17. November 2011
Donnerstag

Benetton Unhate Campaign: Merkel knutscht mit Berlusconi und Sarkozy

Was ist denn da los? Angela Merkel und Silvio Berlusconi knutschend im Grünen. Und dann vergnügt sich unsere Kanzlerin auch noch mit Nicolas Sarkozy. Das kann doch nicht wahr sein. Oder handelt es sich doch um skandalträchtige Paparazzi-Schnappschüsse vom letzten G8-Gipfel? Ach nein, nur die neuste Benetton-Kampagne! Die italienische Marke bringt sich seit Jahren mit provozierenden Werbeinitiativen ins Gespräch und machte damit bereits auf verschiedenste Missstände wie Kriege, Aids oder die Todesstrafe aufmerksam. Diesmal geht es um die von der Benetton Group gegründete Stiftung Unhate, die sich gegen die Verbreitung von Hasskultur einsetzt.


Die knutschenden Politiker und Religionsführer stehen stellvertretend für verschiedenste Konflikte in unserer Welt und sollen zum friedlichen, ja liebevollen Umgang miteinander anregen. Benetton verfolgt damit weiter eine Strategie der sozialen Verantwortung und möchte einen Beitrag für mehr Toleranz in der internationalen Gemeinschaft leisten. Hier das offizielle Statement:

The UNHATE Foundation, desired and founded by the Benetton Group, seeks to contribute to the creation of a new culture of tolerance, to combat hatred, building on Benetton’s underpinning values. It is another important step in the group’s social responsibility strategy: not a cosmetic exercise, but a contribution that will have a real impact on the international community, especially through the vehicle of communication, which can reach social players in different areas. The Foundation will organise initiatives involving different stakeholders, from the new generations to the institutions, international organisations and NGOs, right through to civil society.The Foundation also aims to be a think tank, attracting personalities and talents from the fields of culture, economy, law and politics, and people who have gone from simple citizens to leaders of movements, distinguishing themselves through their ideas and actions against the causes and effects of hatred.

Das ist natürlich eine mehr als löbliche und unterstützenswerte Initiative, aber – und ich traue es mich kaum zu schreiben – kaufen deswegen wieder mehr Menschen bei Benetton ein? Die Stiftung kann man ja letztlich auch durch Spenden oder aktive Mitarbeit unterstützen. In jedem Fall finden wir es natürlich großartig, wenn ein Modekonzern seine Bekanntheit, seinen Einfluss und sein Geld für soziale Projekte dieser Art nutzt, aber was nutzt es der Modemarke Benetton am Ende des Tages?
Weitere Bilder der Unhate Kampagne:

Neben den Bildern wurde auch ein Film zur Unhate Kampagne von Laurent Chanez veröffentlicht:

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