von Katja in Kategorie: Lifestyle 21Kommentare

Interview Magazine: Die erste deutsche Ausgabe ist da

Schon am Donnerstag ist sie auf meinem Schreibtisch gelandet und seitdem habe ich die erste deutsche Ausgabe des Interview Magazins von Chefredakteur Jörg Koch fast nicht aus der Hand gelegt. Dabei war ich anfangs etwas skeptisch, ob des von der russischen Variante recyclten Covers mit der gerade einfach überpräsenten Lana Del Rey. Die knapp 270 Seiten sind aber so prall gefüllt mit spannenden Gesprächen, starken Bildern und nicht zu vergessen vielen kleinen, überraschenden Beiträgen, dass man Tage vielleicht sogar Wochen mit diesem Magazin verbringen kann.

Clint Eastwood spricht mit Angelina Jolie über ihr Regiedebüt, Chloë Sevigny klagt Kim Gordon ihr Leid über die Penisprothese, die sie beim Dreh ihrer ersten großen Hauptrolle als transsexueller Auftragskiller tragen musste, und Arianna Huffington tauscht sich mit Scarlett Johansson über die Occupy Bewegung aus. Eindrucksvolle Persönlichkeiten führen ungewöhnliche Gespräche, die viel mehr sind als schnödes Frage-Antwort-Spiel. Dazwischen finden sich modische Fotostrecken und charmante, kleine Beiträge, z.B. wenn Tagesschau-Sprecherin Judith Rakers von ihrem Kleiderschrank erzählt, oder Stylist und Magazingründer Luis Venegas seine besten Freunde vorstellt.

Zum Schluss darf der deutsche Leser im "A-Z von Interview" alles über den Gründer Andy Warhol, und über die Geschichte seines vielleicht neuen Lieblingsmagazins erfahren. Für 6 € ist das Interview Magazine seit Freitag im Zeitschriftenhandel erhältlich. Das Jahresabo lockt mit einem Schnäppchenpreis von 30 € für 10 Ausgaben. Einziger Wehmutstropfen: Das Papier. Das hat bei meiner Ausgabe dank häufigem Blättern und Knicken unterwegs leider schon einige Risse.

Hier geht es zu einem kleinen Einblick in die erste deutsche Ausgabe des Interview Magazins:

Ein kurzes Video zum Making-Of des deutschen Interview Magazins:

Und so entstand das Cover:

Tags: interview magazine
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21 Kommentare

  • Nina

    Habe mir auch das Interviewmagazin am Samstag gekauft. Lana del Rey finde ich nicht optimal auf dem Titel, vor allem weil es die erste Ausgabe ist, vielleicht ja sozusagen historisch, und es kann gut sein dass schon übernächste Saison kein Hahn mehr nach ihr kräht. Das was Du als toll siehst, nämlich das man Tage- vielleicht Wochen daran lesen kann, hat mich auch irgendwie ein bisschen "erschlagen". Sovie Zeit investiere ich sonst eher in ein Buch. Ich hätte lieber ein paar großformatige Fotos gesehen, ohne Schrift, weil sich das ja auch anbietet. Die Kolumne von Helene Hegemann ist absolut nichtig. Die Frage ob Berlin Mitte der Mittelpunkt der Welt ist und wer sich in der Republik sonst noch für diese Hippster-Themen interessiert, und ob diese Personen dann nicht gleich die englischsprachige Ausgabe lesen wollen, ist schon oft gestellt worden. Ein spannedes Experiment ist das Magazin auf jeden Fall. Bleibt abzuwarten ob es länger bestehen kann, als Vanity Fair.

  • Nisi

    Für Studenten & Co gibt es die 10 Ausgaben sogar für nur 25€. Sehr verlockend, sofern einem das Magazin gefällt. Ich mag's.

  • Sandra

    Wieviel Werbung willst Du denn noch dafür machen? Das nervt langsam!

  • Vera

    Magazin ist gut. Nur von Lana sind wir längst übersättigt.

  • Carolin.

    Hab es mir heute mal angeschaut, da ja überall Werbung dafür gemacht wird und ja auch mir hätte ein Post von euch gereicht, und finde auch, dass das Papier eine Katastrophe ist. Natürlich ist der Preis von 6€ für so viel Inhalt und diese Größe gerechtfertigt, aber ein bisschen dickeres Papier muss schon drin sein.
    Das 30 bzw 25 - danke Nisi jetzt werde ich es wirklich in Erwägung ziehen - Angebot ist allerdings echt interssant.

  • Marie

    Ich wünschte es gäbe eine medienübergreifende "Ignore"-Funktion für Lana Del Rey.

  • Katharina

    ... dieses Heft wird absolut überbewertet. Ich geb ihm maximal 3 Jahre.

  • thore

    ohne milliardär und warhol 2 ausgaben. am schlimmsten ist der online auftritt. erinnert an schülerzeitung, gerade die facebookseite wird einem magazin wie diesem nicht gerecht.

  • Lara

    So toll die Idee mit den Interviews sein mag: Ich nehme grundsätzlich kein Medium ernst, dass diesen Lana-del-Rey-Hype völlig unkritisch aufnimmt, und dann auch noch so spät...
    Ich kann diesen schief aufgespritzten Mund mit den hängenden Winkeln schon sehr lange nicht mehr sehen... Und dann noch das Video dazu... Das ist alles so gewollt und nicht gekonnt. Wirklich gut gemacht kann das Magazin dann gar nicht sein.
    Ihr habt doch sonst so tolle Beiträge, was ist bei euch nur los?

  • Claire

    @Lara: Du hast so recht. Schon sehr peinlich und tragisch wie dieses untalentierte, in jeglicher Hinsicht gefakte"Millionärstochter will mal berühmt sein"-Produkt gehypt wird, während andere genuine, talentierte und natürlich schöne Künstler einfach mal Pech haben weil Papi kein Millionär ist.

  • Juliane

    Ich finde, es klingt sehr spannend! Nur werde ich es hier in Paris nicht in die Finger bekommen. Vielleicht muss ich jemanden in Deutschland beauftragen...

  • eili

    wenigstens hatte die biene genug landefläche auf ihrer oberlippe..

  • thore

    @Juliane glückwunsch, du schaffst es wirklich unter jedem blogpost irgendwie zu erwähnen das du in paris bist.
    (im übrigen gibt es auch und sogar in paris internationale zeitschriftenhändler)

  • Scarlett

    Ich finde das Magazin toll! Nicht zu viel Werbung, sondern viele interessante Gespräche und wunderschöne Fotos. Viele Lifestyle- Magazine bestehen 2/3 aus Werbung.:-(

  • britta

    ich finde das heft völlig überbewertet. in maximal 1 jahr ist das geschichte. langweilige interviewpartner (hegemann und ldr sind doch schon lange durch), lauter oneliner = oberflächen-leute, die nichts wirklich wahrhaftiges beizutragen haben, sondern die nur durch die medien hochgeschrieben werden. langweilig und überflüssig. ist burda an dem blatt beteiligt, oder warum wird das hier so beworben? nix für ungut. b

  • Marcel

    Es bringt wieder etwas Abwechslung in die sonst übersättigte 1-2 EUR-Mode-Lifestyle-Magazine. Ich mag auch das dünne Papier, es erinnert mich irgendwie an meine Kindheit als ich nem Lufthansa-Flug in den Urlaub die Magazine meiner Eltern durchgeblättert hab, ok zugegeben *sozialromantischerQuatsch*

  • sahra

    so ich hab mir das gute stück auch mal gekauft.
    katja, du machst so unangenehm viel werbung für das heftchen hier - man hat was den eindruck du willst wie jessie von der warhol truppe aufgenommen werden....
    ich finde , wie viele hier, dass das magazin leider sehr überbewertet ist. ich muss andauernd blättern, weil einfach nur auf jeder4. seite text ist und ansonsten NUR WERBUNG! ich finde auch die interviewpartner langweilig, bis hin zu egal. und lana del...ich will mir eigentlich gar keine gedanken mehr über diese person machen - nervt sich mich mit ihrer penetranten, omnipräsenten erscheinung doch schon seit monaten.

    leider bin ich wirklich enttäuscht und werde mir sicherlich keine weitere ausgabe kaufen. dieses interview format bei magazinen find ich grundsätzlich nicht so gut und nur weils vom andy ist....bitte!

  • Lala

    Ich schließ mich meiner Vorgängerin an: überbewertet! In dem Heft feiert sich ausschließlich die selbsternannte Warhol-Nachfolger-Szene selbst. Neue Inhalte seh ich auch keine, geschweige denn Abwechslung zu den anderen Heften die auf dem Markt sind.

  • Katja

    Wir hatten das Interview Magazine ein paar Mal im Blogwatch und zuvor im November darüber geschrieben, dass Naomi Campbell dabei ist. Das ist in meinen Augen nicht zu viel "Werbung" für ein neues Magazin.

  • Katja

    Mir gefällt es. Die Fotos und der Bericht über James Nachtwey waren auch mal was Anderes. Nur das Format ist mir zu groß. Zu unhandlich für unterwegs.

  • Marko

    Hi! Hat jemand noch diese erste Ausgabe des Magazins? Würde sie gerne abkaufen. Oder weiß jemand wo ich diese noch bestellen kann? Danke!

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