28. Dezember 2012
Freitag

Das Modejahr 2012 auf LesMads: Teil II

Und weiter geht es mit dem Modejahr 2012 auf LesMads. Auch die Monate April, Mai und Juni waren turbulent, und das ganz ohne Fashion Week. H&M überraschte einmal mehr mit unerwarteten Kollaborationen, Marc Jacobs verschlug es nach Berlin, Cannes verzückte uns mal wieder mit den schönsten Roben und Hedi Slimane sorgte zum Einstieg in seinen neuen Job direkt um viel Aufregung um drei kleine Buchstaben.

Auch wenn im April erstmal die Fashion Week Season vorüber war, kamen wir kaum zur Ruhe. Acne bewies einmal mehr Trendgespür und präsentierte eine gänzlich weiße Capsule Collection. Die kleckerfreundliche Nichtfarbe ist besonders als Komplett-Look seitdem mehr als angesagt. Am 9. des Monates wurde dann bestätigt, worüber schon länger spekuliert wurde. Raf Simons wurde offiziell als neuer Creative Director von Dior ernannt. Eine gute Wahl, wie wir mittlerweile wissen! Außerdem erreichte uns eine weitere Job News. Carine Roitfeld, die im vergangenen Jahr ihren Chefredakteursposten bei der Vogue Paris aufgegeben hatte, kündigte ihr neues Magazin “CR” an.

Wir haben uns im April aber nicht High Fashion Themen gewidmet. Mitten im Frühling haben wir unser I want to ride my bicycle-Spezial ins Leben gerufen, um euch mit den schicksten Rädern, Accessoires und Ideen rund ums Bike zu versorgen. Entspannt ging es auch beim Coachella Festival in Californien zu. Azealia Banks, Florence Welch und Katy Perry steigerten unsere Vorfreude auf den kommenden Open Air-Sommer.

Selbstverständlich hatten wir auch in diesem Monat ein neues Label to watch für euch in petto. Die Accessoires von Niels Peeraer haben nach der London Fashion Week einen bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen. Erstmals teilten wir die Bilder der coolen Taschen aber nur auf LesMads, sondern ebenfalls auf der neuen Platform Pinterest. Denn auch wir pinnen!

Zum Monatsende wurde dann in Berlin noch zwei Mal der rote Teppich ausgerollt. Beim New Faces Award war es Nora von Waldstätten, die uns mit ihrem schwarz-weißen Look von Kaviar Gauche überzeugte. Beim Deutschen Filmpreis glänzten dann schon deutlich mehr prominente Damen in eleganten Roben, u.a. dabei Sibel Kikeli und Eva Padberg. Mitten drin im Getümmel: Cloudy in einem traumhaften Federkleid von Jasmin Erbas.

Im Mai amüsierte uns H&M mit einer besonderen Kollaboration und verkündete, dass Anna Dello Russo eine Accessoire-Linie für den großen Schweden entwerfen wird. Das Resultat aus Gold, Türkis und allerlei Bling Bling durften wir dann Anfang Oktober begutachten und mussten trotz Unterhaltungswert feststellen: We don’t need a fashion shower.

Berlin durfte sich im Mai über hohen Designerbesuch freuen. In seiner Rolle als Juror des Designer for Tomorrow Wettbewerbs beehrte Marc Jacobs die Hauptstadt und lud zum Mediengespräch mit den fünf Finalisten. Völlig entspannt und mehr als sympathisch sprach er über seine Erfahrungen im Modebusiness und verriet sogar, dass er kein großer Fan des Met Balls ist. Trotzdem erschien er wenige Tage später natürlich zum wichtigsten Fashion Event des Jahres und ließ in einem Spitzenkleid von Comme des Garcons tief blicken.

Mitte des Monats verschlug es mich dann nach Singapur zum Audi Fashion Festival. Eröffnet wurde das Event mit einem spannenden Pressgespräch mit Nicola Formichetti und dem Mugler Team, die ihre Kollektion in den folgenden Tagen in dem Stadtstaat präsentierten. Meine Highlights abseits von Laufsteg und Shopping: der nächtliche Blick von der Dachterrasse des Ku Dé Ta und die Ausstellung “In the mood for cheongsam“.

Neben der Met Gala gab es im Mai aber noch ein weiteres, glamouröses Red Carpet Event. Die Rede ist vom Film Festival in Cannes natürlich, bei dem besonders eine deutsche Dame mehrmals mit wunderbaren Outfits glänzen konnte. Diane Kruger verzauberte uns in einem hellblauen Traum bei der Eröffnungsfeier und in schneeweißen Chanel Kleid bei der AmfAR Gala.

Im Juni ging es für mich auf eine besondere Reise. Mit einem Team von Tommy Hilfiger und zwanzig europäischen Journalisten besuchten wir das Millennium Village in Ruhiira, das von dem amerikanischen Label unterstützt wird. Hier konnten wir Einblicke gewinnen in das Leben der Menschen in Uganda, konnten die Verbesserungen, die bisher durch das Millennium Villages Project geschaffen wurden, begutachten und lernen, was noch alles getan werden muss, um das Leben in diesem armen Land zu verbessern. Diese Reise war für mich persönlich die bedeutendste im Jahr 2012 und ich habe mir fest vorgenommen irgendwann nach Ruhiira zurückzukehren, um zu erfahren, wie sich die Projekte weiter entwickelt haben.
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Doch kommen wir zurück zum modischen Geschehen. Zur Jahresmitte verdichteten sich die Gerüchte um eine neue H&M-Kollaboration, die sich am Anfang niemand so richtig vorstellen konnte oder wollte. Doch dann wurde es bestätigt: Maison Martin Margiela lässt sich mit dem großen Schweden ein. Am 15. November hing die Re-Edition in den Läden. Während die Linie in Blogs und von Magazinen gefeiert wurde, schienen die avantgardistischen Stücken bei den anderen Kundinnen weniger gut anzukommen. Nach zwei Wochen landete ein Großteil der Kollektion im Sale.

Zum Monatsende begann dann das Namensdrama um Yves Saint Laurent. Hedi Slimane, der Nachfolger von Stefano Pilati, entschied sich die Marke wieder zu ihren Anfängen und damit zum Namen Saint Laurent zurückzuführen. Nachdem sich viele Fans in den vergangenen Jahren an das typische YSL-Logo mit hohem Wiedererkennungswert gewöhnt hatten, waren die Reaktionen entsprechend gemischt. Doch für Slimane war dies nur der Anfang vieler Veränderungen in dem traditionsreichen Luxushaus.

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