NYFW: Proenza Schouler SS12
Die Show von Proenza Schouler ist jedes Mal ein Highlight der New York Fashion Week, denn die Designer Jack McCollough und Lazaro Hernandez überzeugen immer wieder aufs Neue mit innovativen und raffinierten Entwürfen. Ich erinnere mich noch bestens an Schnatis Bilder im Februar, die das Beste an der gesamten Modewoche waren.
Zu ihren Inspirationen gehörten für diese Saison zum Beispiel die Werke des Architekten Morris Lapidus (wie das Fontainebleau Hotel in Miami), der futuristische Baustil der 40er und 60er Jahre und die Innenverkleidung von Oldtimern aus den 50ern.
Die Designer haben bewusst Inspirationsquellen mit einem eher fragwürdigen Stilideal gewählt und auf eine ironische Weise ihr eigenes Statement dazu abgegeben. Ihr Ziel war es, sich an als geschmacklos verschriene Elemente, wie Leoprint, Hawaii-Hemden und die triste Farbpalette der 70er zu wagen und daraus eine moderne Sommerkollektion zu kreieren. Auf den ersten Blick erscheint die Kollektion eher nostalgisch und man könnte sich fragen, warum ausgerechnet die unvorteilhafte Variante der 70er-Jahre ein Comeback haben muss - bei genauerem Hinsehen aber wird deutlich, dass vor allem die raffinierten Details jedes einzelne Kleidungsstück modern wirken lassen. So werden zum Beispiel Blusen mit Hilfe von bunten Kordeln in der Taille gerafft und mit neuen Kragenformen versehen.
Für die gestreifte Optik von Shorts und Kleidern wurde Aalhaut in verschiedenen Farben eingesetzt. Die Silhouette ist sehr feminin und erinnert stark an die 50er Jahre. Ich muss dabei an Prada deken, vielleicht wegen der knielangen Bleistiftröcke à la Joan Harris und den Bustiertops oder den hölzernen Plattform-Clogs aus Leder.
Eine rundum gelungene Kollektion, auch wenn man die Entwürfe ein wenig sacken lassen muss...
Weitere Bilder der Kollektion:




















mel
ich muss gestehen, dass ich extrem enttäuscht bin von dieser kollektion. ich hatte mich so gefreut und war so neugierig und dann bekomme ich nur einen ganz ps-untypischen look mit untypischen prints zu sehen, kaum jacken und von rafinessen kann eigentlich auch kaum die rede sein. die schuhe sind 3 saisons hinterher, die taschen diesmal auch keine augenweiden und wo sind die eyecatcher? die art blazer wie ps sie gezeigt hat macht jeder maßschneider-lehrling. ich wünschte es wäre anders aber die kollektion wirkt sehr zerissen und ehr als würde man es den geldgebern rechtmachen. :/
anna
oh oh, lassen die jungs etwa nach bei proenza schouler?! etwas entäuschen die kollektion.. hoffentlich nur ein kleines kreatives tief und dann geht's wieder aufwärts...