von Mirjana in Kategorie: Designer 9Kommentare

Bruno Pieters launcht Kollektion Honest by

So... das Geheimnis um Bruno Pieters ist gelüftet. Der belgische Designer hat Ende Januar das neue Label Honest by sowie einen eigenen Onlineshop an den Start gebracht. Was soll ich sagen, well done! Für mich hat er das beste Konzept seit langem auf den Markt geschmissen und auch die Gestaltung der Website ist absolut gelungen. Um den Label-Hintergrund etwas genauer zu beschreiben, muss ich etwas ausholen. Nachdem der Designer bei Hugo die Zelte abbrach, hat er zwei Jahre lang pausiert und reiste in dieser Zeit nach Indien. Dort entstand die Idee zu seiner neuen Linie Honest by. Diese soll völlige Transparenz bieten und faire Produktionsbedingungen möglich machen.

Vom Garn bis zum fertigen Teil wird die gesamte Herstellungskette offen gelegt und 20 Prozent des Gewinns werden an Charity-Projekte gespendet. Ein mutiger Schritt wenn man bedenkt, wie viel in der Textilindustrie an Missstand und Ausbeutung vertuscht wird. Auf der Webseite kann man sich darüber informieren, wer die Modelle genäht hat und woher sie stammen. Konsequent verzichtet der Designer außerdem auf Leder, Horn und Pelz und verarbeitet ausschließlich biologisch korrekte Materialien. Die Kollektion ist im gewohnten Pieters-Style gehalten und zeigt dicke Wollpullover, asymmetrische, transparente Shirts und ausgefallene Mantelschnitte.

In Zukunft soll der Onlineshop eine Plattform für weitere Designer sein die nach den gleichen Kriterien fertigen. Ich finde Bruno Pieters schlägt einen sehr guten Weg ein! Allerdings hat so viel Transparenz auch seinen Preis und so muss man für ein Jerseyteilchen schon 344,41 Euro aufbringen.

Hier seht ihr einige Modelle aus der Kollektion:

Hier ein paar Bilder aus der Kampagne und ein Bild des Designers:

Hier das Video zur neuen Kollektion (Übrigens ist Schnati im Video mit dabei, sehr schön!):

Tags: bruno pieters, honest by, kollektion, onlineshop
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9 Kommentare

  • Anika

    Und Schnati ist dabei :) So hübsch.

  • Mirjana

    Danke für deinen Hinweis Anika. Schnati sieht im Video wirklich fabelhaft aus!

  • Katja

    Das ist leider viel zu teuer. Wirklich gelungen wäre es, wenn die Mode fair hergestellt wird, gut aussieht und auch noch für Normalverdiener halbwegs bezahlbar wäre. Kennt ihr vielleicht Labels, die das hinbekommen?

  • Manfred

    @Katja: Können ja nicht alle Labels das selbe machen, das wäre doch langweilig. Muss auch ein paar Highfashion Marken geben, die sich Normalverdiener nunmal nicht leisten können, das macht doch den Reiz aus.

  • barbara

    das ist halt einfach der eigentliche faire preis. und da können mir h&m und co mit noch so viel organic cotton und sustainability reports kommen. das kann einfach nicht stimmen.
    wir sind zu verwöhnt von billigbilligbillig und habenhabenhaben.

  • cora

    @ Barbara. Danke fuer diesen Kommentar! Genau so ist es! DAS ist der reale Preis!
    @ Katja. Wenn du dich wirklich damit befassen moechtest und Kleidung kaufen willst die zumindest wahrscheinlich fairer hargestellt ist als die Kleidung aus H&M, Zara und co. Dann koenntest du damit anfangen bei kleinen Marken zu kaufen, Jungdesignern und eben Kleine Unternehmen. Hier kannst du mit grosser Sicherheit auf heimische Produktion oder Europaeische tippen.
    Und sehr oft wirst du da auch guenstigere Preise als die von Bruno Pieters finden.
    Nur so als kleiner Tipp.

  • Kalli

    Was ist denn biologisch korrekt? Ökologisch meintest du wohl.

  • Anna

    Nur weils teuer ist, ist es noch lange nicht fair und sauber hergestellt. Jeder weiß doch von billigen "Kopien" von Dior und co., die in den jeweiligen Werken nach offiziellem Feierabend hergestellt werden, also haargenau das selbe ist, wie das teure Teil im Shop, nur dass es für ein paar Euro zu bekommen ist... Warum wohl? Weil es so hochwertig ist?

    Es gibt ein paar schöne Sachen, man muss sich nur informieren. Tatsächlich hat Katja aber recht finde ich.

    Und gerade dann, wenn Mode nur aus Distinktionsgründen teuer sein muss, lieber Manfred, kann man davon auch ein bisschen in die Produktion stecken und dem Personal geben. Dass daran dann trotzdem gespart wird, ist der eigentliche Irrsinn. Und wer daran so bereitwillig glaubt, kann meinetwegen gerne sein Geld sinnlos versenken.

  • Kathrin

    Ich stimme zwar zu, dass es auch bei "fairer" Mode etwas teurere Marken geben kann (kann! nicht muss! Was ist das denn für ein Argument? ), aber der "eigentlich faire Preis" ist DAS nun auch wieder nicht, denn bei den über 300 Euro für ein Jerseyteil kriegt sicherlich nicht die Arbeiterin mehr Geld, als bei "erschwinglichen" Teilen wie z.B. von kuyichi oder armedangels.

    Hier: http://city.utopia.de/de/kategorie/mode-11

    gibt es Adressen von fairen/öko-fairen Shops, vielleicht auch in deiner Stadt, Katja.

    Ich find es super, dass es auch anspruchsvolle Designermode zu geben scheint, die jetzt fair produziert wird, weil man sonst doch sehr in Basic-Teilen hängen bleibt. Somit ist das Ziel, auch eine andere Zielgruppe, als "Ökos" anzusprechen, ja schonmal ein bisschen näher.

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