von Katja in Kategorie: Mode 11Kommentare

News: Nicolas Ghesquière verlässt Balenciaga

Diese Nachricht erschüttert uns gerade zutiefst: WWD berichtet, dass Nicolas Ghesquière Balenciaga zum 30. November 2012 verlässt. Der französische Designer war seit 1997 für die Luxusmarke tätig und kreierte immer wieder großartige, wegweisende Kollektionen. Dazu gehörte auch zuletzt die für Spring/Summer 2013, die von Kritikern gefeiert wurde. Da denkt man gerade, dass Designerkarusell würde nach Jil Sander, Dior und Saint Laurent mal zur Ruhe gekommen, aber pustekuchen.

François-Henri Pinault, Vorsitzender von PPR, dem Unternehmen dem Balenciaga angehört, sagt laut Fashionista:

Cristóbal Balenciaga was a master, a genius whose avant-garde vision dictated fashion’s greatest trends and inspired generations of designers. With an incomparable creative talent, Nicolas has brought to Balenciaga an artistic contribution essential to the unique influence of the house.

Wir sind schockiert und gespannt zugleich. Was könnten die Beweggründe für diese Trennung sein? Und wie sieht die Zukunft von Balenciaga und Ghesquière aus? Wir bleiben dran.

Tags: balenciaga, designerwechsel, nicholas ghesquière
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11 Kommentare

  • Magdalena I.

    Schrecklich und traurig zugleich!!!
    :(

  • Romy

    find ich echt traurig, seine entwürfe sind wirklich immer etwas besonderes gewesen.

  • Boris

    Was bitte ist daran erschütternd? Ihr übertreibt mal wieder grandios, und zum Kern der Geschichte kommt ihr auch nicht. Ihr moniert das Designerkarusell, und dass es nicht zur Ruhe kommt. Das wird auch solange nicht passieren, bis sich die Designer von den Labels der Luxuskonzerne und ihrer Marketingmaschinerie emanzipieren und Blogger wie Lemminge diesen Marken und ihren PR-Attitüden hinterherrennen, statt sich fundiert mit Design und Mode auseinander zu setzen. Ist doch gut für den Designer, sich anderen Aufgaben und Herausforderungen zu widmen, macht frei und kreativ.

  • Katja

    Lieber Boris, das hier ist ein Blog und da dürfen wir unsere Empfindungen und Meinungen auch mal ganz subjektiv ausdrücken. Damit standen wir in der Online-Medienwelt auch nicht allein da. Genauso gut darfst du das gerne als übertrieben empfinden. Aber wir waren eben im ersten Moment sehr schockiert, als wir von dieser Nachricht gehört haben, da wir nicht mit einem Weggang von Ghesquière gerechnet haben.

    Gerne würden wir auch mehr über den Kern der Geschichte wissen, deswegen interessieren wir uns ja für die Beweggründe dieser Trennung, die doch bei jedem einzelnen Designerwechsel einzigartig sind.

  • Pera

    "zutiefst erschüttert" ist der Berliner Bürgermeister, wenn ein Jugentlicher totgetreten wird; oder der Bundespräsident, wenn rassistisch motivierte Morde einer rechtsextemen Gruppe monatelang nicht aufgeklärt werden. Wie reagiert ihr denn auf sowas? Lässt sich euere "Erschütterung" und euer "Schock" noch steigern? "Das hier ist ein Blog..." reicht als Rechtfertigung für unsensiblen Sprachgebrauch nicht aus, denn das hier ist auch öffentliche Meinungsbildung.

  • Katja

    Pera, "Das hier ist ein Blog..." ist hier einzig und allein eine Rechtfertigung dafür, dass ich in dem Moment, als ich diese Nachricht gehört habe, schockiert war und dieser Empfindung subjektiv Ausdruck verliehen habe. Ich denke die Vergleiche, die du ziehst, sind polemisch. Bei einer Äußerung sollte man nie den Kontext vergessen, in dem diese stattgefunden hat. Natürlich kann man nicht das Thema dieses Artikel mit den oben geschilderten Geschehnissen vergleichen und daraufhin die Empfindung gleich setzen.

  • Katja

    Wenn ich beispielsweise sage "Ich liebe die neue Kollektion von XYZ" bedeutet das ja auch nicht das Gleiche, wie wenn ich sage "Ich liebe meine Familie."

  • Boris

    Liebe Katja, Deine Einschätzung teile ich leider nicht, zum einen war es absehbar (Weggang), zum anderen darf Bloggen zwar auch mal emotional sein, aber einen gewissen journalistischen Realitätssinn sollte man dann bei der Meinungsbildung schon noch wahren.

    Zum einen habt ihr leider einen sehr merkwürdigen Hang Euch inhaltlich an Grosskonzernen und deren Massenprodukten festzubeissen, und oft – auch dass muss ich leider sagen, sind Eure Statements nicht weit von dem Entfernt, was Euch die PR-Schreiberlinge ins Postfach schicken.

    Ist ja schön und gut wenn ihr Euch mit dem Hintergrund des Weggangs von Nicolas beschäftigen wollt, aber seid ihr auch bereit und in der Lage dann die ganzen Strukturen und Entwicklungen bei den Labels der Grosskonzerne aufzuarbeiten? Das wäre doch mal ne journalistische Herausforderung. Erschüttert, weil in einem Konzern der Milliardenumsätze hat, von dem nicht wenig Geld auch zu Eurem Stammhaus in der Form von Webung zu Euch fließt und somit den Heizkörper im Büro auf Temperatur hält, ein Designer das Handtuch wirft und ein anderer kommen wird? Die Marke ist etabliert und macht Cashflow. Was denkt ihr wie viel Blogleser den überhaupt wissen wer bei den grossen Luxusmarken gerade Creativ Director, oder Designer ist und wer der Eigentümer des Labels ist? Das ist ein minimaler Bruchteil.

    Mit dem Schlagwort „erschüttert“ macht ihr nur das Fass Boulevard-Journalismus sehr entlarvend auf. Inhaltlich bleibt da nur ein „emotionales“ Statement, und leider sonst nix.

    Im Grund ist das aber auch nicht Eure Schuld, sondern ein Konglomerat von massiver Überschätzung von Bloggern und deren „Wert“ für die Branche in den letzten Jahren durch meiner Meinung nach dilettantischer PR vieler Labels, was sich zum Glück immer mehr legt. Viele Blogs gehen ein, sind inhaltlich ausgedünnt, und springen über die Klinge. Gut so! Vielleicht wird es dann besser, wenn wir alle nicht mehr so ab Mode, der unwichtigsten Nebensache der Welt (mal frei zitiert) emotional aufgeladen und gar erschüttert sind.

  • thor

    Inwiefern trägst du denn Balenciaga bzw. inwiefern hat Balenciaga eine Relevanz bei LM? Außer das du Sachen "ganz schön" findest und jetzt "tief erschüttert" bist, kommt da ja auch nicht mehr bei rum.

  • Katja

    Thor, um die neuen Kollektionen von Balenciaga und die zugehörigen Werbekampagnen geht es hier regelmäßig. Offensichtlich trage ich die Kleidung leider aus finanziellen Gründen nicht selbst, trotzdem bewundere ich die Designs, die Karriere und die Vision des Chefdesigners. Dass Luxusmode von wenigen getragen, aber trotzdem von vielen bewundert und begehrt wird, ist ja nun nichts Neues. Wieviel Prozent der Leserinnen von Elle, Glamour, Instyle & co. kaufen wohl wirklich all die teuere Kleidung nach, die da jeden Monat auf Tausenden von Seiten präsentiert wird? Trotzdem werden diese Magazine und auch Blogs, die sich mit dem gleichen Luxus beschäftigen, gelesen. Sei es aus Faszination, Bewunderung, Inspiration ...

  • boris

    Na und, was nütztes einem Grosskonzern, wenn die Blogleser, sich dafür interessieren, und die das Zeug ohnehin nie kaufen können, und die Blogger das auch nicht tragn? Interessane Frage,... aha es geht um die Werbung / Werbeeinnahmen, oder so,...

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