06. November 2012
Dienstag

Best of Balenciaga by Nicolas Ghesquière: die schönsten Looks vom Runway

Gestern wurde verkündet, dass Nicolas Ghesquière nach 15 Jahren in der Position des Chefdesigners bei Balenciaga verlässt. Diese Nachricht nehmen wir zum Anlass um noch ein mal zurückzuschauen auf die zahlreichen Damenkollektionen, die der französische Designer für das Haus des Gründers und gebürtigen Spaniers Christobal Balenciaga entworfen hat.


Mit gerade mal 25 Jahren, also 1997, wurde Nicolas Ghesquière zum Head of Design von Balenciaga ernannt. Vorher war er bereits für den asiatischen Markt verantwortlich. Erste Design-Erfahrungen sammelte er außerdem zwischen 1990 und 1992 als Assistent von Jean-Paul Gaultier.

Zur Spring/Summer 1998 Saison präsentierte Ghesquière seine erste Kollektion für Balenciaga. Sein Vorgänger Josephus Thimister wurde zuvor gefeuert, als er eine wenig erfolgreiche Show präsentierte. Auf Nicolas lagen also große Erwartungen, denn seit dem Tod des Gründers von Balenciaga 1972 blieben große Erfolge aus. Wie es häufig für erste Kollektionen eines Nachfolgers bei einem großen Modehaus üblich ist, bezieht sich Ghesquière in seinen ersten Entwürfen auf das Erbe des Labels. So verarbeitet er beispielsweise die typischen Kimono-Ärmel und kurzen Bolero-Capes in einer ganz in Schwarz und Weiß gehaltenen Kollektion.

Drei Jahre später zeigt sich Balenciaga unter der kreativen Führung von Nicolas Ghesquière weniger von der minimalistischen Seite. Für Spring/Summer 2001 hat sich der Designer von der spanischen Herkunft der Marke inspirieren lassen und Rüschen, wie man sie von den Kleidern der Flamenco-Tänzerinnen kennt, mit transparenten Blusen und zart ausgefransten Kleidern kombiniert. Diese femininen Stücke stehen im Kontrast zu feinen Spaghettiträgern und steifen Bundfaltenhosen.

Weitere fünf Jahre später setzte Nicolas Ghesquière einen Stil um, der auch heute noch viel von Marken wie Balmain oder Isabel Marant interpretiert wird. Für Spring/Summer 2006 zeigt Balenciaga einen modernen, rockigen Barock-Look, der typische Elemente wie Halskrausen, üppige Rüschen und kleine Muster mit Längsstreifen, schmalen Blazern und großen Gürteln verbindet.

Nur eine Saison später überzeugt Ghesquière mit seinem Gespür für starke Silhouetten. Für Fall/Winter 2006/2007 verzichtet er bei Balenciaga auf üppige Rüschen und setzt auf runde Egg-Shape-Mäntel und -Kostüme in Minilänge und Karomuster. Dazu werden übertriebene Reiterkappen kombiniert und die legendären Wedge Ankle Boots – oder besser Hufschuhe – die besonders von den Olsen Twins liebend gern getragen wurden.

Ein Jahr später versucht sich der Designer an einem neuen Stilmix. In der Fall/Winter 2007/2008 Kollektion geht es weniger um die Silhouetten als um einen wilden Mix aus Mustern, Farben, Materialien und Schnitten aus ganz verschiedener Kulturen. Das wilde Resultat kommt im Lagen-Look daher und überzeugt besonders durch das einzigartige Styling. Auch hier ist das Schuhwerk wieder ein Highlight. Bunte Heels, die dank Plastik und Gelenken an Lego erinnern, entzücken die Modemeute.

Gerade mal eine Saison später überrascht Ghesquière wieder mit einer neuen Silhouette und einem ganz anderen Look. Während die Kombinationen ein halbes Jahr später noch aus zahlreichen Kleidungsstücken und Accessoires bestanden haben, genügen in Spring/Summer 2008 ultrakurze Kleider mit ausgeprägten Hüft- und Schulterpartien, auffälligen, schwarzen Nähten und grellem Blumenmuster um die Gemüter der Kritiker zu erhellen. Zweiteilige Anzüge im Metallic-Look erinnern an Roboterrüstungen und lassen futuristischen Inspirationen vermuten.

Springen wir drei Jahre nach vorne. Für Spring/Summer 2011 bringt Ghesquière seine Vision des Balenciaga Cyper Punks aus den Laufsteg. Kurze Biker-Westen und lange Jacken aus Leder in übergroßem Hahnentrittmuster werden zu flachen Boots mit riesigen Schnallen kombiniert. Mal wieder werden die Accessoires zu absoluten Musthaves und von zahlreichen Labels kopiert. Auch Details wie die Kragenecken aus Metall an den lässig aus den Hosen hängenden Hemden werden zum Trend.

Und was kredenzte uns Nicolas Ghesquière für den vergangenen Sommer also Spring/Summer 2012? Mal wieder eine Kollektion, die weniger mit Tragbarkeit als mit einem starken Look überzeugte. Breite Schultern, metallischer Glanz und ultrakurze Shorts bestimmten die Kombinationen, die ebenso einen Hauch von Futurismus inne hatten. Auffällige Hüte mit weiter schwarzer Krempe und lange Mäntel in starrer Form erinnerten gleichzeitig ein wenig an kirchliche Gewänder. Trotz solch scheinbarer Widersprüche erkennt man auf den ersten Blick, dass jedes einzelne Stück von Nicolas Ghesquière für Balenciaga stammt. Bleibt abzuwarten wie sich die Marke weiterentwickelt und wo Ghesquière seine Ideen zukünftig umsetzt.

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1 Kommentar zu “Best of Balenciaga by Nicolas Ghesquière: die schönsten Looks vom Runway

  1. Ne, das kommt bei mir jetzt so an, wie ne peinliche Fleißarbeit von einer Streberin, die ihre Erschütterung rechtfertigen muss. Sag mal merkst Du nicht, dass Du da voll Konzept Boulevard fährst. Seriös ist das mal ganz abgesehen vom Inhalt des Artikels auch nicht. Die Welt geht unter, die Welt geht unter,…
    Ich möchte da nicht wissen, wie ihr dann schreibt wenn zB Karl Lagerfeld offenbart, er sei unsterblich und außerirdisch, oder von uns geht,… sind Euch heute die PR Mitteilungen ausgegangen?

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