf man auch mal mit seiner Meinung segmentieren, danach könnt ihr ja wieder in Wohlgefallen kommentarfrei weiterdösen.

  • Cloudy

    Liebe Hannah,
    irgendwie kritisierst du meine Aussagen in deinem Kommentar, aber gibst als Argumentationsgründe doch das gleiche an wie ich :) Und dein letzter Satz bringt mich zum Schmunzeln, den huiuiui, was hatte ich früher für schräge Outfits an, da haste vollkommen recht und sicherlich trage ich die für den Geschmack vieler Leute auch heute vollkommen weirde Sachen! :)

    Liebe Eva, DANKE!!

  • Christiane

    Ich wohne auch in einer Kleinstadt und empfinde die vorherrschende Mode als schrecklichen Einheitsbrei. Es gibt zwei bis vier Shops, die einem quasi "diktieren", was man anzuziehen hat. Hier sind das Jeans, Jeans and always Jeans, Taschen von GG&L oder Desigual und natürlich Jacken von Jack Wolfskin. Dazu die Marken mit den roten Schildchen am Saum.

    So wächst man auf und man kennt ja auch nichts anderes und ist nicht unglücklich damit...

    Mein "Bewußtsein" dafür, daß es noch was anderes da draußen gibt, erwachte mit dem Lesen der diversen Modeblogs und zudem mit Anfang 40. Für den "hippen" Berlin-Style ist es damit zu spät für mich, ich strebe das aber auch gar nicht an. Mein Stil ist ein Mix aus Vintage, "roten Schildchen" von früher und vielen Teilen, die ich mir von Städtetouren mitbringe. Wenn irgendein Label neu in unsere Stadt kommt, kaufe ich es von da an nicht mehr. Und ich versuche immer, möglichst wenig Jeans zu tragen - aber dafür liebe ich Leggings, egal was der Berliner Hipster darüber denken mag.

    Auf dem Land oder in einer Kleinstadt ist Mode einfach nicht so wichtig, da baut man irgendwann sein Haus und gründet eine Familie oder umgekehrt.

    Ich fand Cloudys Artikel nicht überheblich, hab mich aber schon gefragt, was ihre Bekannten oder Freunde aus der alten Heimat über einen solchen Artikel denken - falls sie den Blog denn lesen...

    In diesem Sinne schöne Grüße aus der Kleinstadt im Sauerland!!!

  • Eleonore

    Die die immer noch sagen, dass sie aus Berlin nach Hause fahren, wenn sie sich in ihren Mentalität prägenden Provinznestern verstecken, sind das Übel der Stadt, indem sie ihre dauerhaft verinnerlichte Provinzilität in der Stadt verbreiten und die entspannte Liberalität durch ihre verspiesste Konservativität verdrängen, da sie die Stadt nicht als zu Hause annehmen können, denn sie verstehen sie einfach nicht wirklich.

  • Eva

    @Eleonore

    Was du da schreibst, schlägt in die unsägliche Kerbe, die Thierse, um nur ein peinliches Beispiel zu nennen, überflüssigerweise geschaffen oder sichtbar gemacht hat. Um gleich auf den Punkt zu kommen: Das ist wirklich hinterwäldlerisch, zugezogene Berliner nur wegen ihrer Geburtsorte so wie du das versuchst, abzustempeln: ...

    Ich dachte, echte Großstädter erkennt man auch daran, dass so ein Thema gar kein Aufreger für sie ist. Verspiesste Konservativität als Haltung gibt es überall. Auch in Fünfzehnmillionen Metropolen.


    @Cloudy

    Bittesehr.

  • katharina

    hihi witzig die rede ist von lahr!!! genau das gleiche hab ich an weihnachten auch gedacht, als ich zu besuch bei meiner mutter durch die lahrer einkaufstraße gelaufen bin!

  • maike

    der text ist wirr, erst ablästern und dann "ach ich wäre auch gern so frei wie diese kleinstadtidioten, aber berlin, und mein hippes leben lassen es nicht zu". und du wirkst sehr arrogant.

  • Sara

    obwohl ich verstehe was du sagen willst cloudy, ist es vielleicht etwas ungeschickt ausgedrückt. ich selbst bin eine großstadtpflanze aus dem ruhrgebiet und würde mich selbst als modeinteressiert bezeichnen. obwohl ich es eher schlicht und zurückhaltend mag, habe ich jedes mal das gefühl angestarrt zu werden wenn ich zu besuch in der eifeler provinz bin. und das, obwohl ich nicht total auffällige outfits mit wildem mustermix trage. das zeigt mir dann jedes mal, dass es schon einen erheblichen unterschied zwischen großstadt und kleinstadt gibt. hauptsächlich liegt das ganz klar daran, dass es auf dem land einfach nicht diese große auswahl an geschäften gibt, logisch. da gibt dann eben c&a den ton an.
    auch wenn man so etwas vielleicht nicht laut sagen darf (immer schön politisch korrekt bleiben, nicht wahr), so musste ich doch ein wenig schmunzeln als ich deinen text gelesen habe. genauso sehen nämlich viele aus, auf dem dorffest und in der dorfdisco. nicht alle, aber viele.

  • Emma

    hellblaue oder rosa polyester-oberteile mit wasserfallausschnitt in kombination mit diesen spitzen stiefeln ohne absatz, dazu krawattenketten aus strass. hat so ein bisschen was von background tänzerin von dj bobo.

  • Kirsten

    sags doch einfach wie es ist: viele leute, vor allem in kleinstädten, haben einfach keinen stil. auch keinen anderen als du, sondern einfach keinen (auch wenn es stillose großstadtchicks gibt, das phänomen ist am dorf einfach sehr auffällig). denk ich mir auch oft, wenn ich zu besuch bei meinen eltern bin. das sollte man doch mal laut sagen dürfen, ohne als arrogant oder oberflächlich abgestempelt zu werden, oder?

  • Jana

    Das von Dir erwählte Thema ist ein alter Hut, aber ein immer wieder gern erwählter, da es sich aus der Sicht eines zum Modefan bekennenden Neugroßstädter, der dem Mief der Kleinstadt entronnen ist, immer als eine Art Erlösung vorkommt, eben anders zu sein und nach seinem Dafürhalten Stil entwickelt zu haben. Zumeist landet man damit keinen besonders schönen Argumentationshit, denn die Grenze zur Beleidigung ist hier ziemlich unscharf. Was ich in Deinem Artikel vor allem unlogisch finde, ist Dein Argument, die von Dir beschriebenen Kleinstädter hätten kein Interesse an Mode. Hätten sie kein Interesse, würden sie nicht genau diese auch aus meiner Sicht stilistischen Schandtaten begehen. Das ist ihre Auffassung von Stil und Mode und auch diese hat einen Platz in dieser Welt verdient.

  • nienah

    @Cloudy... warum genau meinst du, dass sie sich nicht für Mode interessieren? Wie Jana schon andeutet, sind die Menschen mit Sicherheit modeinteressiert... warum sollten sie sonst zu den quietschgelben Plateauheels und den Karohemden greifen? Villeicht trifft das nicht deinen Geschmack, aber Mode spielt auch sicherlich außerhalb von Berlin für den einen oder anderen eine kleine oder große Rolle.

  • Tuni

    Du denkst dein Modegeschmack ist der Maßstab, vergisst aber das die Leute aus der Kleinstadt, über die du stellst, vermutlich modischer gekleidet sind als du. An solchen Artikeln merkt man immer wie spießig du bist ;-)
    Billig blondiert sind deine Haare auch, zumindest sehen sie kaputt aus.

  • Lena

    Ist es nicht jedem frei gestellt seine Meinung kund zu tun? Ich finde den Beitrag nicht überheblich, was daran liegen mag, dass Cloudy eben schreibt, dass sogenannte "Modesünden" sowohl in der Provinz als auch in der Großstadt zu finden sind. Klar ist auch, dass der hier genannte "Großstadt-Berlin-Stil" nicht überall gleichermaßen ankommt und auch nicht überall gleichermaßen Anklang findet. An die entsprechende Kleidung zu kommen ist dank einiger Modekette ja eigentlich nirgendwo ein Problem. Dennoch denke ich, dass nicht alle Outfits überall tragbar sind und ein heimlicher Dresscode immer sehr präsent ist. Prägend für die Entwicklung unseres Geschmacks ist doch wahrscheinlich am ehesten unser tägliches Umfeld und eben nicht Modezeitschriften....
    Außerdem relativiert Cloudy das Ganze dadurch, dass sie sagt, dass Mode eben nicht ein zentraler Punkt in jedermanns Leben ist. So würden bei mir sicher einige Auto-Freaks lachen und die Augen lieber zukneifen wenn sie meine Popel-Karre sehen würden - aber da Autos eben nicht der zentrale Punkt meines Lebens sind und Autojournals nicht meine tägliche Lektüre sind ..... ihr wisst worauf ich hinauswill..... Who cares.....

  • Christiane

    Ich finde die Kolumne leider auch nicht sehr gelungen. Meine Meinung in einem Satz: Entweder man interessiert sich für Mode, oder man tut es nicht - unabhängig vom Wohnort.


    Ich bin ein Landei, komme aus einer bayerischen Kleinstadt und interessiere mich (dennoch?) von Kindesbeinen an für Mode. Ich habe studiums- und praktikumsbedingt auch schon in den zwei größten bayerischen Städten gelebt - diese fünf Jahre haben meinen modischen Horizont weder erleuchtet noch verfinstert.


    Wir haben auf dem Land weniger Geschäfte zur Auswahl, das ist richtig. Aber auch bei uns gibt es Einzelhandel mit modischen/trendigen/angesagten Marken und wir scheuen uns nicht davor, im Internet zu bestellen oder Auto/ÖPNV zu nutzen, um mal in eine "Großstadt" zu fahren. Und die Marke mit den roten Schildchen gibt es z.B. auch in München oder Nürnberg (mehrfach) und die Geschäfte werden dort sicherlich nicht nur von den Landeiern aufgesucht, die einmal im halben Jahr in der Großstadt einfallen.


    Dass man die von Dir beschriebenen Kluften A und B auch in der Großstadt antrifft, hast Du ja selbst erkannt, auf dem Land in nur einer Disco, in der Großstadt eher weiträumiger verteilt in unterschiedlichen Lokalen, aber es gibt sie hier wie dort: Die Menschen, die nicht dem eigenen Geschmack entsprechend gekleidet sind.


    Am meisten störe ich mich an diesem Satz: "Ganz einfach weil Mode absolut keinen zentralen Punkt in ihrem Leben darstellt." Was soll uns dieser Satz sagen? Die Menschen auf dem Land stellen Mode nicht in den Mittelpunkt ihres Lebens, eher plagt sie doch die Frage, wie sie die nächste Wildsau erlegen können?!? Der Großstädter hingegen stellt - und das nur (!) weil er eben in der Großstadt lebt, Mode schon eher in den Mittelpunkt seines Lebens. Jawoll.


    Geschmack und Stil sind doch weder eine Frage des Geldbeutels noch des Wohnorts.

  • Minna

    "Ganz einfach weil Mode absolut keinen zentralen Punkt in ihrem Leben darstellt."

    Ich bin froh darüber.. es gibt Wichgtigeres, als die Art sich anzuziehen. Ich denke, Geschmack und Stilsicherheit sind sicher nicht verkehrt, aber wenn Mode einen zentralen Punkt in meinem Leben darstellen würde.. fände ich wirklich schlimm!

  • AnnaBu

    diese gedanken in diesem artikel hätten eins zu eins auch von mir kommen können. die habe ich jedes mal, wenn ich in meine heimat fahre. ich hatte sogar mal ein paar weiße billigstiefel, weil ich dachte es sei einfacher dazu zu gehören, als ständig schief angeschaut zu werden. sie kamen allerdings nie zum einsatz. genau so wie das weiße polyester glitzer top, dass ich 30 minuten nach dem kauf wieder umtauschte.
    ich stimme cloudy zu hundert prozent zu. das hat für mich auch nichts mit arroganz zu tun, sondern mit der beobachtung seiner umwelt, zu der man vor ein paar jahren noch gehörte und der man plötzlich entwachsen ist oder zu der man schon immer nicht wirklich gehört hat. "Die Leute sind happy - zumindest im modischen Sinne" - das ist für mich der springende punkt, denn so viel selbstsicherheit im eigenen outfit kann man sich bei vielen "fashionistas" nur wünschen.
    ich wünschte es gäbe einen streetstyle blog aus meiner heimatstadt! da sieht man doch, was die masse wirklich kauft und trägt. vielleicht mein projekt für 2013...

  • anne

    Cloudys im Grunde bitterböse Kolumne erweckt bei mir den Anschein, dass die Verfassein auf einem sehr sehr hohen Ross sitzt. Würden neongelbe Highheels im kommenden Frühjahr von Isabel Marant, Acne und Konsorten ausgerufen, würde die gesammelte Bloggergemeinde demütig auf die Knie fallen und uns mit den dazugehörenden Outfitposts beglücken. Kürzlich hat ja auch ein grauenhafter Tigerkopf Karriere gemacht - auf einen Shirt von Kenzo. In Modefragen fährt man m.E. ganz gut mit der Devise: NEVER SAY NEVER!

  • Marie

    "Ganz einfach weil Mode absolut keinen zentralen Punkt in ihrem Leben darstellt." Ich finde nicht, dass irgendjemand das Recht hat, das so zu beurteilen. Wenn du eine Stilkritik schreiben willst, dann doch bitte fundiert.
    Ansonsten bleibt nur zu sagen, ob in Hipster-Berlin, Köln, München oder auf dem Land, es gibt überall solche und solche. Leben und leben lassen oder vernünftig argumentieren.

  • karo

    christiane bringt's komplett auf den punkt! danke!

  • anvic

    Ich kann Cloudys Gedanken sehr nachvollziehen.
    Problem: Man hätte sie vielleicht nicht aussprechen sollen.
    Denn: Selbst unter "modisch gleichgesinnten" kommen gehässige Gedanken auf, wenn man mal eine Kombination nicht so prickelnd findet. Dass man/frau über modische Fehltritte lästert, gehört einfach mal zu unserem Bedürfniss, uns abzugrenzen. Das mag der eine zugeben, der andere nicht, und wiederrum ein anderer ist so gutherzig und hegt solche Gedanken nicht. Sowas weiß man aber nicht.
    Man kann nur mutmaßen, wie es anderen geht. Und da man als Bloggerin im Haifischbecken der selbsternannten Modekritiker schwimmt, sollte man mit solch einer Kritikwelle rechnen.

    Deshalb: Wenn man ein Problem hat, auf sehr wahrscheinliche Gegenresonanz zu stoßen,
    dann sollte man so eine "Kolumne" nicht schreiben.
    Und wenn man damit zurecht kommt: Dann vielleicht etwas "unangreifbarer" argumentieren.

    Ansonsten ist der Inhalt nachvollziehbar.

  • Maike

    Herrlich! Du triffst es auf den Punkt, liebe Cloudy! Teile diese Meinung zu 100% und aus eigener Erfahrung. War auch bei Freunden und Familie und Norddeutschland - allerdings war der Ausblick in HH auch nicht wirklich besser, was aber an den aufgesuchten Locations lag. La Martina ist tot, es lebe Camp David (oder so ähnlich)! Unsichere Vorstadttanten, die den "Nummer sicher" Style wählen, um am Vorgartenzaun im Geplänkel mit der Nachbarin nicht aufzufallen. Es ist tragisch. Nicht wegen der Kleidung, sondern wenn Du mit den Mädchen sprichst, dann springt Dir förmlich die Unzufriedenheit entgegen. Das hat nichts mit der Klamotte zu tun, sondern mit der Selbstsicherheit... Aber was willst Du machen, wenn Du an so einem "Vorstadt-Yuppie" hängen geblieben bist...

  • anne

    Dass mein kommentar gelöscht wurde, ist echt schlecht. ich hab cloudy darin recht gegeben!

  • Lara

    Also sorry aber könnte man nicht genauso über den ach so coolen Berliner Hipster Style ablästern? Sind diese Leute nicht einfach nur mainstream gekleidet und ziehen das an, was ihnen vom Modediktat vorgeschrieben wird, egal ob das vorteilhaft oder einfach nur verkleidet aussieht? Ich könnte genauso kopfschüttelnd durch die Strassen Berlins laufen und mich über dieses Schaulaufen ärgern wo man sich als modisch und stilsicher bezeichnet, nur weil man 20 Jutebeutel im Schrank liegen hat und sich kleidet wie ein Clown... Ich finde es ein bisschen schade, dass du dieses Thema für deine Kolumne gewählt hast. Die von dir gegebene Absolution am Ende, dass jeder das tragen soll, was ihn glücklich macht, wirkt sehr überheblich.

  • Eva

    Da möchte ich am liebsten gleich weinen, wenn ich all die Kommentare von jungen Frauen lese, die anscheinend Vorzeige-Humanistinnen sind, für die es untragbar ist, über die Klamotten anderer zu urteilen, geschweige denn, zu lästern. Dabei ist das genau die Zielgruppe, für die der ganze echte Style-Lästermist in der Yellow Press gemacht wird.

    Bei mir kommt das scheinheilig und wenig glaubwürdig an; sollte einem ja andernfalls auch mal auf der Strasse auffallen, wie liberal und gelassen der Style anderer durch Frauen nicht kommentiert wird ....

  • Anne

    Die Schuhe finde ich irgendwie gut.
    ...zur Sicherheit warte ich natürlich, bis ein gehuldigter Designer sie rausbringt. Man will ja keinen Style Fauxpas begehen. ;)

  • Marie

    Eva, Du verwechselst Ursache und Wirkung. Ursache sind die zugezogenen Landeier, die nicht reif für eine entspannte liberale Stadt sind. Wirkung sind dann wenige kluge mutige Menschen, die das Thema analysieren und auch auf die Agenda setzen, Stichwort Gentrifizierung Prenzlberg. Und dass Schwaben nun mal mit ihrer kontrollwütigen der Berliner Mentalität diametral entgegensehen ist schon historisch und keine Überraschung.

  • Ann

    Nenene das tut wirklich weh!

  • Kailin

    Alle Schwaben sind kontrollwütig, alle Berliner liberal und entspannt. Schön...und sehr liberal.

    Wie viele Generationen dauert es eigentlich, bis das Landeiertum abgelegt und der entspannt liberale Habitus angenommen wurde?

    Lahr liegt übrigens gar nicht in Schwaben...

  • Mila

    @Kailin: Dass Lahr nicht in Schwabenland liegt, ist dem Gentrifizierungskrieger doch schnuppe. Alles ist verdächtig, was jenseits der Stadtgrenze groß geworden ist. Und ich darf da lästern, denn ich bin Berlinerin - und zwar in dritter Generation (ja, so was gibt's och noch); und drum kann ich auch sagen, dass es nix Piefigeres und Kleingeistigeres gibt als Leute nach ihrem Herkunftsort zu beurteilen. Ich lebe übrigens mitten im Gentrifizierungszentrum Prenzlauer Berg und ja, richtig: Es gibt nicht mehr viele 'Urberliner' um mich rum - und??? Dem 'Schwaben' und alles, was man dazuzählen will, steigende Mieten und eine Verbürgerlichung von Kiezen in die Schuhe schieben zu wollen, zeugt von wenig Differenzierungsvermögen und Problembewusstsein.

  • Eva

    @Marie

    Meinst du mich oder dich selbst? Ich hatte meine Meinung dazu geäußert, wie hier von manchen jungen Frauen die Moralkeule gegen die Autorin geschwungen wird, obwohl Kolumnen Ausdruck subjektiver Auffassungen der Kolumnisten sein dürfen. Und dieses Schwaben-Thema, auf das du auch noch aufspringst, ist für mich ohnehin unter aller Kanone, weil ich Rassismus jeder Form ablehne. Es gibt die Schwaben genau so wenig, wie es die Berliner nicht gibt.

    Und auch Großstädte wie Berlin relativieren sich dann zur beschaulichen Stadt, wenn jemand anderer in einer Fünfzehnmillionen-Metropole lebt, oder?

  • Bea

    Kailin, wann die Entspannung und Unaufgeregtheit bei Landeiern eintritt ist individuell. Ich kenne einige wenige die kamen schon locker und entspannt an, viele andere müssen aber erstmal versuchen sich zwanghaft zu verwirklichen und scheitern, bis die Entspannung einsetzt, das kann auch Generationen dauern.

  • Sarah

    Die Landeier haben Berlin voll provinzialisiert. Die Stadt war noch in den 90ern sozialisiert und entspannt, ist inzwischen jedoch ein Hort von unerzogenen, zickigen und flachgeistig-pragmatischen kommerzigen Schein-Individualisten. Danke all Euch Landeiern dafür!

  • Mila

    @Sarah: Ha, ha - früher war ja alles besser, wa? Mit solchem Bestandsbewahrerdenken stellst du natürlich deine weltoffene, freie Geisteshaltung unter Beweis. Ich lach mich schlapp.
    Erinnert mich daran, wie nach der Wende so viele ach so liberalen Leute den Geist der Achtziger Westberlins beschworen haben - schon damals war früher alles besser in Berlin gewesen ...

  • Joha

    Mila, wars ja auch, ich habe den Vergleich, aber Du kennst es eben nicht. Und dass Berlin selbst in der heutigen Verfassung noch spannender ist als die Herkunftsdörfer der Provinzler verwundert keinen, doch an diesem geringen Niveau sollte Berlin sich nicht messen, tut es jedoch zunehmend. Ich sage nur 90% Zugezogne in PB seit 1990 sind maßgeblich für die heutige Langweiligkeit des Bezirkes.

  • Mila

    @Joha: Du unterschätzt mein Alter :-) Die Achtziger waren meine Jugendjahre - ich weiß also, wovon ich rede. Stillstand ist nie gut und ich kann dieses larmoyante Rückständigkeitsgejammer nicht mehr hören. Prenzlauer Berg finde ich übrigens nicht langweilig, ich lebe dort und find's gut - genauso wie ich's damals Anfang der Neunziger gut fand, als ich als Kind des Weddings den Osten entdeckte.

  • Joha

    Mila als Kind des Weddings den Osten entdecken, na wenn man aus dem Wedding kommt sehnt man sich nach Bürgerlichkeit und materiellem Aufstieg. Aber fragen Sie mal die ehemals zahlreichen Geistreichen und Intellektuellen aus dem Prenzlauer Berg, denen das Materiellle weniger bedeutete, sondern eher das Zusammenleben und vor allem -denken, zu denen ohne Frage auch Thierse gehört, deren soziale Kritiken sind ernst zu nhemen, freilich denken die Neuzugezogenen heute nicht so weit und komplex.

  • nine

    Total genial diese Debatte, wer ist echter Berliner, wer zugezogener, wer kenn was... Omg, wie beschränkt kann man sein?? Ich halte mich da an Kraftklub, ich will nicht nach Berlin. Wenn ich mir vorstelle, dass ein Bezirk oder ganze Teile einer Stadt die MEnschen nur nach ihren Modestil (der ja von diesem Blog propagiert zwingend Marken enthalten muss) bewertet, also ne in so einer Stadt muss ich nicht wohnen. Und mal im ernst : Ich bin Studentin und frage mich ernsthaft: woher haben die Berliner Hipster Studenten Geld für diese ganzen Markenklamotten??

  • ich nochmal

    Ist eigentlich noch jemanden aufgefallen, das Cloudy oder wer auch immer die Anspielungen auf die roten Markennamen am Bündchen aus dem Text gelöscht hat? Wollte ein Geldgeber abspringen ?

  • Mila

    @Joha: Mit "na wenn man aus dem Wedding kommt sehnt man sich nach Bürgerlichkeit und materiellem Aufstieg" haste dich aber übel entlarvt - au weia! Dein Schubladendenken ist ja echt preisverdächtig. Offenbar kannst du nicht zu den querdenkenden Künstlern gehört haben, sonst hättest du nicht solche Schranken im Kopf. Den Deckel auf deiner Konservendose macht man besten gleich ganz fest zu.

  • Joha

    Mila, ohne Hang zum Materiellen kann man heute nicht mehr im PBerg leben, zumindest wenn man den weit freiheitlicheren und intellektuellen Vergleich der Vergangenheit hatte, aber Du hast eben ein kommerzielleres Lebenskonzept, muss man so hinnehmen, ist nur nicht meins.

  • Mila

    Dass du dich als 'freiheitlich' bezeichnest, hat bei mir echte Erheiterung ausgelöst - danke dafür!

  • Joha

    Mila intellektuell-freiheitlich unterscheidet sich maßgeblich von materiell-freiheitlich, das versteht aber selbst die FPD heute nicht mehr, der Einzelne noch viel häufiger nicht, ihr leidet am gleichen Problem.

  • Mila

    Wer sich aber so dünkelbeladen und vorurteilsvoll zeigt wie du, ist eben genau nicht intellektuell-freiheitlich. Schade drum.

  • hannah

    mila wer nie selbst weit freiheitlicher leben konnte, bemerkt die unterschiede im heute verspiesssten pberg auch nicht, was bei dir leider der fall ist, aber du kannst natürlich nichts dafür, wo du aufwachsen musstest. thierse weiss worum es geht, er hat die intellektuellen zeiten des bezirks noch erlebt, die noch nicht so lange her sind, die gentrifizierung zur heutigen langweiligkeit ging dort leider extrem schnell.

  • Mila

    Alllmählich kommt der Verdacht von ner multiplen Persönlichkeit auf - Sarah, Joha, Hannah - alles eine Person, vermute ich mal. Na was soll'.
    Dass sich der Prenzlauer Berg extrem gewandelt hat und viele Veränderungen ungut sind, bestreitet auch keiner. Aber auch hier gilt: Man kann nicht alles über einen Kamm scheren; DEN Pberg gibt's im Übrigen nicht, es wird immer nur von bestimmten Quartieren gesprochen, die gerne in den Medien thematisiert werden. Doch auch hier gibt's Ecken, wo die Townhouses (zum Glück) noch nicht Einzu gehalten hat - Ostseeplatz, Kniprodestr etc. Da gibt's viel Hartz4 und wenig Schaum aufn Kaffee. So viel dazu. Gut, das ist auch nicht intellektuelle Boheme, zugegeben.
    Du/ihr müsst einfach mal aus der Mottenkiste rauskommen und einen Blick über euren ach-wie-schön-war-alles-früher-Horizont wagen. Denn es gibt viel zu tun im Hier und Jetzt, um zu versuchen mitzugestalten, was eine völlig verfehlte Politik (und nicht die Schwaben!) in Berlin verbockt hat.

    So, und jetzt möchte ich mich noch bei Cloudy und Katja entschuldigen, dass wir diese Diskussion auf ihrem Blog so an uns gerissen haben. Ich bin dann auch raus hier.

  • Samuel

    Mila wäre schön wenn Du was Konstruktives beitragen könntest und nicht nur den Seinszustand devot hinnehmen, denn das ist gerade die Grundlage des Übels der heutigen Situation in der Stadt aber auch der Politik allgemein. Und P-Berg war nur der Anfang, gleiche komemerzielle Entwicklungen in K-Berg, F-Hain, N-Köln etc. sind nun wirklich kein Geheimnis, also Augen auf!

  • Mila

    Cool, noch ne weitere Identität ... na wer's braucht ;-)

  • Annika v. Aristo

    Der Zuzug aus dem Wedding ist ja wie der aus der Provinz. Als würde die Wissenschaftsakademie dauerhaft von Rapprolls besetzt.

  • Chael

    Style is something that we acquire culturally and socially, so it depends on our environment - an environment that we can choose and shape to some extent. It is nothing we are born with. Style can be very important to us, if we use it as a ressource to form and create our identity. Of course there are various other sources that can be employed for building an idenity. Generally idenity is nothing we are born with, there is no idenity core in us that needs to be uncovered ... identity or better idenities need to be created consistently.


  • Henriette

    na fragt mal die stuttgarter ob sie lust habn, dass die liberalen und konventionslosen berliner und preussen bei ihnen im zwanghaft durchstrukturierten erzkonservativen ländle einfallen und ihnen den pflaumendatschi wegfuttern

  • Henriette

    ebenso geht es den berlinern mit den zugereisten aus den verspiessten regionen des landes, die wollen auch lieber mit ihren bisherigen freiheiten und schrippen in ruhe gelassen werden. stuttgart und berlin geht nun mal nicht, lernts einfach ihr ganzen unreflektierten provinzhansel und -hänsinnen

  • Leni

    @Henriette: Wunderbarer Kommentar,habe gerade herzlich gelacht!
    @Eva: "(...) Dabei ist das genau die Zielgruppe, für die der ganze echte Style-Lästermist in der Yellow Press gemacht wird.Bei mir kommt das scheinheilig und wenig glaubwürdig an; sollte einem ja andernfalls auch mal auf der Strasse auffallen, wie liberal und gelassen der Style anderer durch Frauen nicht kommentiert wird ...." Kann mich dir nur anschließen.Die größte modische Intoleranz,mit der ich bisher konfrontiert war,ereignete sich in der Provinz,in übersichtlichen Studentenstädten und in Städten,die zwar international sind,aber mit Mode rein gar nichts zu tun haben und eine Snob- sowie Markenkultur zelebrieren (z.B. Frankfurt/Main).

  • Explanator

    Dieser Chauvinismus macht sich hier ganz hinterhältig bemerkbar. Der Argumentationsstrang ist genauso wie diese klassische Aussage: "Och Mensch, dumme Menschen, die haben das so gut, die machen sich keine Gedanken über wichtige Probleme der Welt, ich wäre gerne auch dumm". Dennoch fühlen sich Personen, die solche Argumente verwenden, denen, welche sie angeblich beneiden, unglaublich überlegen, und benutzen solch ein rhetorisches Spielchen, um dieses Gefühl der Überlegenheit vor anderen zu verbergen. Leider ist dieser Trick auch so alt, dass, wie man es auch an anderen Kommentaren sieht, die Mehrheit das durchblickt. Dumm gelaufen.

  • Sunny

    Chauvinistische Schwaben sind jedem sozialen Menschen ein Graus.

Kommentar schreiben

Netiquette: Bitte hinterlasst beim Kommentieren Euren vollen Namen und eine gültige Email-Adresse. Auch unsere Kontaktdaten sind öffentlich. Eure Email-Adresse wird allerdings nicht auf LesMads.de veröffentlicht. Kommentare sollten sich auf das jeweilige Thema des Eintrags beziehen. Wir behalten uns vor, Kommentare ohne vollen Namen und Kontaktdaten oder thematischen Bezug zu löschen. Natürlich könnt Ihr uns auch einfach direkt eine Email schreiben.

Facebook-Nutzer? Dann hier klicken, um dich anzumelden.

StyleDiary / Daily Styles und Fashion-Tipps auf Facebook!

Anzeige

Burda Style ChuhChuh Elle InStyle OK COOL COVER edelight.de stylesyoulove.de