Magazinwatch: Acne Paper Issue 12
Mein allererstes Acne Paper habe ich vor einigen Jahren in einem Bookshop im Pariser Palais de Tokyo erstanden. Damals hatte ich noch keinen Schimmer von der fabelhaften Mode die Acne hervorbringt. Das matte Naturpapier, die besonderen Bildsprache und die intelligente Themenzusammenstellung haben mir direkt gefallen. Das großformatige Magazin schmückte von da an mein karges Chambre de bonne und sorgte für die ersten modischen Akzente in meinem Zimmer.
Heute füllen zwar schon einige Acne Paper-Ausgaben mein Regal, aber die Freude über eine neue Veröffentlichung ist ungetrübt. In der aktuellen Sommerausgabe Issue No° 12 wird die Jugend in all ihren Facetten thematisiert. Im Blogwatch wurde schon auf das Magazin aufmerksam gemacht. Ich habe mir das Heft mal etwas genauer vorgenommen und bin auf einige interessante Artikel und Fotos gestoßen zum Beispiele die Strecken "Persona", "Jungfraukällan" oder "Birthday Party" by Bruce Weber.
In der Youth-Ausgabe wird die Frage gestellt, was die Zukunft für junge Kreative Menschen bereithält und wie wir uns künftig in der globalisierten Welt behaupten werden. Wie werden sich junge Künstler gegen Kommerz und Massenproduktion durchsetzen und alte Traditionen und Handwerk erhalten? Zu dieser Frage wurden verschiedene Künstler, Musiker, Filmschaffende, Tänzer und Schnittmacher interviewt. So ist ein spannender Mix aus persönlichen Geschichten von Menschen aus der ganzen Welt entstanden. Der junge, ziemlich smarte Violinist Charlie Siem (er könnte auch in einer Calvin Klein Kampagne mitwirken) berichtet beispielsweise von seinem Karriereeinstieg und wie schwer es ist aus der Masse herauszustechen. Bestimmt haben ihm da einige Crossover-Auftritte mit Bryan Adams und Boy George geholfen. Eine weitere spannende Story ist die von Richard Lawson, der als Headcutter bei Gives & Hawkes arbeitet und die Schwierigkeiten einer Anzug-Fertigung erklärt.
Mich hat besonders die Geschichte der 23-jährigen Maguelone de Ricaud interessiert. Sie arbeitet bereits seit einigen Jahren bei Hermès und fertigt die berühmten Kelly Bag an. Sie berichtet über die ersten Schritte zur Luxushandtasche und darüber wie sie sich fühlt, wenn eine andere Frau eine Hermès-Tasche an ihrem Handgelenk baumeln hat. Wer sich in das Magazin vertieft, kann außerdem von einem Teppichweber aus Istanbul, einem Schriftdesigner aus Oslo oder einem Chocolatier aus Belgien erfahren, wie es sich lebt und arbeitet. Das Heft macht Lust darauf mal wieder selbst ein Handwerk auszuüben und kreativ zu sein.
Hier ein paar Einblicke:









































Lea (stil.werk)
Acne Paper!? Mist, habe ich noch nie gehört. kann aber verstehen: auf solche magazines ist man stolz! habe mir neulich die vogue gekauft...war sooooo stolz!
mehr von mir gibts hier zu lesen:
stil.werk
Julia
want.want.want.
wird eine gefährliche angelegenheit für den geldbeutel es online zu bestellen - ich meine wenn man schon mal im Onlineshop von acne ist... es gibts ja nicht in den läden hierzulande, oder bin ich blind??
laurel
..diese permanente werbung für acne nervt unglaublich. keiner wird bestreiten, dass dieses label wunderschöne kleidung verkauft; ist es aber notwendig, dass am laufenden band und völlig kritiklos zu erwähnen!? bekommt ihr eine provision? gratisteile?
nervt.
Hallo Julia, das Acne Paper gibt es zum Beispiel bei "Do you read me" in Berlin zu kaufen.
lisa
Weißt du denn, wo man es online kaufen kann? oder auch ältere ausgaben?