15. Dezember 2012
Samstag

Making of und Interview: Hinter den Kulissen beim Shooting fürs Cover Magazin mit Franziska Knuppe und sechs kleinen Löwen

Wer mir bei Twitter und Instagram folgt, der hat vielleicht mitbekommen, dass ich vor einigen Wochen in Regensburg unterwegs war. Den Grund für meine Reise durfte ich damals noch nicht verraten, doch jetzt kann ich das Geheimnis lüften: Ich durfte beim Shooting von Franziska Knuppe für das neue Cover Magazin dabei sein! Das allein wäre natürlich schon spannend genug gewesen, aber nicht nur das 38-jährige Model posierte vor der Kamera von Mike Kraus. Neben ihr standen sechs kleine Löwen im Spotlight.


Extra für das Shooting wurde im Cirkus Krone ein provisorisches Fotostudio aufgebaut, in dem sich Franziska Knuppe und die weißen Löwen austoben konnten. Damit es aber nicht zu wild wurde, behielt Tiertrainer Martin Lacey die kleinen Raubkatzen ständig im Auge. Der erfahrene Dompteur aus Großbritannien kennt die Tiere schon lange und weiß, wie man mit ihnen in ungewöhnlichen Situationen umgeht. Und trotzdem: Das ein oder andere Fauchen blieb nicht aus. Da zeigten die Kleinen dann, was für große Katzen in ihnen stecken. Denn von der Akkustik her stehen sie ihren ausgewachsenen Eltern in nichts nach.
Nach etwas Gewöhnungszeit verhielten sich die weißen Löwen aber ruhig und fanden ganz natürlich ihre Position im Bild. Statt sie krampfhaft zu positionieren, passten sich Model und Fotograf den Launen der Tiere an, um echte Motive entstehen zu lassen. Das Styling von Cover Magazin Fashion Director Carola Niemann ähnelte wiederum der Farbe der Löwen. Weiß war das perfekte Thema des besonderen Shootings. So posierte Franziska Knuppe u.a. in einem schmalen Einteiler von Lacoste oder einer mit Schmucksteinen besetzten Brille von DSquared.
Das Resultat des Shootings gibt es ab heute am Kiosk zu bewundern. Für gerade mal 3 € ist die neue Ausgabe zu haben!
Als kleinen Vorgeschmack geht es hier zu meinen Eindrücken:

Zwischen zwei Looks hatte ich außerdem die Chance Franziska Knuppe zu ihren Erfahrungen mit Tieren, mit spannenden Shootings und ihren persönlichen Grenzen beim Modeln auszufragen. Hier geht es zum Kurz-Interview:
LesMads: Du shootest heute mit sechs kleinen Löwen. Wie lief es bisher?
Franziska Knuppe: Wir haben schon zwei Motive geschossen. Eines, wo die Löwen mit dabei waren. Die sind natürlich total scheu. Sie kennen uns nicht und sie sind ganz aufgeregt, weil sie die Umgebung nicht kennen. Der Tiertrainer Martin Lacey hat außerdem gesagt, dass sie auch den Untergrund “weiß” nicht gewöhnt sind. Das war schon noch mal eine zusätzliche Herausforderung, aber sie werden langsam lässiger. Sie gucken neugierig und schnuppern. Dann sitzt man dieses Mal eben 20 Minuten länger am Set und wartet, bis die Löwenbabies vorbeilaufen und dann kann man abdrücken und hat ein wirklich tolles Bild.
LM: Wie fühlt sich das für dich an? Warst du vorher aufregt, so einer Raubkatze ganz nahe zu sein?
FK: Ich habe schon sehr viel Respekt davor. Das sind halt wilde Tiere und du weißt nicht, wie sie reagieren. Der Tiertrainer sagte auch, sie haben schon sehr scharfe Krallen. Wenn sie dann einmal so ein bisschen Quatsch machen, dann hat man vielleicht ein paar Kratzer. Das machen sie aber nicht mal aus Absicht, wie eben Kinder oder Babys. Das kann bei einer normalen Hauskatze auch passieren. Wenn die nicht gut auf dich zu sprechen ist, zerkratzt die dich auch.
LM: Hast du schon mal mit Tieren geshootet?
FK: Ja, ich habe schon verschiedenste Shootings gemacht. Zum Beispiel mit Pferden, vor denen hab ich einen heiden Respekt. Mit Schimpansen habe ich schon geshootet, das war auch sehr aufregend. Affen sind eben auch wilde Tiere, selbst wenn sie ein bisschen dressiert sind. Was hatte ich denn noch? Ach ja, Kamele waren auch schon dabei. Das waren alles Jungtiere, sonst sind die zu groß und unkontrollierbar.
LM: Wie bereitest du dich auf so einen langen Shooting-Tag vor?
FK: Also ich bereite mich eigentlich nicht richtig vor. Für mich ist das ja ein ganz normaler Arbeitstag. Natürlich ist so ein Shooting wie heute eine große Herausforderung. Man muss ganz genau zuhören, was Martin sagt, was man zu tun oder zu lassen hat. Man weiß eben nicht, wie die Löwenbabies reagieren und man möchte ja auch ein schönes Bild haben. Also muss man vor allem aufmerksam und konzentriert sein.
LM: Du arbeitest jetzt schon sehr lange als erfolgreiches Model. Kannst du sagen welches Foto-Shooting dein absolutes Highlight bisher war? Mit welchem Fotografen hast du besonders gerne zusammengearbeitet?
Natürlich arbeitet man zunehmend mit den Jahren mit immer besseren Fotografen zusammen. Oder es rücken ganz viele junge Neue nach, die auch innerhalb kurzer Zeit sehr erfolgreich sind. Da macht es auch wahnsinnig Spaß, ihre Entwicklung zu sehen und wie sie arbeiten. Es gibt da große Unterschiede bei den Arbeitsweisen.
Rückblickend kann ich jetzt nicht sagen, da war DAS Shooting. Aber sicherlich werde ich nie vergessen, dass ich einmal ein ganz tolles Fotoshooting mit Peter Lindbergh hatte. Dazu kam, dass er als einer der größten Fotografen der Welt nicht nur wahnsinnig nett war, sondern ich musste auch noch bei -12 Grad über die Brooklyn Bridge rennen. Das war schon eine wichtige Erfahrung. Aber Peter war so cool und so lässig und hat mich immer zur Seite genommen und dann mit mir Deutsch geredet. Das fande ich irgendwie persönlicher, als wenn man immer alle anspricht.
Dieses Shooting werde ich nie vergessen. Aber ich würde den anderen schlecht tun, wenn ich sie hier nicht erwähne. Denn irgendwie war alles interessant und speziell und besonders, deswegen kann ich nicht nur eines absolut hervorheben.
LM: Man wird als Model, wie du gerade schon gesagt hast, oft sehr besonderen Bedingungen ausgesetzt. Gab es schon mal einen Moment, an dem du an deine Grenzen gekommen bist? Oder gibt es etwas, das du prinzipiell nicht machen würdest? Man sieht ja beispielsweise bei Shows wie Germany’s Next Topmodel die verrücktesten Sachen.
FK: Das sind oft Dinge, die einfach für die Kamera toll sind. Dass mir jetzt was über den Bauch krabbelt, muss nicht sein. Ich habe zum Beispiel schon im Dschungel von Sri Lanka gearbeitet. Da ist es automatisch so, dass alles herum kreucht und fleucht. Ansonsten würde ich kein Bungee Jumping oder so etwas machen. Das kann ich mir persönlich einfach nicht vorstellen, aber das kann man ja vorher abklären.
Es muss auch vorher abgeklärt werden, ob man für sportliche Betätigungen geeignet ist, zum Beispiel für Ski fahren oder Inline skaten. Davon abgesehen, ist Kälte für mich nicht so schlimm, für mich ist Wärme schlimmer. Ich habe in Senegal auch mal ein Shooting gehabt, das ist schon ein paar Jahre her. Da waren 45 Grad und wir haben Wintermode geshootet
LM: Oh, das ist hart.
FK: Ja, das war einfach körperlich einfach so anstrengend, da ist man gar nicht mehr richtig da. Du bist vom Kopf her so am Wegschmelzen und wahrscheinlich zuppelt noch jemand an dir herum, weil alles ständig zusammenfällt und der Kreislauf macht einfach irgendwann nicht mehr mit. Da ist für mich eine körperliche Grenze.
Aber auch bestimmte Posen, die man halten muss, können eine Herausfordrung sein. Irgendwann kommen die Schmerzen, aber das geht vorbei. Da weiß man am Ende des Tages dann, was man so gemacht hat. Das kann man alles irgendwie kontrollieren, nur der Kreislauf ist nicht so kontrollierbar.
LM Danke für das spannende Interview und viel Erfolg weiterhin beim Shooting!
Location, Kleider und Accessoires:

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